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A-Z Diversity-Glossar

A

ADHS

Die Abkürzung ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Dahinter verbirgt sich eine der häufigsten psychischen Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Man nimmt an, dass etwa 2 bis 6 % aller Kinder und Jugendlichen unter krankhaften Störungen der Aufmerksamkeit und an motorischer Unruhe leiden. Charakteristisch für ADHS sind folgende drei Hauptsymptome: Hyperaktivität (übersteigerter Bewegungsdrang), Unaufmerksamkeit (gestörte Konzentrationsfähigkeit) und Impulsivität (unüberlegtes Handeln). Die einzelnen Symptome können jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt sein und müssen nicht immer alle gleichzeitig auftreten. Die Behandlung von ADHS stützt sich heute auf mehrere Säulen: Individuell kombiniert werden nach Aufklärung und Beratung aller Betroffenen eine Psychotherapie, z. B. Verhaltenstherapie des Kindes, Eltern- und Lehrer*innentraining sowie im Einzelfall auch eine medikamentöse Therapie, (vgl. Bundesministerium für Gesundheit).

Agnostizismus

Der Agnostizismus ist eine Weltanschauung, nach der die Möglichkeit einer Existenz des Göttlichen bzw. Übersinnlichen rational nicht zu klären ist, also weder bejaht noch verneint wird. Es ist die von T. H. Huxley 1869 geprägte Bezeichnung für die Überzeugung, dass die metaphysische Frage nach Gott unlösbar sei; allgemeine Sammelbezeichnung für religiöse und philosophische Lehren, die zwar die Erkennbarkeit transempirischer Realitäten leugnen, nicht aber, wie etwa beim Atheismus, deren Existenz, (vgl. DudenBrockhaus).

Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA)

Der AStA ist die Vertretung der Studierenden an der Universität. Als Gremium der studentischen Selbstverwaltung arbeitet der AStA unabhängig von der Universität und ihrem Rektorat. Die Mitglieder des AStA vertreten die Interessen aller Studierenden gegenüber der Universität, der Öffentlichkeit und der Politik und sind somit ein wichtiger Akteur, den Zielen und Anliegen von vielfältigen Studierenden Gehör zu verschaffen. Außerdem bietet der AStA eine Vielzahl von Beratungsstellen, Veranstaltungen und Austausch rund um die einzelnen Diversity Dimensionen der HHU an.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Mit dem im Jahr 2006 auf Bundesebene in Kraft getretenen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sollen Benachteiligungen aus Gründen der Rasse und der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion und der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindert bzw. beseitigt werden. Der Gesetzgeber hat dabei ausdrücklich auch das Beschwerderecht von Beschäftigten festgeschrieben. (Siehe auch: Beschwerdestelle nach §13 AGG).

Alter und Generation

Diese Dimension steht für das Alter eines jeden Menschen und die damit verbundenen soziokulturellen Zuschreibungen von Status und Hierarchie sowie den daraus wechselnden Bedürfnissen und Fähigkeiten, die sich im Prozess des biologischen Alterns ergeben. Neben dem biologisch festgelegten Alter geht es auch darum, wie sich eine Person selbst erlebt und wie sie von anderen wahrgenommen wird. Hierzu zählen auch die fremde und die eigene Zuordnung zu einer bestimmten Altersgeneration. Im Kontext der HHU steht diese Dimension auch für verschiedene „Lebensabschnitte“ bzw. den „Lebenszyklus“ an einer Universität. So gibt es z. B. zielgruppenspezifische Angebote und Maßnahmen für Erstsemester oder Tenure-Track-Professuren. Diversity-Dimension Alter und Generation an der HHU

Androgyn

Das Wort „Androgyn" setzt sich aus dem griechischen „andros" für Mann und „gyne" für Frau zusammen. Androgyn wird hierbei sowohl als Bezeichnung für eine Geschlechtsidentität, die weibliche und männliche Attribute vereinigt, verwendet als auch zur Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes (Kleidungsstil und Auftreten) einer Person (vgl. https://www.bpb.de/gesellschaft/gender/geschlechtliche-vielfalt-trans/245426/lsbtiq-lexikon?p=2).

Angsterkrankungen

Bei Angsterkrankungen ist die Angst das maßgebliche Symptom, wobei den Betroffenen die Ursachen häufig nicht bewusst sind. Gefühle der Angst bis hin zur Panik können nur schwer durch Betroffene kontrolliert werden und belasten diese oftmals psychisch und physisch sehr stark. Durch langanhaltende Angstzustände entstehen starke Einschränkungen in allen Lebensbereichen, (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).

Antisemitismus

Bezeichnet die Feindseligkeit gegenüber Juden. Antisemitismus ist mehr als Fremdenfeindlichkeit, auch mehr als ein soziales oder religiöses Vorurteil. Er ist eine antimoderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache aller Probleme sieht, (vgl. Bundezentrale für politische Bildung).

Asexuell/Asexualität

Asexuelle Menschen haben kein Verlangen nach Sexualität mit anderen Menschen. Auch hier gibt es – wie so oft, wenn es um die sexuelle Identität geht – verschiedene Varianten. Manche asexuelle Menschen verlieben sich und möchten körperliche Nähe und Zärtlichkeit zu ihrem*r Partner*in, haben aber darüber hinaus keinerlei Bedürfnis nach Sexualität mit ihm*ihr. Anderen hingegen ist auch das Gefühl romantischer Liebe fremd (aromantisch), (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Asperger-Syndrom

Beim Asperger-Syndrom handelt es sich um eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die dem Autismusspektrum zugeordnet wird. Insbesondere die soziale Interaktion, Konzentration und Kommunikation bereiten den Betroffenen Probleme. Sie haben Schwierigkeiten, das Denken und Empfinden anderer wahrzunehmen, sich in diese hineinzuversetzen und zu begreifen, selbst wenn sie in anderen Teilbereichen weit überdurchschnittlich leistungsfähig sind. Die Interessen der Betroffenen sind meist auf bestimmte Gebiete begrenzt, wobei manche von ihnen gerade auf dem Gebiet ihres besonderen Interesses außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen. Man spricht dann von einer „Inselbegabung“, (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).

Asthma

Bei Asthma bronchiale – meist vereinfachend als Asthma bezeichnet – handelt es sich um eine chronische Atemwegserkrankung. In den Atemwegen von Menschen mit Asthma besteht andauernd (chronisch) eine Entzündung, die mit einer erhöhten Empfindlichkeit des Bronchialsystems gegenüber verschiedenen Reizen einhergeht. Diese so genannte bronchiale Hyperreagibilität und die permanente Entzündung führen über mehrere Mechanismen zu einer Verengung der Bronchien (=Atemwegsobstruktion), welche die asthmatypischen Symptome hervorruft. Dazu zählen pfeifende Atmung, Kurzatmigkeit und Luftnot, ein Enge-Gefühl in der Brust oder auch nur Husten. Ein charakteristisches Merkmal dieser Erkrankung ist, dass die Symptome anfallsartig auftreten, sich wieder zurückbilden, um dann beim nächsten Anfall erneut aufzuflammen, (vgl. Lungeninformationsdienst).

Atheismus

Der Atheismus ist eine Weltanschauung, die die Existenz Gottes, einer göttlichen Weltordnung oder auch nur den geltenden Gottesbegriff verneint. Die Anhänger*innen einer solchen Anschauung heißen Atheist*in. Der Begriff Atheismus kommt aus dem Griechischen átheos und bedeutet »ohne Gott« und ist eine humanistische Wortbildung des 16. Jahrhunderts. Atheismus ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit Unglauben und zu unterscheiden vom Agnostizismus, der die Frage der Existenz Gottes offenlässt. Anhänger*innen des Atheismus gab es schon seit Entstehung der Bibel, (vgl. Brockhaus).

Auslandsbeauftragte der Fakultäten

Der*die Auslandsbeauftragte (meistens Professor*in) fungiert als institutionalisierte*r Ansprechpartner*in innerhalb der Fakultät und als Sprecher*in für selbige. Zum Aufgabenbereich gehören unter anderem die Etablierung internationaler Kooperationen mit Universitäten auf Fakultätsebene sowie die Vertretung internationaler Themen ihrer Fakultäten in Gremien. Sie bilden die offizielle Schnittstelle zwischen Fakultät und Prorektorat für Internationales und sorgen für den Informationsaustausch.

 

Auslandsbotschafter*innen der Fakultäten

Seit April 2017 ist ein*e Auslandsbotschafter*in (wissenschaftliche Hilfskraft) pro Fakultät im Studiendekanat strukturell verankert. Sie fungieren als operative Kommunikations- und Informationsschnittstelle zwischen den Fakultäten, der Prorektorin für Internationales und anderen internationalen Einrichtungen der HHU. Ihre grundsätzlichen Tätigkeitsfelder sind zudem die Kommunikation, Koordination, Bearbeitung und ggf. Vernetzung der verschiedenen Anliegen, die Beratung und aktive Unterstützung bei Planung, Umsetzung und Einwerbung internationaler Projekte, bei Universitätspartnerschaften, der Dozierendenmobilität und Gastdozierenden.

Autismus

Autismus ist eine komplexe und vielgestaltige neurologische Entwicklungsstörung. Häufig bezeichnet man Autismus bzw. Autismus-Spektrum-Störungen auch als Störungen der Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung, die sich auf die Entwicklung der sozialen Interaktion, der Kommunikation und des Verhaltensrepertoires auswirken (Autismus Deutschland e.V.).


B

Beauftragter des Arbeitgebers für die Angelegenheiten schwerbehinderter Menschen

Der Beauftragte hat insbesondere die Aufgabe darauf zu achten, dass der Arbeitgeber seine Verpflichtungen zum Schutz und zur Förderung Schwerbehinderter einhält. Er unterstützt, informiert und berät die Hochschule gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen des Personaldezernats bei der Einrichtung, Besetzung und Finanzierung von schwerbehindertengerechten Arbeitsplätzen. Darüber hinaus berät der Beauftragte sowohl Vorgesetzte als auch Mitarbeiter*innen bei Problemen bezüglich der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Er berichtet der Hochschulleitung über den Stand schwerbehindertenbezogener Bau- und Umbaumaßnahmen und unterstützt die Erfüllung der Beschäftigungspflicht (Quote) durch Beratung und Förderung.

Website Beauftragter des Arbeitgebers für die Angelegenheiten schwerbehinderter Menschen

Beauftragte und Beratungsstelle für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen (BBSt)

Der Beauftragte und die Beratungsstelle beraten und unterstützen bei Schwierigkeiten im Studium, die sich aufgrund einer Behinderung oder chronischen Erkrankung ergeben. Studierende können sich mit konkreten Anliegen wie Nachteilsausgleichen, Finanzierungshilfen, Anträgen bei Ämtern, oder auch mit allgemeinen Fragen zur Unterstützung vor und während des Studiums an diese Stellen wenden. Darüber hinaus sind dem Bedarf entsprechende, weitere Hilfestellungen durch studentische Mitarbeitende möglich, wie zum Beispiel Begleitungen auf dem Campus, Unterstützung bei der Literaturbeschaffung oder das Umsetzen von Büchern.

Website Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

Website Beratungsstelle für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

Beschwerdestelle nach §13 AGG

Die Beschwerdestelle ist per Gesetz (§13 AGG) die an der HHU zuständige Stelle, die Beschwerden von benachteiligten/diskriminierten Mitarbeiter*innen entgegen zu nehmen, diese zu prüfen und zu bewerten. Soweit erforderlich empfiehlt sie  – Maßnahmen zur Abhilfe. Selbstverständlich berät die Beschwerdestelle auch Studierende bei Fragen, geht Hinweisen nach und nimmt Beschwerden von Studierenden über Diskriminierungen entgegen. (Siehe auch: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)).

Homepage Beschwerdestelle nach §13 AGG

Bias

„Bias" lässt sich u.a. mit „Voreingenommenheit" übersetzen und wird insbesondere in kulturell-ethnischen, geschlechtlichen, sexuellen und sprachlichen Kontexten sichtbar. Alle Menschen neigen in bestimmten Situationen zur Voreingenommenheit und damit zu Vereinfachungen von komplexen Sachverhalten. Der Anti-Bias-Ansatz arbeitet mit vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung, um sich der verzerrenden Wirkungen des Bias bewusst zu machen (vgl. https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/223777/diversity).

Bildungshintergrund

Die Dimension bezieht sich im Allgemeinen auf die verschiedenen schulischen und sozialen Hintergründe einer Person (z. B. akademisches oder nicht-akademisches Elternhaus, Art des Schulabschlusses und der weiteren (Aus-)Bildung, Art der Hochschulzugangsberechtigung usw.). Im Kontext der HHU geht es vor allem um die verschiedenen schulischen und sozialen Hintergründe sowie Zugangsvoraussetzungen, die Studieninteressierte mitbringen, und darum, welchen Werdegang sie damit an der HHU einschlagen können. Diesen Bereich unterstützt vor allem das Studierendenservice Center der HHU und der AStA. Diversity-Dimension Bildungshintergrund an der HHU

Bisexuell/Bisexualität

Bisexuelle Menschen fühlen sich sexuell und/oder emotional sowohl zu Männern, als auch zu Frauen hingezogen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie gleichzeitig mit einem Mann und einer Frau zusammen sein müssen, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).


C

Chronisch-somatische Erkrankungen

Sind u.a.: Allergien; Anfallsleiden wie Epilepsie, Asthma, Erkrankungen des Immunsystems, Nieren- und Herzerkrankungen, Rheumatische Erkrankungen, Multiple Sklerose und Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes. Die Betroffenen leiden i.d.R. mehr unter den Vorurteilen ihrer Mitmenschen als an der Erkrankung selbst. Aufgrund der Vielfalt an Erkrankungen gestaltet sich auch der jeweilige Umgang damit sehr unterschiedlich. Auslöser sind u.a. Reizstoffe und stressige Situationen, die es zu vermeiden gilt. Daraus resultierende Konsequenzen für die Lebensführung können unter anderem die Einnahme von Medikamenten, ein erhöhter Bedarf an Pausen, das Essen zu streng vorgegebenen Zeiten und häufige Behandlungstermine sein. Auftretende Krankheitsschübe, Schmerzen oder die Einnahme von Medikamenten können Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen oder andere Beeinträchtigungen auslösen. Oft verschlechtert sich der Gesundheitszustand schub- oder phasenweise. Dadurch bedingt, erschwert sich die regelmäßige Teilnahme an Lehrveranstaltungen. Studienunterbrechungen können die Folge sein, (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).

Cis(gender)

Cis(gender) ist das Gegenteil von Trans(gender), bezeichnet also Menschen, deren Geschlechtsidentität mit ihrem körperlichen Geschlecht, das ihnen nach der Geburt zugewiesen wurde, übereinstimmt, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Coming Out

Coming out describes the step of going public with one's own sexual orientation and/or identity. Coming out is a process that people take on a self-determined basis and in steps they choose themselves. It is not to be confused with coming out, which is usually initiated by third parties against their will (see Primer of the Many Small Differences Different and Same NRW).

Community

Community heißt Gemeinschaft – also eine Gruppe von Menschen, die sich in einer vergleichbaren oder ähnlichen Lebenssituation befinden, ähnliche Erfahrungen gemacht haben und/oder bestimmte Merkmale teilen. So gibt es z.B. die LGBTI-Community, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität ähnliche Erfahrungen teilt und in diesem Zusammenhang aktiv ist, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

CSD

Unter der Abkürzung CSD ist er mittlerweile wohl besser bekannt als unter seinem vollen Namen: Christopher Street Day. Am 28. Juni 1969 setzten sich Trans*-Personen, Schwule und Lesben gegen eine Razzia der Polizei im Szene-Lokal „Stonewall Inn“ in der New Yorker Christopher Street zur Wehr. Der mutige und spektakuläre Aufstand gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Trans*-Personen ging um die Welt und machte die Christopher Street berühmt. Seither wird der Christopher Street Day in vielen Ländern mit Paraden und Straßenfesten gefeiert, um für Akzeptanz und Anerkennung zu demonstrieren und die eigene Lebens- und Liebesform mit Stolz (engl. Pride) zu zeigen, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).


D

Depression

Viele Betroffene klagen anfangs über allgemeinen Leistungsabfall und diffuse körperliche Beschwerden, über Appetitverlust und Schlafstörungen. Hinzu treten Freude- und Interessenverlust, allgemeine Lustlosigkeit und Entscheidungsunfähigkeit. Manche beklagen eher Gefühle von Gleichgültigkeit als eine besondere Traurigkeit, andere fühlen sich auch innerlich unruhig und getrieben und leiden unter Ängsten. Depressionen sind eine weit verbreitete Erkrankung. Gekennzeichnet ist diese durch Gefühle wie Niedergeschlagenheit, Erschöpfungsgefühl, Traurigkeit, ein niedriges Selbstwertgefühl und viele weitere Merkmale. Depressionen können wiederkehrend oder langfristig auftreten und lassen sich psychotherapeutisch und medikamentös behandeln, (vgl. Bundesministerium für Gesundheit; Didaktikleitfaden BBSt).

Diabetes

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist ein Überbegriff für verschiedene Störungen des Stoffwechsels. Allen gemeinsam ist, dass sie zu erhöhten Blutzuckerwerten führen, weil die Patientinnen und Patienten einen Mangel des Hormons Insulin haben und/oder die Insulinwirkung vermindert ist, (vgl. Bundesministerium für Gesundheit).

Diskriminierung

Diskriminierung bezeichnet eine ungerechtfertigte Benachteiligung und oder herabsetzende Verhaltensweisen gegenüber anderen Menschen. Diskriminiert werden in der Regel (soziale) Minderheiten. Grundlage der Diskriminierung sind meist bestimmte Wertvorstellungen sowie unreflektierte, auch unbewusste Vorurteile oder Gefühlslagen, infolge deren andere (mitunter ganze Völker, Religionen etc.) z.B. als »Sündenböcke« abgestempelt werden (Antisemitismus; Islamophobie, Rassismus usw.). Dabei geht es um die Verwendung von kategorialen, das heißt vermeintlich eindeutigen und trennscharfen Unterscheidungen zur Herstellung, Begründung und Rechtfertigung von Ungleichbehandlung mit der Folge gesellschaftlicher Benachteiligungen. Den Diskriminierten wird der Status des gleichwertigen und gleichberechtigten Gesellschaftsmitglieds bestritten; ihre faktische Benachteiligung wird entsprechend nicht als ungerecht bewertet, sondern als unvermeidbares Ergebnis ihrer Andersartigkeit betrachtet, (vgl. Brockhaus; Bundeszentrale für politische Bildung).

Diversity

Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet Vielfalt/Vielfältigkeit/Diversität. Dabei geht es darum, dass jeder Mensch durch gewisse physische und psychische sowie soziokulturelle Merkmale einzigartig ist. Auf Grund dieser verschiedenen Merkmale sollte aber niemand ausgegrenzt, diskriminiert oder benachteiligt werden. Diversity an der HHU steht für die Vielfalt bzw. Unterschiedlichkeit von Einstellungen und Perspektiven, die sich aus individuellen Personenmerkmalen und Lebensstilen (= Dimensionen) ergeben.     
Da für die HHU Vielfalt ein wichtiges Handlungsfeld ist, gibt es eine Vielzahl von Akteur*innen, die sich im Bereich Diversity engagieren und die eine große Bandbreite diesbezüglicher Maßnahmen initiieren und durchführen.

Diversity Management

Diversity management is about using and valuing the diversity within a group of people interacting in a wide variety of ways and creating an atmosphere free of discrimination. The most important thing here is to understand that diversity and people's individual differences are something positive and that these can contribute to the success and satisfaction of all group members through targeted support and organization. This results in diverse perspectives and ideas, as well as greater potential and higher chances of success. The importance that HHU attaches to diversity management is reflected, among other things, in the permanent establishment of the Diversity Coordination Office in the area of responsibility of the Prorector for Strategic Management and Equal Opportunity. The Coordination Office supports the various internal units of the university in the further development and networking of measures and offerings in the area of diversity and advises the university management in all matters related to the topic of diversity. HHU participates in the diversity audit "Vielfalt gestalten" ("Shaping Diversity") of the Stifterverband, which serves as a starting point for further strategic development of the area of diversity management.

Diversity-Dimensionen

Beschreiben physische und psychische sowie soziokulturelle Merkmale, die jedem Menschen bei der Geburt sowie über die Lebenszeit hinweg zugeschrieben werden (können) und mit denen sich Menschen selbst identifizieren (können). So besitzt jeder Mensch in der Regel von Geburt an eine Nationalität und ein biologisches Geschlecht, die sich ggf. auf eigenen Wunsch oder durch bestimmte Situationen verändern können. Dimensionen wie „Familiäre Situation und Lebensentwurf“ sowie das „Alter und Generation“ verändern sich während der Lebenszeit und gehen mit wechselnden Bedürfnissen und Fähigkeiten einher. In Anlehnung an Loden & Rosener (1991) und unter Berücksichtigung des speziellen universitären Kontexts der Heinrich-Heine-Universität (HHU) wurden im Rahmen eines aktiven Diskurses die im Folgenden genannten acht Dimensionen als relevant erkannt: „Alter und Generation“, „Familiäre Situation und Lebensentwurf“, „Körperliche und geistige Fähigkeiten“, „Bildungshintergrund“, „Inter-/Nationalität und Kultur“, „Weltanschauung und Religion“, „Geschlecht und Geschlechterrolle“ sowie „Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“.


E

Erasmusbeauftragte der Fakultäten

Die Erasmusbeauftragten (wissenschaftliche Mitarbeiter*innen), von denen es in allen Fakultäten pro Fach bzw. Institut mindestens eine*n gibt, sind die erste fachbezogene Anlaufstelle für Studierende, die hauptsächlich im europäischen Ausland studieren oder ein Praktikum machen möchten bzw. aus dem europäischen Ausland an die HHU kommen. Sie beraten, unterstützen beim Bewerbungsprozess für das Erasmus-Programm, treffen die Auswahl der Bewerbenden und helfen bei der Leistungsanerkennung sowie der Verlängerung des Auslandsaufenthaltes. Des Weiteren sind sie ebenfalls Ansprechpersonen für Dozierende bezüglich Staff Mobility, Gastdozierende und Kooperationsverträgen mit Universitäten über das Erasmus+-Programm. Bei Fragen rund um das nichteuropäische Ausland hilft das International Office.

Exklusion

Exklusion bedeutet Ausschließung oder Ausgrenzung einer Person oder Gruppe aufgrund bestimmter körperlicher, psychischer oder soziokultureller Merkmale innerhalb einer Gesellschaft, Organisation usw. Ein Beispiel ist die Exklusion von zugewanderten Personen aus der Gesellschaft, (vgl. Duden).


F

Familiäre Situation und Lebensentwurf

Hierbei geht es um den familiären Kontext und um unterschiedliche Lebensentwürfe einer jeden Person, die sich im Laufe eines Lebens verändern und ggf. das Studien- und Arbeitsleben beeinflussen können. Dies beinhaltet zum Beispiel den Familienstand einer Person und/oder die Erziehung von Kindern und/oder die Pflege von Angehörigen. Dabei geht es nicht um den familiären und sozialen Hintergrund einer Person und in welchen Verhältnissen diese aufgewachsen ist (siehe auch Dimension „Bildungshintergrund“). Die Vereinbarkeit von Familie und Studium bzw. Beruf sind für die HHU als familienfreundliche Universität von großer Bedeutung. Diese wird auch durch die kontinuierliche Teilnahme am Audit zur familiengerechten Hochschule sowie dem FamilienBeratungsBüro aktiv gefördert. Diversity-Dimension Familiäre Situation und Lebensentwurf an der HHU

FamilienBeratungsBüro (FBB)

Das FamilienBeratungsBüro der HHU ist eine Beratungs- und Vermittlungsstelle für Studierende und Mitarbeitende der Universität und des Universitätsklinikums, das Unterstützung für die Vereinbarkeit von Familie und Studium bzw. Familie und Beruf bietet. Das FBB unterstützt und vermittelt bei familienbezogenen Fragen von Studieren und Arbeiten mit Partner*in und Kind bis hin zur Betreuung von Pflegebedürftigen, hilft bedarfsgerechte und individuelle Kinderbetreuung zu finden, begleitet in Ausnahme- und Notfallsituationen und bietet z.B. auch Ferienfreizeiten in den Schulferien an.

Website FamilienBeratungsBüro

 

Fremdenfeindlichkeit

Ist eine ablehnende und feindselige Haltung gegenüber allem, was gegenüber den vertrauten Lebensumständen als fremd und deshalb als bedrohlich empfunden wird. Fremdenfeindlichkeit richtet sich gegen Menschen, die sich durch Herkunft, Nationalität (s.a. Ausländerfeindlichkeit), Religion (s.a. Antisemitismus, s.a. Islamophobie usw.) oder Hautfarbe (s.a. Rassismus) von der eigenen Umwelt unterscheiden, (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung).


G

Gehörlosigkeit

Gehörlose, die bereits vor der Geburt oder dem Spracherwerb kein Hörvermögen besitzen, entwickeln Beeinträchtigungen der Sprachfähigkeit (Taubstummheit). Die Betroffenen verständigen sich durch Gebärdensprache. Die Lautsprache wird wie eine erste Fremdsprache erlernt, wodurch Fehler in Laut- und Schriftsprache entstehen und der Wortschatz geringer entwickelt sein kann. Bei später erworbenen Formen der Gehörlosigkeit handelt es sich meist um eine Schädigung des Innenohrs oder der Hörbahnen als Folge einer Gehirnentzündung, (vgl. Didaktikleitfaden BBSt; Brockhaus).

Gender

Die bloße Übersetzung von „Gender“ in „Geschlecht“ reicht nicht aus. Gender meint das „soziale Geschlecht“, das sich unabhängig von körperlichen Merkmalen manifestieren kann. Das soziale Geschlecht muss also nicht dem biologischen Geschlecht entsprechen, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Geschlecht und Geschlechterrolle

Diese Dimension bezieht sich zum einen auf das biologische Geschlecht („sex“ – aus dem Englischen) eines jeden Menschen, das bei der Geburt definiert wird und in der Regel äußerlich erkennbar ist, zum anderen auf die mit dem biologischen Geschlecht einhergehenden Lebensweisen und soziokulturellen Zuschreibungen von bestimmten Charaktereigenschaften, Rollenverteilungen, Geschlechterrollen und Verhaltensregeln, auch „gender“ (aus dem Englischen) genannt. Die HHU nimmt hier vor allem die Chancengleichheit von Frauen und Männern in den Blick. Dieses Ziel wird aktiv durch die zentrale Gleichstellungsbeauftragte und ihre Vertreterinnen innerhalb der Fakultäten, der Studierendenschaft und der zentralen Verwaltung sowie durch den AStA und die Gleichstellungskommission verfolgt. Diversity-Dimension Geschlecht und Geschlechterrolle an der HHU

Geschlechtergerechte Sprache

Geschlechtergerecht meint die gerechte Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders von Frauen, Männern und Menschen außerhalb des binären Geschlechterspektrums, insbesondere bezogen auf wirtschaftliche und politische Belange. In Bezug auf die Sprache geht es dabei ebenfalls um eine gerechte Gestaltung dieser, da häufig nur männliche Bezeichnungen (das sogenannte generische Maskulinum) verwendet werden. Beispiel: Studenten; geschlechtergerecht: Student*innen oder Studierende, (vgl. Duden; Geschlechtergerechte Sprache GSB).

(Zentrale) Gleichstellungsbeauftragte (GSB)

Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte nimmt gem. des Hochschulgesetzes NRW und des Landesgleichstellungsgesetzes NRW die Belange der Frauen an der HHU wahr, die Mitglieder oder Angehörige der HHU sind oder sich beworben haben. Sie wirkt auf die Einbeziehung gleichstellungsrelevanter Aspekte bei der Erfüllung der Aufgaben der HHU hin, insbesondere bei der wissenschaftlichen, administrativen und technischen Arbeit, bei der Entwicklungsplanung und bei der leistungsorientierten Mittelvergabe. Die zentrale, die studentische, die Verwaltungs- und die fakultären GSB der HHU setzen ihre Aufgaben u.a. durch umfassende Beratung, Unterstützung, Förderung und Mentoringangebote für weibliche Studierende und Beschäftigte um.

Website Gleichstellungsbeauftragte

Gleichstellungskommission

Zur Beratung und Unterstützung bei der Erfüllung des Gleichstellungsauftrags bildet der Senat der HHU eine Gleichstellungskommission. Ihr gehören die zentrale Gleichstellungsbeauftragte und jeweils eine Frau und ein Mann aus der Gruppe der Hochschullehrenden, der akademischen Angestellten und der Angestellten aus Technik und Verwaltung sowie der Studierenden an. Die Stellvertreterinnen der zentralen Gleichstellungsbeauftragten, die Fakultätsgleichstellungsbeauftragten und ihre Stellvertreterinnen gehören der Kommission mit beratender Stimme an. Die Gleichstellungskommission leistet aktive Unterstützung bei der Gleichstellungsarbeit zur Gleichberechtigung von Mann und Frau. Daneben obliegt ihr die Mitbestimmung und Beratung bei der Erstellung von Frauenförderplänen sowie deren Fortschreibung und Ausgestaltung. Die Bestellungen der Gleichstellungsbeauftragten und deren Stellvertreterinnen erfolgt durch den Senat auf Vorschlag der Gleichstellungskommission.

Website Gleichstellungskommission


H

Handreichung für diversitysensible Lehre

Um der Vielfalt an der Universität und dem darin liegenden Potenzial in der Lehre gerecht zu werden, bedarf es eines Lehransatzes, bei dem Diversity-Aspekte stärker Beachtung finden. Die „Handreichung für die diversitätssensible Lehre“ und die erweiterte digitale Fassung zielen darauf ab, allen Studierenden eine erfolgreiche Beteiligung am Lernprozess zu ermöglichen. Sie sind Teile der Gesamtstrategie des Rektorats zur Förderung diversitätsbewusster Perspektiven auf den institutionellen Ebenen der Lehre, Forschung und Verwaltung der HHU. Ziel des Leitfadens ist es, Lehrende durch praktische Tipps dabei zu unterstützen, ihre diversitätssensible Perspektive weiter zu schärfen.
Die Handreichung als PDF-Download, sowie einen genaueren Einblick in ihre Inhalte finden Sie hier.

HeRA

Die Heine Research Academies sind ein Zusammenschluss der fakultären Graduiertenakademien Interdisciplinary Graduate and Research Academy Düsseldorf (iGRAD), Medical Research School Düsseldorf (medRSD) und Faculty of Arts and Humanities Graduate Academy Düsseldorf (philGRAD) und des Junior Scientist and International Researcher Centers (JUNO). Gemeinsam unterstützen sie die gezielte Karriereentwicklung des (internationalen) wissenschaftlichen Nachwuchses an der HHU. Sie bieten neben einem umfangreichen Beratungsservice inklusive eines Tutor-Service für internationale Nachwuchswissenschaftler*innen ein breitgefächertes Weiterbildungsprogramm zur Erlangung von Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen für Promovierende, Postdocs und Betreuende an.

HeRA Website

Heterosexuell/Heterosexualität/Heteronormativität

Heterosexuelle Menschen fühlen sich emotional und/oder sexuell von Menschen des ungleichen, also des anderen Geschlechts angezogen. Lange Zeit galt Heterosexualität, also Sexualität zwischen Männern und Frauen, als Norm. Andere Formen der Sexualität wurden dagegen als Abweichung oder gar als Krankheit betrachtet. Diese Haltung wird „Heteronormativität“ genannt, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

HIV

HIV ist eine Abkürzung und bedeutet „Humanes Immundefizienz-Virus“. Das bedeutet übersetzt: menschliches Abwehrschwäche-Virus. HIV schädigt die körpereigenen Abwehrkräfte. Daher kann der Körper eindringende Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren nicht mehr bekämpfen. Im Verlauf der Infektion treten bestimmte lebensbedrohliche Erkrankungen auf, zum Beispiel schwere Lungenentzündungen. Dann spricht man von AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome, deutsch: erworbenes Immunschwächesyndrom), (vgl. aidshilfe).

Homophobie/Heterosexismus

Wer heute von Homophobie spricht, meint damit in der Regel alle negativen Einstellungen gegenüber Lesben und Schwulen, die sich in Vorurteilen und Abwertung, der Befürwortung von Diskriminierung bis hin zur Gewaltausübung äußern können. Der Begriff Homophobie wird mittlerweile oft kritisch gesehen, weil es sich in den allermeisten Fällen nicht um eine pathologische Angst handelt. Immer öfter werden die Begriffe Homonegativität oder Homofeindlichkeit verwendet, um zu verdeutlichen, dass es sich um abwertende oder feindliche Einstellungen gegenüber Lesben und Schwulen handelt. Von einigen wird der Begriff Heterosexismus als noch passender empfunden, womit die Abwertung von nicht-heterosexuellen Orientierungen, Verhalten, Beziehungen oder Gemeinschaften gemeint ist, vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Homosexuell/Homosexualität

Homosexuelle Menschen fühlen sich emotional und/oder sexuell von Menschen des gleichen Geschlechts angezogen. Frauen, die Frauen lieben, werden als lesbisch bezeichnet. Männer, die Männer lieben, werden als schwul bezeichnet, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Hörbehinderung

Da eine Hörbehinderung für Außenstehende nicht sichtbar ist, wird diese oft nicht als Behinderung wahrgenommen. Informationen wie Sprache, aber auch das Orten von Geräuschen werden von Betroffenen über das Gehör nur teilweise oder gar nicht aufgenommen. Grundsätzlich wird zwischen Ertaubten, Schwerhörigen und Gehörlosen unterschieden, (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).


I

Inklusion

„Inklusion“ heißt „Einschluss“. Im Umkehrschluss bedeutet das, niemanden auszuschließen. Bei der Idee der Inklusion geht es also darum, dass jeder Mensch mit seinen Besonderheiten – seiner sexuellen Identität, seiner Behinderung oder seiner kulturellen Herkunft – ein vollwertiges und akzeptiertes Mitglied der Gesellschaft ist, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Informationen zum Instagram-Kanal

Die Section Diversity hat ihren eigenen Instagram-Account. Zweimal pro Woche werden unter “@diversity.hhu“ Aktionen und Neuigkeiten sowie Veranstaltungen rund um das Thema Diversity an der HHU vorgestellt. Hier finden Sie mehr Infos und das Archiv.

Integration

Das Wort Integration kommt aus dem Lateinischen und bedeutet  Wiederherstellung, Erneuerung, Zusammenführung. Es steht für die Eingliederung in ein größeres Ganzes, z. B. von Einzelnen oder Gruppen in ein bestehendes gesellschaftliches Umfeld. Im heutigen Sprachgebrauch spielt der Begriff Integration vor allem im Rahmen der Eingliederung von zugewanderten Personen in der aufnehmenden Gesellschaft eine Rolle. Um eine erfolgreiche Integration zu ermöglichen, wird von den Zugewanderten erwartet, dass sie die Sprache des aufnehmenden Landes, in das sie kommen, verstehen und sprechen können. Auf der anderen Seite sollte das Aufnahmeland sich darum bemühen, den Zugewanderten dabei zu helfen, in der fremden Gesellschaft Fuß zu fassen. Das Ziel von Integration ist es daher, alle Menschen, die dauerhaft und rechtmäßig in Deutschland leben, in die Gesellschaft einzubeziehen, (vgl. Brockhaus; Bundesamt für Migration und Flüchtlinge).

Inter*/Intergeschlechtlichkeit

Inter* bezeichnet Menschen, deren angeborene genetische, hormonelle oder körperliche Merkmale weder ausschließlich „männlich“ noch ausschließlich „weiblich“ sind. Die Merkmale können gleichzeitig typisch für diese beiden oder nicht eindeutig für eines von diesen Geschlechtern sein. Das kann sich in den sekundären Geschlechtsmerkmalen (z.B. Muskelmasse, Haarverteilung, Brüste und Statur) zeigen oder in den primären Geschlechtsorganen (Fortpflanzungsorgane und Genitalien) und/oder in chromosomalen Strukturen und Hormonen. Die Begriffe Intersexuell/Intersexualität werden oft statt „Inter*/Intergeschlechtlichkeit“ verwendet, weshalb oft fälschlicherweise angenommen wird, es gehe dabei um die sexuelle Orientierung, was jedoch nicht der Fall ist, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Inter-/Nationalität und Kultur

Nationalität umschreibt hier die Herkunft (z. B. Geburtsland, -ort bzw. Herkunft der Eltern) einer jeden Person und die damit verbundenen soziokulturellen Hintergründe. Dabei geht es nicht nur darum, welche Nationalität einer Person bei der Geburt gegeben wurde, sondern auch darum, mit welchen kulturellen Gebräuchen, Regeln usw. eine Person aufgewachsen ist und sich identifiziert. Das Geburtsland und der Geburtsort und/oder die Nationalität der Eltern/Erziehungsberechtigten müssen daher nicht allein ausschlaggebend für die „Inter-/Nationalität“ einer Person sein. Diese „Inter-/Nationalität“ und die damit einhergehende kulturelle Prägung kann sich über den Lebenszyklus einer Person auch wieder verändern, wie z. B. durch das Aufwachsen in und/oder den Kontakten zu verschiedensten Kulturen, durch einen Wohnortswechsel oder durch das Interagieren mit Menschen einer anderen Nationalität und soziokulturellen Herkunft auf dem Campus. An der HHU wird diese Dimension u. a. durch die Prorektorin für Internationales, das Junior Scientist and International Research Center (JUNO) und das International Office sowie dem AStA vertreten. Diversity-Dimension Inter-/Nationalität und Kultur an der HHU

International Office (IO)

Das International Office der HHU berät und unterstützt Studierende sowie Beschäftigte, die ins Ausland gehen oder aus dem Ausland an die HHU kommen möchten und fördert damit den internationalen Austausch und die Vernetzung der HHU mit anderen Universitäten weltweit. Das IO betreut u.a. das ERASMUS-Programm, die Personalmobilität, das Buddy-Programm „Mate-For-You“ für internationale Studierende und bietet administrative und organisatorische Hilfestellung rund um das Thema Ausland und das Ankommen an der HHU für Studierende.

Website International Office

Intersektionalität

In der Rechtswissenschaft wird überwiegend von Mehrfachdiskriminierung gesprochen; doch der Ausdruck "mehrdimensionale Diskriminierung" versucht, die unterschiedlichen Dimensionen von Diskriminierung und die Interdependenz von Kategorien begrifflich zu fassen. Letzteres meint die Abhängigkeiten zwischen und das Zusammenspiel von unterschiedlichen Diskriminierungskategorien, (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung).

Islamophobie/Islamfeindlichkeit

Meint ein auf den Islam oder die Muslime bezogenes stark ausgeprägtes Gefühl von Furcht, das über ein als angemessen oder normal geltendes Maß hinausgeht. Für feindliche Einstellungen gegenüber Muslimen*innen scheint der Begriff "Islamophobie" allerdings nicht angemessen. Allgemein wird formuliert, "Islamfeindlichkeit" stehe für rigoros ablehnende Auffassungen zum Islam. Wer islamfeindlich argumentiert, zeichnet ein durchgängig negatives Bild vom Islam und bringt die eigenen Auffassungen in eine konfrontative Gegenposition, (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung).

Anmerkung: "Islamophobie" sollte als Begriff nicht verwendet werden, da es sich nicht um eine psychische Krankheit, sondern anti-muslimischen Rassismus handelt.


J


K

Körperliche und geistige Fähigkeiten

Diese Dimension bezieht sich auf Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen bzw. Einschränkungen und deren Bedürfnis ein selbstbestimmtes Leben führen zu können sowie auf Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen. Im Kontext der HHU beinhaltet diese Dimension die körperlichen und geistigen Fähigkeiten, die jede einzelne Person besitzt und an der HHU einbringt (Talentförderung). Es geht hier also nicht nur um den Nachteilsausgleich, sondern auch um die gezielte Förderung von individuellen Fähigkeiten. Den „klassischen“ Bereich dieser Dimension vertreten vor allem der Beauftragte des Arbeitgebers für die Angelegenheiten schwerbehinderter Menschen, der Beauftragte und die Beratungsstelle für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sowie die Schwerbehindertenvertretung und der AStA. Diversity-Dimension Körperliche und geistige Fähigkeiten an der HHU


L

Abkürzung LSBTIAQ*

Diese Buchstabenkombination steht für: lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, asexuell und queer. Zunächst wurde der Begriff "Lesben und Schwule" ergänzt um die Gruppe der Bisexuellen und Trans*-Personen. Da aber auch diese Abkürzung noch zu kurz griff, wurden intergeschlechtliche und asexuelle Menschen aufgenommen. Queer und das "*" stehen zudem noch für die weitere Öffnung der Kategorien und als Platzhalter für alle, die sich nicht in einem der voran gegangen Benennungen wiederfindet. Weil es umständlich ist, all diese Begrifflichkeiten zu verwenden, ist in der Community heutzutage von "LSBTIAQ*" die Rede, wenn Menschen verschiedener geschlechtlicher Identität und nichtheterosexueller Orientierung gemeint sind, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Legasthenie

Eine feste Definition von Legasthenie gibt es nicht. Neben der Legasthenie werden weitere Begriffe wie Lese- und Rechtschreibstörung und Lese- und Rechtschreibschwäche verwendet. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine komplexe Teilleistungsstörung. Betroffene leiden i.d.R. unter den Vorurteilen. Die Ursachen für Legasthenie sind vielfältig und noch nicht eindeutig erforscht. Im Wesentlichen lassen sich drei Einflussgebiete erkennen: Genetik, auditive Wahrnehmung, visuelle Wahrnehmung. Eine Lese- und Rechtschreibschwäche ist nicht auf eine unterdurchschnittliche Intelligenz zurückzuführen. Anders als häufig angenommen, verfügen Betroffene über eine normale bis leicht überdurchschnittliche Intelligenz, ihre Einschränkung liegt in den orthografischen Fähigkeiten und der Lesekompetenz, (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).

Lesbisch/Lesbe

Ist die Bezeichnung für homosexuelle Frauen, also Frauen, die Frauen emotional und/oder sexuell begehren. Namensgeberin der lesbischen Liebe ist die Insel Lesbos. Hier lebte die griechische Dichterin Sappho im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und beschrieb in ihren Gedichten die Liebe zwischen Frauen, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Abkürzung LSBTIAQ*

Diese Buchstabenkombination steht für: lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, asexuell und queer. Zunächst wurde der Begriff "Lesben und Schwule" ergänzt um die Gruppe der Bisexuellen und Trans*-Personen. Da aber auch diese Abkürzung noch zu kurz griff, wurden intergeschlechtliche und asexuelle Menschen aufgenommen. Queer und das "*" stehen zudem noch für die weitere Öffnung der Kategorien und als Platzhalter für alle, die sich nicht in einem der voran gegangen Benennungen wiederfindet. Weil es umständlich ist, all diese Begrifflichkeiten zu verwenden, ist in der Community heutzutage von "LSBTIAQ*" die Rede, wenn Menschen verschiedener geschlechtlicher Identität und nichtheterosexueller Orientierung gemeint sind, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).


M

Mobilitätseinschränkungen

Personen mit Körperbehinderungen sind oft hinsichtlich ihrer Koordinationsfähigkeit und Mobilität beeinträchtigt. Zu den häufigsten Bewegungs- und Mobilitätsbehinderungen zählen u.a.: Wirbelsäulenschäden; Fehlbildungen und Verlust von Gliedmaßen sowie Lähmungen von Armen oder Beinen nach z.B. Geburtstraumata, Gelenkentzündungen oder Unfällen, (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).


N

Nachteilsausgleich

Zur Herstellung von Fairness und Gerechtigkeit ist es notwendig, existierende Nachteile aufgrund von Sprachbarrieren, Behinderungen oder anderer Formen ungleicher Startchancen auszugleichen. Sinn und Zweck des Nachteilsausgleiches ist es, Bedingungen zu schaffen, die es auch Studierenden mit z.B. Behinderung oder chronischen Erkrankung ermöglichen, ihre Studien- und Prüfungsleistungen erbringen zu können. Zu beachten ist hierbei, dass die Nachteilsausgleiche einzelfallabhängig sind, da sie bedarfsorientiert und individuell auf die Personen sowie die dazugehörigen Studien- und Prüfungsleistungen abgestimmt werden. Nachteilsausgleiche werden aus verschiedenen Gründen allerdings oftmals nicht in Anspruch genommen. Beispielsweise wissen betroffene Studierende häufig nicht, dass es Nachteilsausgleiche gibt und sie ein Recht auf diese haben. Aber auch die Ablehnung von Nachteilsausgleichen ist im Hochschulalltag immer wieder Realität, (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung; Didaktikleitfaden BBSt). Betroffene Studierende der HHU können sich an die Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen oder die Section Diversity der HHU wenden.

 

 


O


P

Pansexuell/Pansexualität

Pansexuelle Menschen lieben und begehren Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Geschlechtsidentität. Menschen sind demnach pansexuell, wenn für sie mit jedem Menschen, der als Person zu ihnen passt, Sexualität oder eine Beziehung grundsätzlich möglich ist – unabhängig davon, ob die betreffende Person sich als Mann, Frau, Inter*, Trans* oder anders definiert, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Persönlichkeitsstörungen

Der Begriff Persönlichkeitsstörung bezeichnet eine Vielzahl von psychiatrischen Störungen. Die Betroffenen haben besonders stark ausgeprägte Persönlichkeitszüge. Häufig beginnen die Störungen im jungen Alter und zeichnen sich - insbesondere in Stresssituationen - durch starre, abweichende und von der Außenwelt als unpassend empfundene Erlebens- und Verhaltensmuster aus. Infolgedessen sind das Privat- und Berufsleben zum Teil erheblich beeinträchtigt, (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).

Prorektor für Internationales der HHU

Mit der Designation eines spezifisch der Internationalisierung gewidmeten Prorektorats hat die neue Universitätsleitung seit November 2014 der Thematik Inter-/Nationalität eine erhöhte Sichtbarkeit nach innen und außen verliehen und sie fest auf der obersten strategischen Ebene verankert. Internationalisierung an der HHU wird als Querschnittsaufgabe verstanden, die in der Mitverantwortung aller Universitätsmitglieder liegt. Im Prorektorat wurde eine Internationalisierungsstrategie erarbeitet, die Grundlage für die weitere Internationalisierung der HHU sein wird. Unter dessen Federführung hat die HHU zudem erfolgreich am HRK-Audit zur Internationalisierung der Hochschule teilgenommen. Der Prorektor steht für die Vernetzung innerhalb der Region und im internationalen Umfeld. Zudem wurden Mittel eingeworben sowie Maßnahmen und Programme entwickelt, mit denen studieninteressierte Geflüchtete an das Studium an der HHU herangeführt und in die Universität integriert werden sollen.

Website der Prorektor für Internationales

Prorektor für Strategisches Management und Chancengerechtigkeit der HHU

Mit dem Amtsantritt des neuen Rektorats sind die Handlungsfelder Gleichstellung, Familie und Diversity innerhalb der Universitätsleitung beim Prorektor für Chancengerechtigkeit auf höchster Ebene strategisch verankert und damit sichtbarer gemacht worden. Unter der Federführung des Prorektors wurde die Section Diversity an der HHU geschaffen und verstetigt. Derzeit erfolgt zudem das Diversity Audit "Vielfalt gestalten" des Stifterverbandes an der HHU, wodurch spezifische Maßnahmen und Konzepte im Bereich Diversity (Management) erarbeitet und umgesetzt werden.

Website des Prorektors für Strategisches Management und Chancengerechtigkeit

Psychische Erkrankungen

Das Erleben und die Verhaltensweisen von psychisch Erkrankten sind für Außenstehende zum Teil nur schwer nachvollziehbar. Sie sind jedoch vor dem Hintergrund einer belastenden Biographie oft verständlich. Die Erkrankungen verlaufen in Phasen, d.h. nach der Ersterkrankung und Rehabilitation ist ein erneuter Krankheitsschub möglich. Überforderung z.B. durch ein zu hohes Studienpensum oder zu hohe Leistungsansprüche (intrinsisch wie auch extrinsisch motiviert), stellen einen Risikofaktor dar. Psychische Erkrankungen sind u.a.: Depressionen; Somatoforme Störungen; Angsterkrankungen; Psychotraumatisch bedingte Störungen; Zwangsstörungen; Suchterkrankungen; Essstörungen und Persönlichkeitsstörungen, wie z.B. Borderline-Erkrankung, (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).


Q

Queer

Queer ist ein offener und mittlerweile auch wissenschaftlich geprägter Begriff, der alle einschließt, die mit ihrem Aussehen und/oder Verhalten nicht den gängigen Rollenbildern und gesellschaftlichen Spielregeln entsprechen. Wer sich als „queer“ bezeichnet, bei dem*der schwingt oft eine gewisse Freude darüber mit, dass das eigene Lebens- und Liebensmodell etwas „schräg“ und anti-traditionalistisch ist. Ursprünglich kommt das Wort aus dem Englischen und wurde früher als Schimpfwort für nicht heterosexuelle Menschen verwendet. Diese Bezeichnung wurde sich später von der diskriminierten Gruppe zu Eigen gemacht, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).


R

Rassismus

Form der Fremdenfeindlichkeit, die sich auf tatsächliche oder behauptete Rassenunterschiede stützt. Rassisten behaupten, dass Menschen sich nicht nur in ihren biologischen Merkmalen, z.B. Hautfarbe, Körpergröße, Sprache und kulturellen Merkmale z. B. Kleidung, Bräuche usw. unterscheiden, sondern dass ihr gesamtes Wesen von ihrer "Rassezugehörigkeit" geprägt sei. Damit verbunden ist stets der Glaube, die "eigene Rasse" sei höherwertig, (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung).

Regenbogenfamilie

Eine Regenbogenfamilie ist eine Familie, die aus nicht-heterosexuellen Eltern und deren Kindern besteht. Ein Beispiel hierfür ist ein lesbisches oder schwules Paar und deren Kinder, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).


S

Schwerbehindertenvertretung (SBV)

Die Schwerbehindertenvertretung fungiert als Interessensvertretung aller Beschäftigten mit einer Schwerbehinderung an der HHU und dem UKD. Sie fördert Integration und Inklusion, berät und unterstützt Betroffene der HHU und des UKD. Zudem bietet sie Hilfestellung bei Problemen bei der Planung und Ausführung von behindertengerechten Arbeitsplätzen sowie bei Baumaßnahmen und bei der Verwirklichung von Barrierefreiheit auf dem Campus der HHU.

Website Schwerbehindertenvertretung

Schwerbehinderung

Dieser Begriff wird in Deutschland in einer anderen Form genutzt als in anderen Ländern. Denn wer in Deutschland als schwerbehindert eingestuft ist, hat damit verbunden gewisse Rechtsansprüche. In anderen Ländern ist die Schwerbehinderung nur ein anderes Wort für Schwerstbehinderung. Erst ab einem Behinderungsgrad von mindestens 50%, gilt man in Deutschland als schwerbehindert. Mit der Anerkennung als Person mit einer Schwerbehinderung, hat man zum Beispiel einen Rechtsanspruch auf finanzielle Vergünstigungen und Hilfen. Gesetzliche Regelungen für Schwerbehinderte sind im Schwerbehindertengesetz (SchwbG) verankert, (vgl. behinderung.org).

Schwerhörigkeit

Schwerhörige hören schlechter bzw. anders. Das Gesprochene wird schwer, bruchstückhaft, verzerrt oder verändert wahrgenommen. Lautes Sprechen wird z.T. als unangenehm empfunden. Hörgeräte können die eingeschränkte Hörfähigkeit nur bedingt ausgleichen, das Hören bleibt verändert (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).

Schwul/Schwuler

Ein schwuler Mann ist homosexuell, sprich: gleichgeschlechtlich orientiert. Er fühlt sich also emotional und/oder sexuell zu Männern hingezogen, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).

Section Diversity

Die Section Diversity unterstützt die Mitglieder und Gremien der HHU bei der (Weiter-) Entwicklung und Vernetzung von Maßnahmen und Angeboten im Handlungsfeld Diversity. Sie hat die Aufgabe, die Leitung der HHU in allen Belangen, die mit dem Thema Diversity in Zusammenhang stehen, zu beraten und das Diversity Management der HHU zu organisieren. Seit Etablierung der Section Diversity wurde ein Diversity-Konzept als Basis für die weitere strategische Entwicklung des Bereichs Diversity Management an der HHU erarbeitet. Die Section Diversity betreibt die Vernetzung mit Institutionen und Diversity-Expert*innen außerhalb der HHU.

Website Section Diversity

 

Sehbehinderung

Sehgeschädigte werden unterschieden in sehschwache und blinde Menschen. Die wichtigsten Sinne für Blinde sind der Hör- und der Tastsinn, welche abhängig vom Zeitpunkt der Erblindung bzw. der Sehschwäche unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Die Restsehfähigkeit kann von der Tagesform abhängen. Blinde sind daher auf die Übertragung von Schrift, Bildern und grafischen Darstellungen in Sprache, eine tastbare Schriftform (Braille) oder tastbare Oberflächen angewiesen. Sehschwache benötigen im analogen wie digitalen Bereich eine vergrößerte Schrift, Bilder und Grafiken mit starkem Kontrast und klaren Konturen, (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).

Sexismus

Vorstellung, nach der ein Geschlecht dem anderen von Natur aus überlegen sei, und die Diskriminierung, Unterdrückung, Zurücksetzung und Benachteiligung von Menschen, besonders der Frauen, aufgrund ihres Geschlechts gerechtfertigt ist, (vgl. Duden).

Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität

Diese Dimension bezieht sich zum einen auf die sexuelle Orientierung eines Menschen, also zu wem sich ein Mensch sexuell und/oder emotional hingezogen fühlt oder nicht (z. B. Hetero-, Homo-, Bisexualität usw.). Zum anderen bezieht sie sich auf die geschlechtliche Identität, die ausdrückt, welcher geschlechtsspezifischen Lebensweise und der damit einhergehenden soziokulturellen Zuschreibungen („Gender“) sich eine Person selbst zuordnet. Die geschlechtliche Identität kann auch vom biologischen Geschlecht („Sex“) der Person abweichen (z. B. trans*) bzw. nicht innerhalb eines binären (zweigeschlechtlichen) Systems von „Frau“ und „Mann“ zu verorten sein (z. B. inter*). Die HHU versteht sich als Organisation, die keine Benachteiligung oder Bevorzugung aufgrund dieser Dimension zulassen möchte und bietet vor allem innerhalb des AStAs eine Vielzahl von Veranstaltungen und Beratungsmöglichkeiten an. Diversity-Dimension Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität an der HHU

Studierenden Service Center (SSC)

Von der Schule, sowie vor, während und zum Ende des Studiums betreut das SSC Studieninteressierte und Studierende aus dem In- und Ausland. Es bietet auf dem Campus eine zentrale Anlaufstelle für Service und Beratung rund um die Themen Studieneinstieg, Studienfachwahl, Studiums- und Prüfungsverwaltung sowie internationale Angelegenheiten. Zum SSC gehören unter anderem der Studierendenservice und das International Office.

Website Studierenden Service Center

 

Studierendenservice

Der Studierendenservice kümmert sich an der HHU um die Administration und die Belange rund um das Studium vom Einstieg bis zur Exmatrikulation. Der Studierendenservice bietet eine Vielzahl von Beratungsmöglichkeiten für Studieninteressierte, Studierende und Geflüchtete. Die Angebote des Studierendenservice beinhalten dabei u.a. Informationsveranstaltungen, psychologische und individuelle Beratungen, Coaching, Talentscouting in Schulen sowie viele weitere Angebote, um die HHU besser kennen zu lernen, einen Eindruck vom Studium sowie den Studienmöglichkeiten zu bekommen und das Studium an der HHU effizient, koordiniert und erfolgreich zu absolvieren.

Website Studierendenservice


T

Taubheit

Ertaubte leiden an einem Verlust des Hörvermögens nach dem Spracherwerb. Die Artikulationsfähigkeit und das Sprachverständnis sind abhängig vom Zeitpunkt des Hörverlusts mehr oder weniger eingeschränkt (vgl. Didaktikleitfaden BBSt).

Toiletten für Alle

Durch Umwidmung von einigen geschlechtsspezifischen Toilettenanlagen in geschlechtsneutrale „Toiletten für Alle“ können alle Personen an der HHU die folgenden Toiletten nutzen:

  • Gebäude 21.02, Ebene 00, Raum 22A
  • Gebäude 23.11, Ebene 00, Raum 003
  • Gebäude 23.31, Ebene U1, Raum 07
  • Gebäude 24.21, Ebene 00, Raum 07
  • Gebäude 25.02, Ebene 00, Raum 04
  • Gebäude 25.12, Ebene U1, Raum 04
  • Gebäude 26.32, Ebene 00, Raum 04

Damit setzt die HHU ein weiteres Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz auf dem Campus.

(Pressemitteilung)

 

Trans*

Bezeichnet Menschen, deren Geschlechtsidentität mit ihrem körperlichen Geschlecht, das ihnen nach der Geburt zugewiesen wurde, nicht übereinstimmt. Das Sternchen ist ein Platzhalter für alle Begriffe, die an die Vorsilbe „trans-“ (lateinisch = hinüber, hindurch, auf die andere Seite) angehängt werden können, um die verschiedenen geschlechtlichen Identitäten zu beschreiben: Transsexualität, Transgender, Transmann, Transfrau und viele weitere. Trans* wird hierbei als Überbegriff verwendet, um die unterschiedlichen geschlechtlichen Ausprägungen und Identitäten in einem Begriff zusammenzufassen. Transsexualität wird hier oft als unpassender Begriff empfunden, da Trans* keine Sexualität beschreibt, sondern eine Geschlechtsidentität. Dementsprechend können transsexuelle Menschen sowohl hetero-, homo-, bi-, a-, oder pansexuell sein, (vgl. Fibel der vielen kleinen Unterschiede anders und gleich NRW).


U

Unconscious Bias

Der Begriff Bias kommt aus dem Englischen und beschreibt kognitive Verzerrungen, wie z.B. automatische Stereotype und andere fehlerhafte Neigungen bei der Wahrnehmung, Erinnerung und Beurteilung. Biases treten meist unbewusst (= Unconscious Bias) auf.


V

Diversity

Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet Vielfalt/Vielfältigkeit/Diversität. Dabei geht es darum, dass jeder Mensch durch gewisse physische und psychische sowie soziokulturelle Merkmale einzigartig ist. Auf Grund dieser verschiedenen Merkmale sollte aber niemand ausgegrenzt, diskriminiert oder benachteiligt werden. Diversity an der HHU steht für die Vielfalt bzw. Unterschiedlichkeit von Einstellungen und Perspektiven, die sich aus individuellen Personenmerkmalen und Lebensstilen (= Dimensionen) ergeben.     
Da für die HHU Vielfalt ein wichtiges Handlungsfeld ist, gibt es eine Vielzahl von Akteur*innen, die sich im Bereich Diversity engagieren und die eine große Bandbreite diesbezüglicher Maßnahmen initiieren und durchführen.


W

Weltanschauung und Religion

Diese Dimension beschreibt den Einfluss der Weltanschauung und des Glaubens auf das eigene Handeln und Selbstverständnis einer jeden Person (z. B. das Ruhen an bestimmten Feiertagen, der Verzicht auf ausgewählte Nahrungsmittel, das Tragen bestimmter Kleidungsstücke, tradierte Geschlechterrollen usw.). Die HHU versteht sich als weltanschauungs- und religionsneutrale, weltoffene und tolerante Universität. Diversity-Dimension Weltanschauung und Religion an der HHU

Diese Dimension beschreibt den Einfluss der Weltanschauung und des Glaubens auf das eigene Handeln und Selbstverständnis einer jeden Person (z. B. das Ruhen an bestimmten Feiertagen, der Verzicht auf ausgewählte Nahrungsmittel, das Tragen bestimmter Kleidungsstücke, tradierte Geschlechterrollen usw.). Die HHU versteht sich als weltanschauungs- und religionsneutrale, weltoffene und tolerante Universität. Diversity-Dimension Weltanschauung und Religion an der HHU


X


Y


Z

Verantwortlichkeit: