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Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität

Lehrveranstaltungen zur Dimension Sexuelle Orientierung und Geschlechtliche Identität

Anerkennung: normative und soziologische Perspektiven

Im Mittelpunkt des Seminars steht Axel Honneths sozialphilosophische Anerkennungstheorie und ihre soziologische Anwendung. Honneths Theorie liegt die These zugrunde, dass ein gelingendes Selbstverhältnis zwingend auf intersubjektive Anerkennung durch andere angewiesen sei. Mit Liebe, Recht und sozialer Wertschätzung werden drei Anerkennungsdimensionen unterschieden, die sich untereinander nicht substituieren lassen. Honneth versteht Gesellschaft als institutionalisierte Anerkennungsordnung, die Anerkennungschancen und Missachtungsrisiken in den drei Dimensionen höchst ungleich verteilt. Die gesellschaftliche Anerkennungsordnung ist umstritten und der „Kampf um Anerkennung“ ein wesentlicher Anstoß für soziale Wandlungsprozesse. Aufbauend auf eine eingehende Beschäftigung mit Honneths Ansatz werden wir uns in dem Seminar mit soziologischen Untersuchungen beschäftigen, die eine anerkennungstheoretische Perspektive verfolgen. Themen werden u.a. Wohlfahrtsstaatlichkeit, prekarisierte Erwerbsarbeit, Paarbeziehungen und Gangsta-Rap sein.

Das Seminar ist lektüreintensiv. Eine erfolgreiche Teilnahme verlangt die Bereitschaft, sich mit einer sozialphilosophischen Theorie vertraut zu machen.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 04.04.2022 - 11.07.2022) - 2321.U1.95 (Z 44)

BBM4c / BBM4d / BFM4a/b / BFM2-1/ BFM2-2: Schreibweisen der Liebe

Wie schreiben Autor*innen über Liebe? Was ist Liebe? 
In Bezug auf Eva Illouz soziologische Überlegungen und anderen theoretischen Positionen loten wir in diesem Seminar die Schreibweisen der Liebe aus. Welche heteronormativen Bedingungen hat das Schreiben über Liebe? Ist Schreiben über Liebe politisch? 

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 04.04.2022 - 11.07.2022) - 2421.03.26

BFM 3a/ BFM 3b/ MGM3a/ MGM3b Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich? Körper, Geschlecht und Identität in der Literatur des Mittelalters

In Zeiten der Selbstoptimierung, Selbstverwirklichung und Individualisierung ist die Auseinandersetzung des Individuums mit dem eigenen Ich von zentraler Bedeutung. Der Anspruch auf Singularität bedingt dabei Prozesse der Formung und Inszenierung des Selbst, wobei sich diese gerade in der Beschäftigung mit dem Körper, dem Geschlecht und der Identität manifestieren können. Die Möglichkeiten der Gestaltung der eigenen Identität, der Erprobung von alternativen geschlechtlichen Wirklichkeiten und der Veränderungen des Körpers bzw. der Konstruktion verschiedener Körperbilder (Duttweiler 2013) verweisen darauf, dass diese Kategorien überaus flexibel, ihre Grenzen durchlässig und individuell veränderbar sind, sie für den Alltag des Individuums und dessen Verankerung in einem gesellschaftlichen Kollektiv aber eine überaus große Rolle spielen. Während man dabei gemeinhin von einer größeren Relevanz dieser Phänomene in der Gegenwart ausgeht, sind Körper, Geschlecht und Identität natürlich keine moderne Erfindung; die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich ist vielmehr eine anthropologische Grundkonstante, die nicht zuletzt im Medium Literatur stattfindet.

Das Seminar möchte anhand von verschiedenen erzählenden Texten, auch vor dem Hintergrund der aktuellen mediävistisch-anthropologischen Forschung, die verschiedenen Formen dieser Auseinandersetzung in der Literatur des Mittelalters in den Blick nehmen und danach fragen, wie Körper, Geschlecht und Identität dargestellt und inszeniert werden: Welche poetischen Strategien werden dabei verwendet und wie werden diese drei Phänomene aufeinander bezogen? Determiniert der Körper das Geschlecht oder das Geschlecht den Körper und wie hängt dies mit Identität zusammen? Welche gelehrten Diskurse werden aufgerufen und welche anthropologischen Wissensbestände aktiviert? Daneben soll es auch um die Funktionen dieser Inszenierungen für Handlung, Erzählen und Figurenzeichnung wie auch um die damit vermittelten Semantiken gehen.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 04.04.2022 - 11.07.2022) - 2421.U1.21 (Z50)

Biased Language Technology in a Social World

**Description:**
Is technology really as innocent and as objective as they are said to be? As machine learning (ML) and Artificial Intelligence (AI) becomes more prominent in our life from speech and voice recognition by Alexa to automatic fake news warnings of social media posts, issues with social bias and fairness in language technology become more pertinent than ever before. Negative impacts that biased ML and AI could have for various social identities such as race, gender and culture.

We first introduce the concept of bias in language technology, and the different types of biases  such as racial, gender, cultural biases. To begin to understand the cause of these biases, we will cover the basic underlying structure of some of the technologies such as Automatic Speech Recognition, hate speech detection and word association. To evaluate these biases, we will learn to generate test cases that can be used to evaluate trained systems, and the metrics that are used for measuring bias/fairness. Finally, we will cover the basics of bias mediation and techniques.

**Audience:** those interested in social factors (e.g., sociolinguistics, accents), digital humanities, computational ethics, and challenges in AI.

**Literature**Given the rapidly developing nature of this topic, there is not a single textbook, but rather we would sample from existing research papers and handbook chapters.

e.g., Barocas, S., Hardt, M., & Narayanan, A. (2019). Fairness and Machine Learning. 2019. URL: http://www.fairmlbook.org.

Feng, S., Kudina, O., Halpern, B. M., & Scharenborg, O. (2021). Quantifying bias in automatic speech recognition. arXiv preprint arXiv:2103.15122.

Garg, N., Schiebinger, L., Jurafsky, D., & Zou, J. (2018). Word embeddings quantify 100 years of gender and ethnic stereotypes. Proceedings of the National Academy of Sciences, 115(16), E3635-E3644.


**Tentative topics:**

Overview:

-   Can machines be biased? What is bias? What are the different types of biases?

-   Basics of language technologies

    -   Basics of Language models

    -   Basics of Sentiment analysis

    -   Basics of Vector semantics

    -   Basics of Automatic Speech Recognition

-  How to measure bias/fairness

    -  Automatic Speech Recognition (e.g., speech misperception)

    -  Classification system (e.g., hate speech detection)

    -  Analogical association (e.g., gender-bias (male-doctor, female-nurse), racial-bias (white-    doctor,black-janitor))

-  How to mediate bias/fairness

    -  Data representation

    -  Algorithmic solution

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich) - 2332.U1.47

Binge-Watching the Struggle: Gender- und Klassenverhältnisse in MAID (USA 2021). (Christoph Büttner)

Im Vordergrund von MAID (USA 2021, C: Molly Smith Metzler) stehen die
Erfahrungen einer jungen Mutter (Alex/Margaret Qualley) mit
patriarchaler Gewalt, Armut, Obdachlosigkeit und schlecht bezahlter
Hausarbeit. In diesem Sinne versucht sich die Netflix-Serie an einer (zu
fragen wäre: kritischen?) Auseinandersetzung mit einer US-Amerikanischen
Gegenwartsgesellschaft, die sie indes über eine Individualperspektive
vermittelt. Dabei verspricht MAID einem internationalen Publikum, „sich
mit ihren [i.e. Alex] Schwierigkeiten identifizieren und gleichzeitig
mit ihren Erfolgen mitfiebern [zu] können“, zielt also – nicht zuletzt
in ihren Inszenierungsstrategien – auf eine affektive Adressierung ihrer
Zuschauer*innenschaft. In dieser Grundkonfiguration der Serie stecken
zahlreiche, miteinander verwobene Schwierigkeiten, die wir im Seminar
gemeinsam herausarbeiten werden: Wie etwa steht die individuelle und
subjektive Fokalisierung der Serie zu ihrer gesellschaftsanalytischen
Ebene? Welcher Wissensformen und persuasiven Strategien bedient sie
sich? Welche Gender- und Klassenverhältnisse impliziert MAID für die von
ihr repräsentierte Gesellschaftsformation? Inwieweit lässt sich in
diesen Repräsentationen eine politische Positionierung erkennen? Und
welche Rolle spielt dabei der (kulturindustrielle)
Produktionshintergrund von Netflix? Um diese Fragen diskutieren zu
können, wird eine wöchentliche Lektüre wissenschaftlicher Literatur und
die Sichtung von Serienepisoden vorausgesetzt.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.04.2022 - ) - 2303.01.63 (Z 26)

Demografie

Im Seminar werden aktuelle Texte aus der Bevölkerungswissenschaft gelesen und diskutiert. Diese Texte beziehen sich unter anderem auf Fragen von Geburten, Todesfällen, Partnerwahl und Heiraten sowie Migration. Die Texte sind international ausgewählt und überwiegend auf Englisch. In der Regel basieren sie auf aktuellen empirischen Studien.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 04.04.2022 - 11.07.2022) - 2321.U1.76 (Z 69)

Eyes Wide Open - Kino und Blicktheorie

Der Sehsinn erschafft aus einem riesigen Strom an im Auge eintreffenden Informationen ein Abbild der Welt in unseren Köpfen. In der westlichen Wahrnehmung wird daher der Sehsinn als der Wichtigste aller Sinne betrachtet, galt dieser lange als Ort der Produktion von Bildern. Das Auge wurde also dem Körper entkoppelt und als alleinstehendes Merkmal für unsere Wahrnehmung deklariert. So sind, im Rahmen der Medienrezeption, Analysen entstanden, die die Synergien zwischen Filmwahrnehmung und dem visuellen Sinn untersuchen. Demnach obliegt der Blick einer patriarchalen Ordnung, welcher ideologische Bilder produziert (Vgl. Mulvey 1975). Diese ideologische Einflussnahme findet sich auch im Kino wieder. Die Kamera vereinnahmt den Blick der Zuschauer*innen und tritt an dessen Position. Die Zuschauer*innen werden zu Subjekten, deren Wahrnehmung durch die Kraft des Kinos als Machtapparat beeinflusst wird (Vgl. Baudry 1970). Ausgehend von der hierarchischen Aufstellung der Sinne, entstehen eine Reihe kritischer Fragestellungen, die die Ästhetik und Eigenschaften des Mediums Film für einen Diskurs öffnen. Beispielsweise wird das voyeuristische Wesen des Kinos in der feministischen Filmtheorie mittels Konzepte, wie etwa wie dem Male Gaze offengelegt und ideologische Blicke dekonstruiert (Vgl.Mulvey 1975, Williams 1990, Marks 2002). In zeitgenössischen Theorien der Filmwissenschaft werden dialogische Beziehungen zwischen Film und Körperlichkeit der Zuschauer*innen berücksichtigt, die die Kinoerfahrung als synästhetisch-körperliche Erfahrung fassen (Sobchack 1992) – und sie damit terminologisch nicht auf die bloße Unterwerfung des Blicks reduzieren.

Das Vorhaben des Seminars besteht darin, beginnend von der Ontologie des Sehens bis hin zur Praxis des Filmeschauens, einen angewandten Diskurs auf queer-feministische Konzepte von Subjekt-Objekt-Beziehungen zu öffnen sowie das Kino als einen Ort synästhetischer Wahrnehmung zu erleben.

Das Seminar bietet zudem einen theoretischen Exkurs in die filmanalytische Betrachtungsweise von formal-ästhetischen Gestaltungsmitteln sowie Mise en Scéne, um die diegetischen Perspektiven des Films zu analysieren. Neben der Aufarbeitung von psychoanalytischen bis filmtheoretischen Texten werden unterstützend zur Veranschaulichung Filme wie Eyes Wide Shut (R: Stanley Kubrick, 1999), Peeping Tom (R: Michael Powell, 1959), Pink Narcissus (R: James Bidgood, 1971) oder auch Enter the Void (R: Gaspar Noé, 2009) diskutiert.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich) - 2421.01.85 (Z121)

Gender Studies / Media Studies - Eine Einführung

Der Begriff "Gender" ist allgegenwärtig – er wird in hitzigen Debatten über Sprachgebrauch aufgebracht und in reaktionärer Polit-Rhetorik als Mittel, um progressive Tendenzen verächtlich zu machen. Es ist jedoch unvermeidlich, über Gender zu sprechen, wenn es um Körper, Gehälter, Sexualität, Identität, Bildung, Gesetze, Religion sowie politische und mediale Repräsentationen geht. Ziel des Kurses ist es, "Gender Studies" als ein vergleichsweise junges, interdisziplinäres Feld nachzuvollziehen und verschiedene Konzepte zu beleuchten, was Gender ist oder sein kann.

Der Kurs richtet sich an Studierende, die sich für Gender Studies interessieren, gleichermaßen auch an diejenigen, die sich in diesen Diskursen (noch) nicht gut auskennen und ein grundlegendes Verständnis des Begriffes, seiner Bedeutungen und Auswirkungen erwerben möchten. Es werden theoretische Schlüsseltexte gelesen, und die konzeptuellen Gender-Theorie-Werkzeuge im Folgenden für die Analyse von Artefakten in verschiedenen Medienformen genutzt. Diese umfassen Literatur, Popmusik, audiovisuelle und Bildmedien.

Unterrichtssprache ist Deutsch. Einige Texte werden im englischen Original gelesen.

Der Kurs wird als Intensivkurs / Blockseminar vom 18.-21. Juli, 10-16 Uhr abgehalten.

Mitte/Ende Mai (Termin noch festzulegen) gibt es ein Info-Meeting mit den interessierten Studierenden.

  • 10:00 - 16:00 (Blockveranstaltung, 12.09.2022 - 15.09.2022) - 2321.01.22 (Z 48)

Gender, Race und soziale Konstruktion

Sally Haslanger hat als Vertreterin des analytischen Feminismus immer wieder wichtige Beiträge zu den Themen RaceGender und Sozialontologie verfasst. Von diesen mittlerweile klassischen Positionen werden wir uns im Seminar einige anschauen. Haslanger versteht die soziale Konstruktion von Gender in Analogie zu der von Race und schlägt für beide Konzepte vor, sie als soziale Positionierungsmechanismen zu verstehen, die ungleiche soziale Verhältnisse hervorbringen und beständig reproduzieren. Aufgrund dessen lehnt sie individualistische psychologische Erklärungen für Diskriminierungs- und Vorurteilsformen wie Sexismus und Rassismus ab, sondern versteht diese als gesellschaftliche strukturelle und institutionelle Phänomene/Probleme, die man nur über kollektives Handeln und gesellschaftlichen Strukturwandel wirksam bekämpfen kann.

 

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich) - 2421.01.81 (Z20)

Gender, war and terrorism

In the studies on war and terrorism, gender is often approached as a difference between the sexes rather than a social construct signifying a relationship of power. The former approach does not tell us how gender impacts the relationships occurring in the background. In this seminar, we will use the perspective of gender as a construction to analyze power relations in war and conflict as well as inside the military and terrorist groups by unpacking its application to different social and cultural contexts and the conception of assigned gender roles.

This applies especially to conflict settings where gender is experienced differently across time, space, and cultures, depending on the discourse it operates within. Hence, experiencing gender construction differs from person to person, based on the encountered experiences, sociocultural expectations towards one's biological sex, and one’s positionality towards the discourse. In this seminar, we will see that gender power relations are not only applying to men exerting power over women but also within each of the categories (women-women, men-men, women-men).

In the seminar we will discuss questions, such as: Is war inherently masculine? Can women be the perpetrators? How does military masculinity affect the understanding of citizenship? We will attempt to find answers to those and more questions by surveying existing literature and debating the current topics in the field. Students will be introduced to the feminist theories and concepts on gender, war, and terrorism and shown how to incorporate them within the field of Political Science.

The seminar is separated into three main blocks. In the first block, we will discuss the theoretical and conceptual background on gender and war. The second block is devoted to sexual violence and war crimes. The third block deals with the variety of women’s roles in terrorist groups.

Seminar objectives:

At the end of the seminar the students will be able to:

  • Understand the main concepts and theories on gender, war and terrorism
  • Develop the capacity to study gender constructions from different angles
  • Critically engage with the discussed literature
  • Prepare independent research on war and terrorism using gender as an analytical category.

  • Freitag, 09:00 - 18:00 (Einzeltermin, 13.05.2022 - 13.05.2022) - 2421.01.82 (Z30)
  • Samstag, 09:00 - 18:00 (Einzeltermin, 14.05.2022 - 14.05.2022) - 2421.01.82 (Z30)
  • Freitag, 09:00 - 18:00 (Einzeltermin, 20.05.2022 - 20.05.2022) - 2421.01.82 (Z30)
  • Samstag, 09:00 - 18:00 (Einzeltermin, 21.05.2022 - 21.05.2022) - 2421.01.82 (Z30)

Genderbasierte Diskriminierung und sexualisierte Gewalt in der Wissenschaft

Genderbasierte Diskriminierung und sexualisierte Gewalt in der Wissenschaft wurden in der jüngeren wissenschaftssoziologischen und -ethischen Forschung als ein erhebliches Problem erkannt. Im Seminar werden wir uns mit den zentralen Konzepten und Ansätzen aus diesem Forschungsfeld beschäftigen. Insbesondere werden wir auf die Konzepte der Diskriminierung und sexualisierten Gewalt eingehen und verschiedene Diskriminierungstheorien vergleichend diskutieren. Ferner werden wir empirische Daten zu verschiedenen Formen der genderbasierte Diskriminierung und sexualisierten Gewalt in der Wissenschaft vergegenwärtigen und eine Reihe von Fallstudien zu diesem Thema betrachten. Vor diesem Hintergrund werden wir dann auf ethischen Aspekte dieses Themas eingehen. Beispielsweise werden wir diskutieren, welche Formen professioneller Verantwortung im Dozierenden-Studierenden-Verhältnis gelten sollten, welche moralischen Rechte durch genderbasierte Diskriminierung und sexualisierte Gewalt in der Wissenschaft verletzt werden und inwiefern sexuelle Übergriffe im Forschungskontext als wissenschaftliches Fehlverhalten aufgefasst werden können. Ferner werden wir auf konkrete institutionelle Regelungen zum Umgang mit genderbasierter Diskriminierung und sexualisierter Gewalt in wissenschaftlichen Institutionen eingehen. Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachbereiche, es werden keinerlei philosophischen, juristischen oder sozialwissenschaftliche Kenntnisse vorausgesetzt. Fachliteratur, Folien, Thesenpapiere und Online-Tests zum BN-Erwerb werden in ILIAS zugänglich gemacht.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich) - 2201.HS 2B (Z 101)

Internationale Bewegungen und Bildung in Japan

In allen Kulturen sind Bildung, Erziehung und Sozialisation kontroverse Praktiken.Sie sind in einem gesellschaftlichen Kontext eingebettet, der lokalspezifisch aber gleichzeitig untrennbar von internationalen Bewegungen ist. In diesem Seminar werden einige internationale Bewegungen besprochen (z.B.reformpädagogische, kommunistisch/sozialistische, feministische und Schwulen-Bewegungen).
Seminar-Teilnehmende, die einen BN erwerben möchten, sollen in einer Gruppenarbeit eine Forschungsfrage entwickeln und diese im Interview mit Studierenden der Sophia Universität (Tokyo) anwenden. Die erhobenen Daten sollen dann analysiert und präsentiert werden.

* Der Kurs ist auf 30 Studierende beschränkt (mit BN-Erwerb). Darüber hinaus sind aber Studierende, die an der Thematik Interesse haben, herzlich eingeladen (zugelassen) auch einfach so an dem Seminar teilzunehmen.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich) - 2303.01.43 (Z 44)

Queer Theory and Horror Fiction

Jeffrey J. Cohen argues that the monster is a “cultural body”, representing the anxieties and paranoia of its age. He also calls it the “harbinger of category crisis”: a monster is the embodiment of the liminal and the uncanny, disrupting of a social status quo and exposing its fragility. It evokes the fear of the unknown and the unconscious depths of our own selves, shaking at the foundations of society. It can also, however, open up secret pathways and provide us with forbidden — even perverse — glimpses of an alternative  world. While gothic novels and horror films can be used to evoke conservative paranoia, they can also challenge the very values they appear to represent. In the end, the question remains — who decides who gets to be a monster?

This class is considered with the intimate and uncanny relationship between sexual/gendered ‘deviancy' and the language and history of horror fiction. It explores the emergence of the gothic novel and modern categories of gender and sexuality in the 19th century and traces their influence on the 20th and 21st century horror film genre. BN requirements are regular participation + an in-class "expert session". If you miss more than 3 sessions, you will have to compensate your absence with an additional assignment. You can complete the course by writing a graded term paper or taking an oral exam. 

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich) - 2332.U1.47

Translating Queer Young Adult Literature

Young Adult Literature gehört mit zu den Genres, die am häufigsten aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt werden – und doch bleiben zahlreiche YA-Texte unübersetzt, besonders dann, wenn es um queere Inhalte geht.

In diesem Kurs werden wir uns mit der Frage beschäftigen, welche besonderen Herausforderungen es für Übersetzer*Innen queerer YA-Literatur gibt und wie wir uns ihnen stellen können. Wie übersetzen wir das Pronomen „they/them“ und wie lassen sich Neopronomen übertragen? Ist „gay“ dasselbe wie „schwul“? Heißt es im Deutschen „queer“ oder etwa „quer“? Was, wenn die Übersetzung durch transkulturelle oder stilistische Elemente noch komplexer wird? Mit solchen und ähnlichen Fragen werden wir uns anhand verschiedener zu übersetzender Textausschnitte beschäftigen. Wir werden uns auch die Frage stellen, welche der Romane übersetzt werden und welche nicht – und warum das der Fall sein könnte.

Die Ausschnitte aus Romanen wie Mason Deavers I Wish You All The Best, Mackenzi Lees Loki – Where Mischief Lies, Aiden Thomas’ The Cemetery Boys, und Klassikern wie Emily M. Danforths The Miseducation of Cameron Post werden als Scans zur Verfügung gestellt.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich) - 2321.U1.95 (Z 44)

Zur Geschichte Schwarzer Identitätspolitik im aktuellen deutschen Theater

In diesem Blockseminar wollen wir uns vor dem Hintergrund ihrer Geschichte mit der Gegenwart Schwarzer Identitätspolitik im deutschen Theater der Gegenwart befassen. Bereits hinsichtlich früher Schwarzer feministischer Bewegungen des 20. Jahrhunderts lässt sich von Identitätspolitik insofern sprechen, als dass damals marginalisierte Schwarze Frauen eine Sichtbarkeit für sich einforderten, die bis dahin weißen Menschen – vor allem Männern – vorbehalten war, während sich heute jeder progressive Feminismus intersektional sowohl mit race und gender als auch mit class befasst. Spätestens mit dem Combahee River Collective in den USA in den späten 1970er Jahren und dem Wirken Audre Lordes und May Ayims im Berlin der 1980er Jahre kamen Debatten auf, die bis ins aktuelle deutsche Theater hinein fortwirken, weil dann Schwarze Frauen von der Peripherie ins Zentrum der Dominanzkultur weißer Männer rückten und ihre Erfahrungsweisen anerkannt sowie ihre Stimmen gehört wissen wollten. Indem die historischen Akteur*innen Schwarzer Identitätspolitik auf spezifischen gesellschaftlichen Positionen und den damit verbundenen Sprecher*innenpositionen bestanden, wollten sie sich nicht nur von Gewaltverhältnissen emanzipieren, sondern die Sichtbarkeitsregime ihrer jeweiligen Gesellschaften insgesamt transformieren. Vor diesem Hintergrund werden wir uns neben Schlüsseltexten Schwarzer feministischer Identitätspolitik aus US-amerikanischen und deutschen Kontexten mit einer Auswahl exemplarischer künstlerischer Arbeiten jüngeren Datums aus dem deutschen Theater der Gegenwart befassen (Magda Korsinsky, Anta Helena Recke und Joana Tischkau), um zu untersuchen, wie diese mit jeweils spezifischen Mitteln kritische Interventionen innerhalb weißer deutscher Institutionen vollziehen.

  • Freitag, 10:00 - 20:00 (Einzeltermin, 15.07.2022 - 15.07.2022)
  • Samstag, 10:00 - 20:00 (Einzeltermin, 16.07.2022 - 16.07.2022)
  • Sonntag, 10:00 - 20:00 (Einzeltermin, 17.07.2022 - 17.07.2022)

Verantwortlichkeit: