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Körperliche und geistige Fähigkeiten

Lehrveranstaltungen zu Körperliche und geistige Fähigkeiten

BFM 3a/b Erzählte und erzählende Körper in der mittelalterlichen Literatur

Darstellungen und Inszenierungen von Körpern und Körperlichkeit sind schon seit längerer Zeit ein zentraler Gegenstand der literaturwissenschaftlichen und vor allem auch mediävistischen Auseinandersetzung. Nicht erst seit dem so genannten body turn in den Sozialwissenschaften, wie er sich insbesondere in der Etablierung und Ausbreitung der Körpersoziologie manifestiert (vgl. Villa 2008), steht die Körperthematik im Zentrum historisch-anthropologischer Überlegungen der mediävistischen Literaturwissenschaft. Während der Körper in jüngeren soziologischen Auseinandersetzungen als Verinnerlichung sozialer Normen und damit als Speicher ebensolchen Wissens, als sozial konstruiert und performativ inszeniert und damit gerade nicht als natürliche, faktische Gegebenheit verstanden wird, begreifen auch erwähnte anthropologisch orientierte literaturwissenschaftliche Arbeiten den Körper nicht als biologisches Faktum, sondern vielmehr als komplexes soziokulturelles Zeichen, das im Schnittpunkt divergierender lebensweltlicher Sinnsysteme steht. Vor allem im Bereich der gender studies, aber auch im Rahmen der Emotionsforschung und in einem psychoanalytischen Kontext sind Körper und die mit ihnen eng zusammenhängenden Aspekte wie Geschlecht und Sexualität, aber auch Materialität und Kommunikation, Identität und Zivilisation, Wahrnehmung und Erinnerung immer wieder in den Blick geraten. Prämisse solcher Auseinandersetzungen ist dabei die Annahme einer stets gattungs-, typen- und diskursspezifischen Darstellung und Behandlung von Körperlichkeit, wobei die Beurteilungen über das konkrete Verhältnis zwischen literarischer Inszenierung und außerliterarischer Wirklichkeit zum Teil erheblich divergieren. Konsens herrscht allerdings hinsichtlich der Relevanz und Bedeutung, die dem Körper im Mittelalter vor allem aus einer physiologisch-anthropologischen Perspektive beigemessen wurde.

Das Seminar möchte im Rekurs auf solche Forschungsarbeiten zunächst ohne Bezug auf realhistorische Zusammenhänge die literarische Signifikanz des Körpers in verschiedenen Texten des Mittelalters in den Blick nehmen: Wie werden Körper und Körperlichkeit dargestellt und inszeniert? Welche poetischen Strategien werden dabei verwendet, welche gelehrten Diskurse aufgerufen und welche anthropologischen Wissensbestände aktiviert? Wie werden kranke und gesunde, heilige und profane, männliche und weibliche, monströse, deformierte oder animalisierte Körper erzählt? Zudem soll es um die anhand dieser Inszenierungen vermittelten Semantiken gehen: Was erzählen die derart erzählten Körper? Geht es um die Festigung von Geschlechtsstereotypen, die Ausgrenzung des Fremden und Unhöfischen, um die Thematisierung von Identität und Individualität?  Da die zu untersuchenden Körperinszenierungen in verschiedenen Erzähltexten (Märe, höfischer Roman, Antikenroman, Prosaroman) dabei gewissermaßen doppelt konstruiert sind – der Körper als historisch spezifisches, kulturelles und soziales Konstrukt ist Produkt einer narrativen Konstruktion –, kann abschließend auch die Frage nach der Rolle von Literatur für die Festigung und Tradierung von auf den Körper bezogenen Normen und sozialen Semantiken diskutiert werden.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.04.2018 - 16.07.2018) - 2421.U1.21 (Z50)

BFM 4a/b / FaM IV-1/2 Medizinische Kommunikation

Die Kommunikation der Ärzte mit Patienten mit Migrationshintergrund stellt oftmals eine Herausforderung dar: Sprachbarrieren und unterschiedliche Konzepte von Krankheit(en), Gesundheit und Krankheitsursachen gehören in einer Arztpraxis zum Alltag. Um den Bedarf nach Schulungen im Bereich der interkulturellen Kompetenzen der Ärzte zu durchleuchten und abzuwägen, hat das Klinische Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Kooperation mit dem Institut für Germanistik der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf ein Projekt zur Erhebung von Erwartungen, Erfahrungen und Einstellungen zur Interkulturalität bei Ärzt/innen unterschiedlicher Fachbereiche durchgeführt. Das empirische Datenmaterial der Pilotstudie besteht aus Interviews sowie Arzt-Patienten-Gesprächen. Die Seminarteilnehmer werden als erstes theoretische Modelle und Methoden kennen lernen, welche dazu geeignet sind, das eben genannte Datenmaterial zu analysieren, um im zweiten Schritt eigenständige Untersuchungen am Datenmaterial durchführen zu können.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.04.2018 - 16.07.2018) - 2332.00.66

BFM 4a/b: Wahnsinn - Neurose - Bipolarität: Praktiken des Schreibens in der Literatur

In diesem Blockseminar soll es um das wechselseitige Spannungsverhältnisse von Literatur und Medizin gehen. Insbesondere sollen Erkrankungen der Psyche in der Literatur seit dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart in den Blick genommen werden. Dafür sollen an drei Sitzungen drei unterschiedliche Themenaspekte anhand konkreter Literaturbeispiele unter Berücksichtigung der jeweils zeitgenössischen Vorstellungen von psychischen Krankheiten durchleuchtet und kritisch hinterfragt werden: Welche Rolle spielt das Wissen von psychotischen Vorgängen in den zeitgenössischen literarischen Praktiken des Schreibens? Wie wandelt sich die Darstellung der psychisch Erkrankten und der Krankheit in der Literatur? Wie ist das Spannungsverhältnis zwischen fiktiver und faktualer Erkrankung im Text? Dazu sollen zunächst medizingeschichtliche Konzepte der Erkrankungen gemeinsam erarbeitet und im Hinblick auf den jeweiligen literarischen Text analysiert werden. Ein Reader wird nach der verbindlichen Vorbesprechung zur Verfügung gestellt.

Ein gemeinsamer Theaterbesuch des Stücks "Der Sandmann" im Schauspielhaus Düsseldorf wäre nach gemeinsamer Planung möglich.

 

Block 1 Wahnsinn: "Da zuckte es krampfhaft in seinen Pulsen und Adern". E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann (1816)

Block 2 Neurose: "Ich habe eine Edelneurose, aber die Doktorin irrt sich: es ist die wilde Heckenrose". Else Lasker-Schüler: Auszüge aus den "Briefen 1893-1913" und einzelne Gedichte

Block 3 Bipolarität: "Und was heißt das überhaupt: verrückt, psychisch krank?" Thomas Melle: Die Welt im Rücken (2016)

  • Samstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 09.06.2018 - 09.06.2018) - 2331.U1.66 (Z 46)
  • Samstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 16.06.2018 - 16.06.2018) - 2332.U1.21
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 17.04.2018 - 17.04.2018) - 2522.U1.52 (Z 48)
  • Sonntag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 17.06.2018 - 17.06.2018) - 2421.U1.21 (Z50)
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 24.04.2018 - 24.04.2018) - 2332.U1.44

DGS I

Die Deutsche Gebärdensprache (kurz DGS) ist eine von vielen eingeständigen, natürlichen Sprachen, die von gehörlosen und schwerhörige Menschen in Deutschland "gesprochen" wird. Gebärdensprachen verwenden den visuell-gestischen Kanal der Kommunikation, sind aber nicht mit dem zu verwechseln, was man gemeinhin unter "Körpersprache" versteht. Somit ist DGS auch nicht eine "pantomimische" Version der deutschen Lautsprache, sondern eine eigenständige Sprache mit eigenen grammatischen Regeln und Vokabeln. Dieser Kurs vermittelt Grundkenntnisse in Deutscher Gebärdensprache. Zu diesen gehört eine Einführung in die visuellen Kommunkationsmöglichkeiten und die Kultur gehörloser Menschen, das Fingeralphabet, die sprachliche Funktion der Mimik und Aufbau eines Grundwortschatzes und einfache Satzübungen.

Weitere Informationen zur Deutschen Gebärdensprache und Gebärdensprachen im Allgemeinen finden Sie hier:

http://www.bgn-ev.de/info/gebaerdensprache

http://www.dgsd.de/

 

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.04.2018 - 16.05.2018) - 2302.U1.24 (Z 28)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 04.07.2018 - 04.07.2018) - 2521.HS 5F (Z 218)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 30.05.2018 - 18.07.2018) - 2302.U1.24 (Z 28)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 23.05.2018 - 23.05.2018) - 2303.01.24 (Z20)

DGS I Parallelkurs 1

Die Deutsche Gebärdensprache (kurz DGS) ist eine von vielen eingeständigen, natürlichen Sprachen, die von gehörlosen und schwerhörige Menschen in Deutschland "gesprochen" wird. Gebärdensprachen verwenden den visuell-gestischen Kanal der Kommunikation, sind aber nicht mit dem zu verwechseln, was man gemeinhin unter "Körpersprache" versteht. Somit ist DGS auch nicht eine "pantomimische" Version der deutschen Lautsprache, sondern eine eigenständige Sprache mit eigenen grammatischen Regeln und Vokabeln. Dieser Kurs vermittelt Grundkenntnisse in Deutscher Gebärdensprache. Zu diesen gehört eine Einführung in die visuellen Kommunkationsmöglichkeiten und die Kultur gehörloser Menschen, das Fingeralphabet, die sprachliche Funktion der Mimik und Aufbau eines Grundwortschatzes und einfache Satzübungen. 

Weitere Informationen zur Deutschen Gebärdensprache und Gebärdensprachen im Allgemeinen finden Sie hier:

http://www.bgn-ev.de/info/gebaerdensprache

http://www.dgsd.de/

 

  • Donnerstag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 12.04.2018 - 19.07.2018) - 2421.03.86 (Z34)

DGS I Parallelkurs 2

Die Deutsche Gebärdensprache (kurz DGS) ist eine von vielen eingeständigen, natürlichen Sprachen, die von gehörlosen und schwerhörige Menschen in Deutschland "gesprochen" wird. Gebärdensprachen verwenden den visuell-gestischen Kanal der Kommunikation, sind aber nicht mit dem zu verwechseln, was man gemeinhin unter "Körpersprache" versteht. Somit ist DGS auch nicht eine "pantomimische" Version der deutschen Lautsprache, sondern eine eigenständige Sprache mit eigenen grammatischen Regeln und Vokabeln. Dieser Kurs vermittelt Grundkenntnisse in Deutscher Gebärdensprache. Zu diesen gehört eine Einführung in die visuellen Kommunkationsmöglichkeiten und die Kultur gehörloser Menschen, das Fingeralphabet, die sprachliche Funktion der Mimik und Aufbau eines Grundwortschatzes und einfache Satzübungen. 

Weitere Informationen zur Deutschen Gebärdensprache und Gebärdensprachen im Allgemeinen finden Sie hier:

http://www.bgn-ev.de/info/gebaerdensprache

http://www.dgsd.de/

 

  • Freitag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 13.04.2018 - 20.07.2018) - 2513.U1.24 (Z 32)
  • Samstag, 09:00 - 12:00 (Einzeltermin, 16.06.2018 - 16.06.2018) - 2522.U1.72 (Z 28)
  • Freitag, 08:30 - 10:00 (Einzeltermin, 06.07.2018 - 06.07.2018) - 2522.U1.52 (Z 48)

DGS I Parallelkurs 3

Die Deutsche Gebärdensprache (kurz DGS) ist eine von vielen eingeständigen, natürlichen Sprachen, die von gehörlosen und schwerhörige Menschen in Deutschland "gesprochen" wird. Gebärdensprachen verwenden den visuell-gestischen Kanal der Kommunikation, sind aber nicht mit dem zu verwechseln, was man gemeinhin unter "Körpersprache" versteht. Somit ist DGS auch nicht eine "pantomimische" Version der deutschen Lautsprache, sondern eine eigenständige Sprache mit eigenen grammatischen Regeln und Vokabeln. Dieser Kurs vermittelt Grundkenntnisse in Deutscher Gebärdensprache. Zu diesen gehört eine Einführung in die visuellen Kommunkationsmöglichkeiten und die Kultur gehörloser Menschen, das Fingeralphabet, die sprachliche Funktion der Mimik und Aufbau eines Grundwortschatzes und einfache Satzübungen. 

Weitere Informationen zur Deutschen Gebärdensprache und Gebärdensprachen im Allgemeinen finden Sie hier:

http://www.bgn-ev.de/info/gebaerdensprache

http://www.dgsd.de/

 

  • Mittwoch, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 11.04.2018 - 18.07.2018) - 2332.00.66

DGS II

Fortsetzung des Kurses DGS I.

Die Deutsche Gebärdensprache (kurz DGS) ist eine von vielen eingeständigen, natürlichen Sprachen, die von gehörlosen und schwerhörige Menschen in Deutschland "gesprochen" wird. Gebärdensprachen verwenden den visuell-gestischen Kanal der Kommunikation, sind aber nicht mit dem zu verwechseln, was man gemeinhin unter "Körpersprache" versteht. Somit ist DGS auch nicht eine "pantomimische" Version der deutschen Lautsprache, sondern eine eigenständige Sprache mit eigenen grammatischen Regeln und Vokabeln. Dieser Kurs vermittelt Grundkenntnisse in Deutscher Gebärdensprache. Zu diesen gehört eine Einführung in die visuellen Kommunkationsmöglichkeiten und die Kultur gehörloser Menschen, das Fingeralphabet, die sprachliche Funktion der Mimik und Aufbau eines Grundwortschatzes und einfache Satzübungen.

Weitere Informationen zur Deutschen Gebärdensprache und Gebärdensprachen im Allgemeinen finden Sie hier:

http://www.bgn-ev.de/info/gebaerdensprache

http://www.dgsd.de/

 

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 11.04.2018 - 16.05.2018) - 2302.U1.24 (Z 28)
  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 04.07.2018 - 04.07.2018) - 2521.HS 5F (Z 218)
  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 23.05.2018 - 23.05.2018) - 2302.03.22
  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 30.05.2018 - 18.07.2018) - 2302.U1.24 (Z 28)

Gehirn- und Gedächtnistraining - Methoden und kreative Techniken zur Steigerung der Konzentrations- und Merkfähigkeit

Zielsetzung

Lernziele sind die Aktivierung der Gehirnleistung, die Steigerung der Gedächtnisleistung sowie die Stärkung der Konzentrationsfähigkeit. Mit einer guten Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit können die Leistungen im Studium leicht verbessert werden.

 

Inhalte des Seminars

Nach der Einführung in die Grundlagen der Gehirnphysiologie wird auf Prozesse der Informationsaufnahme, -verarbeitung und -speicherung im Gehirn eingegangen. Das Ausprobieren neuer Merktechniken an Beispielen soll das Übertragen auf eigene Studieninhalte ermöglichen. Eine Kurzeinführung in die Jonglage als Gehirntraining findet auch statt.

 

Stichpunkte

- Funktion und Aufbau des Gehirns,

- unser Gedächtnis, - Zusammenhang Lernen und Behalten,

- verrückte Merktechniken (Metaphern, Zahlenbild-System, Routenmethode, Geschichtentechnik)

- Umgebungsfaktoren beim Lernen,

- Konzentrationsfaktoren

 

Methoden

Im Wechsel zwischen theoretischen Inhalten und praktischen Übungen finden Koordinations-, Entspannungs- und Konzentrationsübungen statt.

 

Referentin

Dr. Christiane Potzner, Arbeitswissenschaftlerin www.brain-speed.de

  • Samstag, 09:30 - 17:00 (Einzeltermin, 07.07.2018 - 07.07.2018) - 2491.01.63

Kranken- und Behindertenmorde in Weißrussland und der Ukraine, 1941 – 1944: Historische Aufarbeitung und Erinnerungskultur

Die Übung befasst sich mit einem bis heute weithin unbekannten Aspekt nationalsozialistischer Verbrechen auf dem Territorium von Weißrussland und der Ukraine, wo bereits kurz nach dem deutschen Überfall vereinzelt Behinderte und psychisch kranke Menschen getötet wurden. Im weiteren Verlauf des Krieges wurden diese Mordaktionen, die sich gegen die von den Nationalsozialisten als „unnütze Esser” angesehenen körperlich, geistig oder psychisch Behinderten richteten, auf Heime und/oder Krankenhäuser ausgedehnt. Beteiligt an diesen Tötungsaktionen waren vor allem die Einsatzgruppen von Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes und Polizeibataillone. Aber auch deutsches medizinisches Personal, das von rassehygienischen Vorstellungen geprägt war, Mitglieder der deutschen Zivilverwaltung sowie Einheimische wirkten an den Mordaktionen mit. Nach Kriegsende befassten sich die deutsche wie auch die sowjetische Justiz mit diesen Verbrechen, doch fanden sie bisher erst ansatzweise Eingang in die Erinnerungskultur der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten. Mit den Gründen dafür wird sich die Veranstaltung ebenfalls befassen.

In Kooperation mit den Instituten für Philosophie und Geschichte der Medizin (wo jeweils auch eine Lehrveranstaltung aus dem Themenbereich „Euthanasie” angeboten wird) wird im Anschluss an die Übung (voraussichtlich im September 2018) eine Exkursion nach Belarus und in die Ukraine stattfinden, die an einige der inzwischen bekannten Verbrechensorte führt, wo wir auch mit einheimischen Museumspädagogen, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von lokalen Gedenkorten ins Gespräch kommen werden.

Die regelmäßige aktive Teilnahme ist verpflichtend. Erwartet werden die Übernahme eines Referates, die gründliche Lektüre der im Semesterapparat bereitgestellten Texte sowie die stete Beteiligung an den Diskussionen im Rahmen der Veranstaltung.

  • 09:30 - 19:00 (Blockveranstaltung, 13.08.2018 - 17.08.2018) - 2332.01.68
  • Mittwoch, 18:30 - 20:00 (Einzeltermin, 13.06.2018 - 13.06.2018) - 2332.00.52

Krankheitsgeschichten: Medizin in Literatur und Film - Wahlfach Q1

Krankheitsgeschichten spielen in der Literatur und im Film eine große Rolle. Hier werden u.a. individuelle Krankheitserfahrungen geschildert, fiktive Handlungsrahmen ausprobiert, ärztliche Handlungen, Ärzt/-innen oder Patient/-innen in ihrem Patient-Sein karikiert, die medizinische Wissenschaft, ihre Formate und institutionellen Ausprägungen kritisiert. An den Texten und Filmen lässt sich zeigen, was als Krankheit und Gesundheit in einer jeweiligen Zeit verstanden wird und was an menschlicher Regung sowie zwischenmenschlicher Interaktion damit verbunden wird. Das Seminar geht diesen Fragen in interdisziplinärer Form nach. Aus literaturwissenschaftlicher, filmsemiotischer und medizinhistorischer Perspektive werden ausgewählte literarische Werke und Filme inhaltlich und formal analysiert, ihre medizinhistorischen Kontexte ergründet und ihre Darstellungen medizinischer Situationen diskutiert. Es wird eine Lektüre von ca. 60 Seiten pro Woche vorausgesetzt.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.04.2018 - 11.07.2018) - 2312.04.24

Kurs Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie (Raumzuordnung)

Im Vordergrund stehen neben der Bedeutung lerntheoretischer Konzepte für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Krankheiten (insbesondere von Angststörungen) eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Der Kurs wird in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Soziologie durchgeführt.

  • 08:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 30.07.2018 - 03.08.2018) - 2302.03.22
  • 08:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 17.09.2018 - 21.09.2018) - 2302.03.22
  • 08:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 30.07.2018 - 03.08.2018) - 2303.01.41 (Z 34)
  • 08:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 30.07.2018 - 03.08.2018) - 2303.01.43 (Z 44)
  • 08:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 30.07.2018 - 03.08.2018) - 2303.01.61 (Z 36)
  • 08:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 17.09.2018 - 21.09.2018) - 2303.01.41 (Z 34)
  • 08:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 17.09.2018 - 21.09.2018) - 2303.01.43 (Z 44)
  • 08:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 17.09.2018 - 21.09.2018) - 2303.01.61 (Z 36)
  • Mittwoch, 09:30 - 11:00 (Einzeltermin, 08.08.2018 - 08.08.2018) - 1612.HS Ersatz (Z 598)
  • Mittwoch, 09:30 - 11:00 (Einzeltermin, 26.09.2018 - 26.09.2018) - 1612.HS Ersatz (Z 598)
  • 08:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 01.08.2018 - 03.08.2018) - 2302.U1.24 (Z 28)
  • 08:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 17.09.2018 - 21.09.2018) - 2302.U1.22 (Z 24)

MFM 2b - Krankheitsgeschichten: Medizin in Literatur und Film

Krankheitsgeschichten spielen in der Literatur und im Film eine große Rolle. Hier werden u.a. individuelle Krankheitserfahrungen geschildert, fiktive Handlungsrahmen ausprobiert, ärztliche Handlungen, Ärzt/-innen oder Patient/-innen in ihrem Patient-Sein karikiert, die medizinische Wissenschaft, ihre Formate und institutionellen Ausprägungen kritisiert. An den Texten und Filmen lässt sich zeigen, was als Krankheit und Gesundheit in einer jeweiligen Zeit verstanden wird und was an menschlicher Regung sowie zwischenmenschlicher Interaktion damit verbunden wird. Das Seminar geht diesen Fragen in interdisziplinärer Form nach. Aus literaturwissenschaftlicher, filmsemiotischer und medizinhistorischer Perspektive werden ausgewählte literarische Werke und Filme inhaltlich und formal analysiert, ihre medizinhistorischen Kontexte ergründet und ihre Darstellungen medizinischer Situationen diskutiert. Es wird eine Lektüre von ca. 60 Seiten pro Woche vorausgesetzt.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.04.2018 - 11.07.2018)

MFM 2b: Master Forschungsseminar: Von Normkörpern und deren Abweichungen

Körper sind kulturelle Konstruktionen, die über die Differenz von Norm und Abweichung hervorgebracht werden. Dem 'normalen', gesunden Körper wird entlang dieser binären Ordnung der kranke, beschädigte, defiziente Körper gegenübergestellt, für dessen Träger es in der deutschen Sprache eine Fülle von abwertenden Bezeichnungen wie Monster, Krüppel oder Behinderter gibt. An der Diskursivierung des menschlichen Körpers beteiligen sich Natur-, Sozial- und Kulturwissenschaften gleichermaßen. Mit den Disability Studies sind in den letzten Jahren nicht nur der von den jeweils geltenden Normen abweichende Körper in den Blick genommen, sondern vielmehr auch die traditionellen Unterscheidungspraktiken zwischen Norm und Abweichung kritisch hinterfragt worden. Wie Literatur in diese Prozesse der Konstruktion und Interpretation von Körpern verstrickt ist, ob sie konventionalisierte Körperbilder und Körperordnungen bestätigt, kritisch hinterfragt oder subversiv unterläuft, werden wir im Seminar an Texten vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart diskutieren.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 12.04.2018 - 19.07.2018) - 2332.00.66

Medizinische Versorgung von geflüchteten Menschen (Studium Universale "für Nichtmediziner")

Das Wahlfach ermöglicht den Studierenden über die betreute praktische Zusammenarbeit mit Geflüchteten einen Einblick in das deutsche Gesundheitssystem. Es ist in drei Phasen (ca. 28 UE) gegliedert:


1. Vorbereitende Seminare (10 UE)

Die Seminare sind aufeinander abgestimmt und dienen als Vorbereitung auf die Begegnung und die Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft.

2. Drei Patientenbegleitungen (insg. 15 UE)
In der zweiten Phase übersetzen die Studierenden bei Arztterminen von Bewohnern der Düsseldorfer Flüchtlingsunterkünfte (Sprachkenntnisse werden vorausgesetzt, s.u.). Die Studierenden haben dabei die Möglichkeit, gemeinsam mit Medizinstudierenden die medizinische Versorgung der Flüchtlinge in der Realität zu erleben und erleichtern den Flüchtlingen zugleich mit ihrer Unterstützung den Zugang zum deutschen Gesundheitssystem.
3. Reflexionsseminar (3 UE)
In der Nachbereitungsphase werden die drei Patientenbegleitungen aufgegriffen und im persönlichen Gespräch mit ÄrztInnen oder PsychologInnen reflektiert und aufgearbeitet. In diesen Reflexionsseminaren werden die schriftlichen Prozessberichte als Gesprächsgrundlage verwendet.

Termin hierzu: Beginn des nächsten Semesters (10.10.2018)

 

AG Flüchtlingshilfe, Fachschaft Medizin Düsseldorf

Projekt.fluechtlingshilfe@fsmed.de

http://fsmed.de/ag-fluechtlingshilfe/

 

Ansprechpartner
AG Flüchtlingshilfe, Fachschaft Medizin : Projekt.fluechtlingshilfe@fsmed.de
Dr. rer. san. Thomas Muth: Thomas.Muth@hhu.de

 

Institut/Klinik
Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (IASUM)
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie,
Diakonie Düsseldorf

 

Dozierende:

P. Angerer, M. Böckmann, M. Guddati, L. Joksimovic, T. Krause, O. Targas, M. Schröder

  • Mittwoch, 13:00 - 15:00 (Einzeltermin, 18.04.2018 - 18.04.2018)
  • Mittwoch, 13:00 - 15:00 (Einzeltermin, 25.04.2018 - 25.04.2018)
  • Mittwoch, 13:00 - 15:00 (Einzeltermin, 02.05.2018 - 02.05.2018)
  • Mittwoch, 13:00 - 15:00 (Einzeltermin, 09.05.2018 - 09.05.2018)
  • Mittwoch, 13:00 - 15:00 (Einzeltermin, 16.05.2018 - 16.05.2018)
  • Mittwoch, 13:00 - 15:00 (Einzeltermin, 23.05.2018 - 23.05.2018)

Personalmanagement im demografischen Wandel

Wenn in den vergangenen Jahren die klassischen Aufgaben des Personalmanagements mit den drei Arbeitsbereichen Personaleinstellung, -entwicklung und -freisetzung beschrieben werden konnten, so werden in Zeiten des demografischen Wandels dem Personalmanagement zusätzliche Aufgaben gestellt.

Hierzu gehört vor allem der verschärfte Wettbewerb um Fachpersonal, die Bemühungen um den Erhalt gesunder und damit leistungsfähiger Mitarbeiter/innen durch die Entwicklung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements, geeignete Nachfolgeplanungen mit sinnvoller Wissenssicherung und neue Aufgaben für Führungskräfte im Hinblick auf alternsgerechtes Führen oder "Diversity".

Im Seminar werden wir uns mit den theoretischen Grundlagen von Anreizsystemen im Personal-management auseinandersetzen sowie mit verschiedenen Themenrecherchen, z.B. zu den arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen alternsgerechter Arbeit oder gender-Aspekten der Führung.

In der ersten Sitzung, am 11. April, wird ins Thema eingeführt und der Seminarablauf sowie die Themenvergabe besprochen.

 

 

  • Mittwoch, 12:30 - 16:00 (14-täglich, 11.04.2018 - 18.07.2018) - 2621.01.36 (Z 16)

Physiognomien des Lebens: Anthropologie, Medizin, Kultur

 

Im Rahmen der Veranstaltung wird die dreitägige internationale Summer School "Physiognomien des Lebens: Anthropologie, Medizin, Kultur" (12.-14.09.2018, Haus der Universität) besucht; eine thematische Vorbereitung erfolgt vorab, wobei grundlegende Texte gelesen und diskutiert werden.

Die Veranstaltung zielt darauf ab, die literaturwissenschaftlichen, philosophischen, wissenschaftstheoretischen und nicht zuletzt gesellschaftspolitischen Implikationen einer biopolitischen Lesart des physiognomischen Denkens zu diskutieren, welches insbesondere mit der wissenschaftlichen Fundierung durch die Naturwissenschaften im neunzehnten Jahrhundert einen normierenden Charakter erhält und bis heute latent als gedankliche Matrix dient. Das zunehmende wissenschaftliche Interesse für die Physiognomik und deren konstitutiv interdisziplinären Anwendungsraum hat dazu geführt, die Tradition des physiognomischen Denkens in Italien sowie in Deutschland und Frankreich neu zu entdecken. Infolge der Intensivierung von Migrationsbewegungen, des erneuten Aufkommens von Fragen nach der Legitimierbarkeit von Rassegedanken und der Neubewertung von Inklusions- und Exklusionsmechanismen sieht sich das physiognomische Denken einer seiner historischen Entwicklung innewohnenden Herausforderung ausgesetzt. Es stellt sich die Frage, ob und inwiefern die Physiognomik über ihren geistesgeschichtlich umrissenen Aufgabenbereich hinaus, als eine ästhetische Denkweise betrachtet werden kann, welche die Zentralität des Individuums und der körperlichen Ausgestaltung seiner Identität affirmiert und neu definiert? Diese Frage, welche den Kern der Aktualisierung der Physiognomik und v.a. der Theorien des neunzehnten Jahrhunderts darstellt, lässt sich erst mittels der Vertiefung der historischen Bedingungen einer solchen Selbstumbildung der Physiognomik thematisieren. Die Veranstaltung möchte eine öffentliche Debatte über kollektive und individuelle Identitätskonstrukte vor einem aktuell als krisenhaft erfahrenen Hintergrund anstoßen und Stereotypen kritisch hinterfragen

Zur Erlangung des Beteiligungsnachweises müssen fünf Vortragsprotokolle (von mindestens zwei Seiten Länge) bis zum 30.09.2018 eingereicht werden.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 24.04.2018 - 24.04.2018) - 2491.01.63
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 15.05.2018 - 15.05.2018) - 2491.01.63
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 19.06.2018 - 19.06.2018) - 2491.01.63
  • 10:00 - 18:00 (Blockveranstaltung, 12.09.2018 - 14.09.2018)

Von der Eugenik zur "Euthanasie". Psychiatrie in der Zeit des Nationalsozialismus

Von der "erbbiologischen" Selektion und den Zwangssterilisierungen von Psychiatriepatienten bis hi zu den bei Kriegsbeginn einsetzenden Krankenmorden, werden in diesem Blockseminar anhand ausgesuchter Texte und Dokumente die Vorgeschichte, Durchführung und Auswirkungen der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Patientenmorde untersucht und besprochen. Den seit Kriegsbeginn 1939 anlaufenden Patientenmorden, der sogenannten "Euthanasie", fielen neueren Forschungen zufolge nicht wie bislang angenommen 100.000 Menschen, sondern mehr als 300.000 Menschen zum Opfer, die regional und zeitlich versetzt in speziellen Tötungszentren vergast wurden. Im Sommer 1941 wurde die Mordaktion zunächst gestoppt, dann jedoch ab Ende 1942 durch einzelne Anstalten dezentral fortgeführt. Daneben liefen parallel gesonderte Tötungsaktionen gegen behinderte und verhaltensauffällige Kinder sowie gegen psychisch erkrankte und behinderte Konzentrationslagerhäftlinge.

Die Blockveranstaltung will sich mit der Frage befassen, welche Bedingungen für die mit Kriegsbeginn einsetzenden "Euthanasie"-Krankenmorde konstitutiv gewesen sind, wie die Mordaktionen im einzelnen organisiert und realisiert wurden und welche Auswirkungen sie gehabt haben.

Voraussetzungen für den Beteiligungsnachweis und die Teilnahme an der Exkursion nach Belarus im September 2018 sind die regelmäßige Teilnahme an der Übung, die Übernahme eines Kurzreferates sowie die Teilnahme am Seminar von Frau Shparaga im September 2018.

  • 08:30 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa und So, 21.04.2018 - 22.04.2018)
  • 08:30 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa und So, 28.04.2018 - 29.04.2018)

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