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Weltanschauung und Religion

Lehrveranstaltungen zur Dimension Weltanschauung und Religion

"Das war vor Jahren" - Pop als kollektive Erinnerungsmaschine. Oral History und Citizen Science in den Medien- und Kulturwissenschaften - EXKURSION (3.-6.11. nach Berlin)

TERMINE:

3.-6.11.22 Exkursion nach Berlin zur "Berlin Science Week" (Reisekosten und Übernachtung werden finanziert)

Nostalgiefilter aus, Forschungsbrille auf: Wenn Fans zu Forschenden werden, sind Grenzüberschreitungen inklusive. Citizen Science ermöglicht diesen Seiten- und Perspektivwechsel, der sowohl in der Wissenschaft als auch in der Bürger:innenschaft zu einem produktiven Wissens- und Erfahrungsaustausch führt. In diesem Seminar treffen Studierende auf Bürger:innen und erforschen gemeinsam, wie der Rollenwechsel von Fans hin zu Forschenden und die Perspektivverschiebung von der Szene in die Wissenschaft in der Praxis fruchtbar gemacht werden können.

Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf der praktischen Einbindung und (wissenschaftlichen) Zusammenarbeit von und mit Citizen Scientists des Projekts #KultOrtDUS – die Medienkulturgeschichte Düsseldorf als urbanes Forschungsfeld. Zwischen Fans, Prosumer:innen, Bürger:innen und Urban Legends begibt sich das Seminar auf Spurensuche und verbindet die aktuelle Perspektive der Citizen Science- und Fanforschung mit experimentellen Ansätzen der Oral History.

Neben dem Aufbau einer im Seminar vermittelten Einstiegs-Grundlage zur Genealogie und Methodologie des Forschungsfeldes (Was ist Citizen Science / Oral History / Jugendkultur) sowie der selbstreflexiven Auseinandersetzung mit der eigenen Perspektive und der Überlagerung von Rollen im Forschungsprozess soll in einem weiteren Schritt die Haltung zu und hinter einer interdisziplinären Forschungsarbeit zwischen Medien- und Kulturwissenschaft und angrenzenden Gebieten durch eine 3-tägige Exkursion zu einer Fachtagung gestärkt werden. Fragestellungen zur Interdisziplinarität von Wissenschaftsfeldern in und außerhalb der „Humanities” durch den Besuch ausgewählter Programmpunkte (Panels, Ausstellungen, Keynotes) nachzugehen, ermöglicht eine Erweiterung des eigenen Forschungsblicks und eine Berührung mit der Wissenschaftswelt in einem diskursiven und kollaborativen Setting einer solchen Veranstaltung. 

Die Exkursion ist verpflichtender Seminarbestandteil; die Kosten (Reise sowie Unterkunft) werden übernommen. Das Seminar ist auf max. 15 Studierende begrenzt.

  • Donnerstag, 08:30 - 12:00 (wöchentlich) - 2801.00.012

Critical Outer Space Studies (Mo 10:30)

Our course “Critical Outer Space Studies: Seminar and Lecture Series” takes as its cue the increasing prevalence and visibility of both public (NASA, ESA, Artemis Accords) and private (SpaceX Blue Origins, etc.) endeavours that seek to explore, exploit, settle, and own outer space and its celestial bodies. Our course will pay particular attention to how, in recent years, the exploration of outer space has been invigorated via its role as a potential remedy for the challenges of the Anthropocene (via resource extractivism, resettlement, off-world heavy industry, observation of impacts of climate change on a global scale).

Using as a point of departure the notion that outer space is a social construct (Stefanie Dunning) and as such entangled in terrestrial discourses such as colonialism, capitalism, territoriality, militourism, (among others), this class will engage the complex field of study that is the science and exploration of outer space through a variety of disciplinary lenses—particularly, but not exclusively, from the humanities—such as environmentalism, posthuman studies, mobility studies, astroethics, critical legal studies, discard studies, and postcolonial studies.

Participating students will have the unique opportunity to engage with the work of leading scholars and scientists in all of these fields through seminar sessions and their discussion of texts, films, reports and other material.

The seminars will also prepare the accompanying guest lectures, which allow the students to directly engage with leading scholars and scientists from diverse disciplinary backgrounds in the humanities, social sciences, legal studies, and the natural sciences (among others) to explore the ethics and cultural discourses that surround the exploration of human space.Regular classes and lectures will be conducted in a hybrid format.

For the first and final session of class, a joint on-site and in-person class will be conducted at HHU Düsseldorf and Université de Toulouse 2 Jean Jaurès, Toulouse, respectively.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich) - 2421.03.62
  • Montag, 18:00 - 20:00 (Einzeltermin, 21.11.2022 - 21.11.2022) - 2321.02.22 (Z 34)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 24.10.2022 - 14.11.2022) - 2302.U1.21 (Z 55)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 05.12.2022 - 05.12.2022) - 2321.U1.46 (Z 109)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 21.11.2022 - 21.11.2022) - 2321.U1.46 (Z 109)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 28.11.2022 - 28.11.2022) - 2321.U1.46 (Z 109)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 29.11.2022 - 29.11.2022) - 2321.01.22 (Z 48)

Der Kult der Kirche

In den Geschichtsquellen des Mittelalters sind Bezüge zum Kult der Kirche allgegenwärtig – das beginnt schon mit der Datierung zahlreicher Dokumente nach den Festen des Kirchenjahres, und viele historische Nachrichten würden ganz unverständlich bleiben, wenn man sie nicht vor dem Hintergrund einer Umwelt deuten würde, in der letztlich alle Lebenslagen in einem sakralen Rahmen verortet und von sakralen Handlungen begleitet wurden. Die Worte und Gesten dieser Sakralhandlungen stellen gleichsam den Zeichenvorrat oder das kulturelle Referenz-Archiv dar, aus denen die Schriftsteller des Mittelalters Bilder und Zitate schöpften, um das Geschehene zu benennen, Normen zu formulieren und ihren Gedanken Ausdruck zu verleihen.
In der Übung soll ein grundlegender Überblick über die Struktur und die Geschichte der Liturgie der Kirche von der Spätantike bis zur französischen Revolution vermittelt werden. Behandelt werden neben den liturgischen Büchern für die einzelnen gottesdienstlichen Funktionen auch die Ämter und die Organisation der Kirche, die Geschichte der Sakralbauten und die Ordnung des gregorianischen Gesanges.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich) - 2303.01.63 (Z 26)

Diaspora, Post-Coloniality, Exile: Comparing Jewish and African Literatures

Class Calendar

Week 1: 12 October

Course Introduction: What Is Diaspora? What is the Postcolonial? Who Are African? Who Is Jewish?

Week 2: 19 October

Mendele Moykher-Sforim, The Mare (Introduction and Chapters 1-12: 555-610

Week 3: 26 October

The Mare, Chapters 13-24: 610-673

Week 4: 2 November

Amos Tutuola, The Palm-Wine Drinkard: 177-307

Week 5: 9 November

The Palm-Wine Drinkard

Week 6: 16 November

Sholem Aleichem, Tevye the Dairyman: translator’s introduction, ix-xxxi, 3-52

Week 7: 23 November

Tevye the Dairyman: 53-97

Week 8: 30 November

Tevye the Dairyman, 97-131

Week 9: 7 December

Ken Saro-Wiwa, Sozaboy: 1-91

Week 10: 14 December

Sozaboy: 92-181

Week 11: 21 December (No Class: Make up Session to be arranged)

Students Should Begin to Read Ama Ata Aidoo’s Our Sister Killjoy over the break to be prepared to discuss it in our make-up session

Week 12: 28 December (No Class: Enjoy the Holiday!)

Week 13: 4 January (No Class: Happy New Year!)

Week 14: 11 January

Ama Ata Aidoo, Our Sister Killjoy (continued)

Week 15: 18 January

Ory Castel-Bloom, Dolly City

Week 16: 25 January

Dolly City

Week 17: 1 February

Sayed Kashua, Track Changes

 

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 12.10.2022 - 01.02.2023) - 2453.U1.81

Dokumentation, Geschichtsschreibung und Archivierung im Warschauer Ghetto - Die Oyneg-Shabes-Gruppe und das Untergrundarchiv

Kommentar: Die konspirative Gruppe Oyneg Shabes bemühte sich, unter der Leitung des Historikers Dr. Emanuel Ringelblum, den Alltag unter der deutschen Besatzung und im Warschauer Ghetto zu erfassen und diesen für die Nachwelt zu bewahren. Die Gruppe sammelte Materialien ihrer Umgebung (Plakate, Flugblätter, Tickets, Einladungen, Lebensmittelmarken, Postkarten, Fotografien, Tagebücher, Memoiren, Testamente, Schulaufsätze, Briefe und Berichte, Zeitungen, Dokumente von offiziellen Institutionen, Zeichnungen und Aquarelle) und arbeitete an einer großangelegten Sozialstudie. Ende 1941/Anfang 1942 gelangten Informationen über die Liquidierung anderer Ghettos sowie über Massenexekutionen an die Gruppe, die sich nun verstärkt der Dokumentation über die Vernichtung der polnischen Juden widmete und Aufklärungsarbeit über diese Verbrechen leistete. Unter dem Eindruck der täglichen Deportationen aus dem Warschauer Ghetto wurde der erste Bestand des Archivs im Sommer 1942 vergraben. Weitere Teile wurden Anfang 1943 vergraben. Nur zwei Teile wurden 1946/1950 entdeckt, die heute im Jüdischen Historischen Institut in Warschau aufbewahrt werden.

Im Vertiefungs-/Masterseminar werden wir uns mit der Oyneg-Shabes-Gruppe, ihren Akteuren und ihrer Arbeitsweise sowie mit einzelnen Archivquellen und der Rezeptionsgeschichte intensiv auseinandersetzen.

Voraussetzung für den Nachweis einer erfolgreichen Teilnahme ist die die Übernahme eines Referates und die Beteiligung an den Diskussionen. Für eine AP ist zudem eine Seminararbeit anzufertigen.

  • Freitag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich) - 2321.U1.97 (Z 25)

Drei Sprachen gleichzeitig lernen - praktizierte Transkulturalität in der Fremdsprachendidaktik- Anfänger

Die Veranstaltung findet online statt! Die Zugangsdaten werden Ihnen noch per Mail mitgeteilt.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2022 - )

Einführung in den Rechtsradikalismus

  • Mittwoch, 18:30 - 22:00 (Einzeltermin, 19.10.2022 - 19.10.2022) - 2321.HS 3E (Z 224)

Einführung in die Ethik

Die Vorlesung bietet Studienanfängern eine Einführung in grundlegende Fragen der Metaethik, der Ethik i. e. S. sowie der Angewandten Ethik. Das Ziel der Veranstaltung besteht zum einen darin, die Teilnehmer mit wichtigen Begriffen der Moralphilosophie vertraut zu machen und ihnen einen Überblick über die einflussreichsten Theorien zu vermitteln. Geklärt werden soll z. B., was eine kognitivistische bzw. non-kognitivistische Position auszeichnet, worin die Charakteristika deontologischer und konsequentialistischer Ethiken bestehen und wie sich Fragen der distributiven und retributiven Gerechtigkeit voneinander unterscheiden. Zum anderen sollen in der Vorlesung zentrale Probleme, mit denen sich die Moralphilosophie befasst, dargestellt und einer systematischen Analyse unterzogen werden. Erörtert wird z. B., ob moralische Aussagen einen Wahrheitsanspruch erheben können, welchen Anforderungen eine gerechte Güterverteilung genügen muss und wer als Mitglied der moralischen Gemeinschaft, d. h. als Träger von moralischen Ansprüchen, gelten darf.


  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2022 - ) - 2201.HS 2A (Z 336)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 13.03.2023 - 13.03.2023) - 2321.U1.46 (Z 109)

Erinnerungskulturen im 19. und 20. Jahrhundert (1830-1970)

Erinnerung ist eine gesellschaftsgestaltende Kraft und hat viele Gesichter. Sie wird geprägt, gesteuert, aktiviert und verdrängt. Der Begriff der Erinnerungskulturen beschreibt die Art und Weise, wie Gesellschaften erinnern, an wen und an welchen Orten sie erinnern. In der Übung sollen die Grundlagen und Bedingungen von Erinnerungskulturen erarbeitet werden. Anhand verschiedener Ereignisse und Prozesse wird in der Übung untersucht und diskutiert, wie Erinnerung öffentlich gestaltet werden kann, aber auch, wie umkämpft sie sein kann. So wird die Erinnerung an die Seuchenopfer anders gestaltet als an die von Kriegstoten oder an Opfer von Gewalt. Öffentliche Erinnerungsbedürfnisse können sich zudem in historischer Perspektive erheblich verändern, wie allein schon die Diskussion um die Umbenennungen von Straßen und Plätzen deutlich machen kann. Die Bereitschaft zur Mitarbeit, Diskussionsfreude und Lektürebereitschaft werden erwartet.

  • 10:30 - 16:00 (Blockveranstaltung + Sa, 09.12.2022 - 10.12.2022) - 2321.04.23 (Z 34)
  • 10:30 - 16:00 (Blockveranstaltung + Sa, 09.01.2023 - 10.01.2023) - 2421.00.61
  • Freitag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 25.11.2022 - 25.11.2022) - 2321.01.22 (Z 48)

Ethik politischer Grenzen

Territoriale Hoheitsansprüche und - damit verbunden - staatliche Grenzen stellen ein wesentliches Merkmal der internationalen Politik dar. Obwohl die Ziehung wie auch die Durchlässigkeit bzw. Undurchlässigkeit von Grenzen zu zahlreichen Konflikten führt, hat die politische Philosophie diesen Themenbereich lange Zeit vernachlässigt. Im Seminar sollen zentrale Texte der aktuellen (überwiegend englischsprachigen) Debatte, die unterschiedliche Positionen zu drei Problemfeldern repräsentieren, gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Zum einen werden verschiedene Auffassungen darüber erörtert, wie sich (wenn überhaupt) Gebietsansprüche von Staaten rechtfertigen lassen. Zum anderen sollen die wichtigsten Theorien zur Legitimation von Sezessionen und die mit ihnen verbundenen Probleme einer eingehenden Analyse unterzogen werden. Schließlich werden ethische Fragen der Immigration und Emigration ("brain drain") in den Blick genommen und einflussreiche Begründungen für eine Politik der offenen bzw. geschlossenen Grenzen betrachtet.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich) - 2321.U1.73 (Z 28)

Europa im Mittelalter

In den tausend Jahren, die das Mittelalter umfasst (500–1500), hat sich Europa in politischer, ökonomischer, kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht maßgeblich geformt, doch erfährt man im Geschichtsunterricht in der Regel nur sehr wenig über die Epoche des Mittelalters. Die Vorlesung bietet einen Überblick über die politische Geschichte, die zentralen Entwicklungen des mittelalterlichen König- und Kaisertums und der Päpste in Rom, die Entfaltung der ständisch geprägten mittelalterlichen Gesellschaft und der neuen urbanen Zentren, der Städte. Daneben kommen aber auch sozialgeschichtliche und kulturgeschichtliche Ansätze und aktuelle methodische Fragen des Geschichtsstudiums zur Sprache.

 

 

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 19.10.2022 - 01.02.2023) - 2301.HS 3D (Z 425)

Flucht, Migration und Integration - Projektseminar für bedarfsgerechte Hilfsangebote

Wie kann der Weg der Geflüchteten in die neue Kultur und Gesellschaft begleitend unterstützt werden? Mit diesen Fragen werden sich die Studierenden des praxisorientierten Kurskonzepts „Service-Learning” beschäftigen. Sie bekommen die Möglichkeit eigene Projekte für und mit Geflüchteten zu entwickeln oder in bereits etablierten Projekten mitzuwirken. Die Projektphasen werden begleitet von inhaltlichen Sitzungen zu den Themen Fluchtursachen, Asylrecht, Migration und Integration. Das erlernte akademische Wissen soll während des Seminarverlaufs in die praktische Umsetzung von Projektideen einfließen. Die Kooperationspartner des Seminars, wie das Flüchtlingsbüro Düsseldorf, die Diakonie, die Flüchtlingsorganisation Stay, das Zakk und viele weitere werden den Kurs mit Gastvorträgen oder in Zusammenarbeit mit den Projektgruppen begleiten und die Brücke zwischen Universität und Zivilgesellschaft bilden.

Die Covid-19-Pandemie stellt die Integrationsarbeit vor neue Herausforderungen. Organisationen müssen sich der Frage widmen, wie sie in solchen Situationen handlungsfähig bleiben und geflüchtete Menschen trotzdem bei dem Integrationsprozess unterstützen können. Digitale Problemlösungen sind im Vergleich zu Präsenzprojekten nicht gleichermaßen effektiv und es ist schwieriger Chancengleichheit bei der Teilnahme zu ermöglichen. Teilnehmende des Projektseminars werden sich diesen Hürden stellen und versuchen konstruktive Projektlösungen zu konzipieren. 

 

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 14.10.2022 - 03.02.2023)

Frieden in Europa. Visionen und Verträge (1517-1815)

Wie wenig selbstverständlich Frieden in Europa ist, zeigt der im Februar 2022 begonnene Krieg in der Ukraine. Das Seminar wendet sich einem Zeitraum zu, der sich angesichts zahlreicher Konflikte und Kriege durch eine sehr auffällige Friedlosigkeit auszeichnet. Anhand verschiedener Visionen und Verträge soll beleuchtet werden, welche Vorstellungen von Frieden in der Frühen Neuzeit existierten und wie einige bedeutende Versuche aussahen, ihn herzustellen und zu sichern. Der gewählte Betrachtungszeitraum orientiert sich an der „Klage des Friedens“, die Erasmus von Rotterdam 1517 vorlegte, und dem Wiener Kongress, der mit dem Ende der Ära Napoleons 1815 den Kontinent politisch neu ordnete.

In der konstituierenden Sitzung am Donnerstag, 13. Oktober 2022, werden die genauen Modalitäten für die Abschlussprüfung (Vertiefungsseminar) beziehungsweise für den Beteiligungsnachweis (Modul Kulturelle Grundlagen Europas) bekanntgegeben. Nähere Informationen zu diesem Modul finden Sie unter https://www.kge.hhu.de

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich) - 2321.00.48 (Z 30)

Geschichte und Gedächtnis. Philosophische Aspekte einer (inter)nationalen Erinnerungskultur

Durch Erinnerung gestaltet man in der Gegenwart Zukunft:"Zukunft braucht Herkunft".  Der Satz gilt nicht nur für den Einzelnen,sondern auch für Gesellschaften. In ständiger Gedächtnisarbeit versichert sichder individuelle Mensch seines Erfahrungshorizontes als Orientierungsdimension.Aber auch Gruppen, Gesellschaften, Nationen und Staaten reflektieren ihrenZusammenhalt durch Erinnerung an ihre kulturellen, historischen und sozialenPrägungen. Nicht nur Einzelpersonen besitzen ein Gedächtnis. Auch Gruppen,Gesellschaften und Staaten haben ein Gedächtnis, ein kollektivesGedächtnis.  Es gehört zur kulturellen Identität dieser Gruppen,Gesellschaften oder Staaten. Es drückt sich aus in Ritualen, Symbolen undNarrativen. Aleida Assmann stellt fest: "Ein kollektives Gedächtnis ermöglichtes den Mitgliedern einer Gesellschaft, über räumliche und zeitliche Entfernungenhinweg Bezugspunkte in der Vergangenheit festzuhalten und gemeinsameOrientierungsformen aufzubauen." Erinnerungskultur ist in diesem Sinn einegesamtgesellschaftliche Aufgabe. Umso mehr stellt sich allerdings die Frage, wie sich einegesamtgesellschaftlich relevante Erinnerungsarbeit gestalten lässt? Zur Geschichte des "Vaterlandes" bemerktKant: "Die Geschichte nutzt gar nichts ohne einen Grad von Philosophie, wenn esauch nur die moralische wäre."  Diese These Kants verbindet sich mitseiner Einsicht, dass Kultur immer auch eine moralische Dimension besitzt.Erinnerungsarbeit trägt zur kulturellen Identität einer Gruppe, einerGesellschaft, eines Volkes, eines Staates, einer Nation bei. Sie lässt sich alsVergegenwärtigung von geschichtlichen Ereignissen begreifen. Aufarbeitung vonGeschichte ist dann aber im Sinne Kants immer schon moralisch orientiert, dennnur dann besitzt diese Erinnerungsarbeit für ihn Bedeutung, ansonsten ist sie,nutzlos'.

Im Seminar sollen diese Zusammenhänge anhand von ausgewähltenTexten untersucht und erörtert werden.

  • Donnerstag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich) - 2321.U1.73 (Z 28)

Kolonialismus und Orientalismus in der deutschsprachigen und französischen Literatur des 19. Jahrhunderts

Die koloniale Unterwerfung weiter Teile der Erde durch die europäischen Mächte vollzog sich vor allem im ‚langen‘ 19. Jahrhundert zwischen der Französischen Revolution und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Während Frankreich neben Spanien und England schon früh zu den führenden Kolonialmächten zählte, artikulierte das ‚verspätete‘ Zweite Deutsche Kaiserreich erst in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg seinen imperialistischen Anspruch. Die Untersuchungen des Literaturwissenschaftler Edward Said zum Orientalismus haben den Blick dafür geschärft, dass diese geopolitische Entwicklung mit der Ausbildung eines hochgradig asymmetrischen Diskurses über das ‚Eigene‘ und ‚Fremde‘ einherging, in dem die kolonialisierten Völker zum Objekt eines westlich-europäischen Beschreibungssystem wurden. Die westliche Perspektive auf den Orient wird von einer komplexen Mischung aus Faszination und Abscheu vor dem Fremden bestimmt, zu dem der eigene Anspruch hinzutritt, den Fortschritt in wissenschaftlich-technologischer, kultureller und sogar moralischer Hinsicht zu verkörpern. Diesen Diskurs affirmiert, kritisiert und subvertiert die französische und deutschsprachige Literatur des 19. Jahrhundert, wie im Seminar anhand einer Auswahl von Texten gezeigt werden soll. Für die Analysen eigenen sich insbesondere Victor Hugo (Les orientales), Théophile Gautier (Le roman de la momie), Gérard de Nerval (Voyage en Orient), Pierre Loti (Aziyadé), Heinrich Kleist (Die Verlobung in St. Domingo), Heinrich Heine (Der weiße Elefant, Das Sklavenschiff) und Gottfried Keller (Pankraz, der Schmoller). Der Blick in die Literatur soll ergänzt werden durch die Besprechung von Orientdarstellungen in der Malerei und Fotographie. Da nicht alle französischen Texte in Übersetzung vorliegen, sollten Studierende der Germanistik im Idealfall über Basiskenntnisse des Französischen verfügen.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2022 - 30.01.2023) - 2523.U1.25

Lektürekurs "Leben im Netz"

Sherry Turkles Buch zählt zu den Klassikern der Internetliteratur; die Süddeutsche Zeitung bezeichnete es gar als „Bibel der Computergeneration“.  In ihrer Schrift von 1995 (Deutsch 1998) beschäftigt sich Turkle mit den Veränderungen der Welt- und vor allem der Selbstwahrnehmung, welche die Internetnutzung ihrer Meinung nach hervorruft: „Wir beginnen uns mit anderen Augen zu sehen, sobald wir unser Bild im Spiegel des Computers erblicken“ lauten die berühmt gewordenen ersten Zeilen.

Im Rahmen dieses Lektürekurses soll versucht werden, sich Turkles Argumentation im Gesamtzusammenhang zu nähern und sie auf aktuelle Phänomene wie das Web 2.0 zu beziehen.

 

Leider ist Turkles Buch derzeit vergriffen. Es wird jedoch Sorge getragen, dass allen Teilnehmer/inne/n des Kurses die Texte zur Verfügung stehen werden.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 13.10.2022 - 02.02.2023) - 2302.U1.22 (Z 24)

Lieder, Gesänge und Hymnen als Mittel der Identifikation und Propaganda in kirchlicher, politischer und sozialer Hinsicht (Schwerpunkt für Kirchenmusikstudierende)

Weit über ihre rein textlich-musikalische Gestalt hinaus können Lieder und Gesänge Ideen verbreiten, Menschen und Gruppen verbinden, zu Symbolen werden und Gegenstand von Parteinahme und Auseinandersetzung werden. Hymnen werden eigens geschaffen, um als Erkennungszeichen von Staatengemeinschaften zu dienen. Luther verwendetete seine Lieder, um die Botschaft der Reformation zu verbreiten. Lieder tragen Revolutionen.
Diese mannigfaltigen Möglichkeiten bieten auch die Möglichkeit zu Missbrauch und Vereinnahmung. Sie fordern Kontrolle und Lenkung heraus.
Das Seminar möchte anhand prägnanter Beispiele diesen Phänomenen über die Jahrhunderte hin nachspüren. Es ist eine Fortsetzung meiner üblichen Grundeinführung in die Hymnologie. (Deren vollzogener Besuch ist aber keineswegs Voraussetzung für eine Teilnahme. Das Seminar steht allen offen)

  • Donnerstag, 15:00 - 17:00 (wöchentlich, 20.10.2022 - )

MGM 1a/b - Klassiker der Sprachtheorie

Seit über 3000 Jahren denken Menschen über den Zusammenhang von Sprache, Welt und Erkenntnis nach. In dieser Frage verbinden sich auch die Überlegungen zu dem, was der Mensch ist, mit der nach der Beschaffenheit der Welt, in der wir leben, nach den Erscheinungsformen, wie wir mit anderen Menschen in der Sprache umgehen bis hin zu den letzten Ungewissheiten bspw. über die Existenz eines göttlichen Wesens. Alles dies sind auch und vor allem Probleme der wichtigsten Äußerungsform des Menschen überhaupt: seiner Sprache.

Sprachtheorie erscheint, weil 'der Mensch nur Mensch durch Sprache ist', somit als die höchste Form des Denkens des Menschen über sich selbst und ist doch der Alltagsverwendung der Sprache und ihren Möglichkeiten stets ganz nah.

In diesem Grundlagenseminar wollen wir der Geschichte des Sprachdenkens durch die abendländische Geistesgeschichte folgen, um einen Überblick über die zentralen Positionen zu gewinnen. Gleichzeitig lassen sich hier Einsichten in die Problemfelder der Sprachwissenschaft gewinnen und man lernt die Sprachwissenschaft von ihren zentralen Aufgabenstellungen her kennen.

Die Texte werden auf ILIAS bereit gestellt.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 12.10.2022 - 01.02.2023) - 2421.00.90 (Z 23)

Medienkunst und Medienästhetik im 21. Jahrhundert

 

Digitalisierung verändert unsere Lebenswelt stetig. Da auch die Kunst überwiegend vom zeitgenössischen Kontext bedingt ist, wird auch sie vom digitalen Zeitalter beeinflusst.

Seit dem 20./21. Jahrhundert benutzen immer mehr Künstler/innen als Mittel des Ausdrucks, anstelle von Pinsel und Leinwand die elektronischen Medien. Die daraus entstandene Kunstform wird als Medienkunst oder Neue Medien bezeichnet. Somit unterscheidet sich die Medienkunst von anderen Kunstformen dadurch, dass sie sich für ihre Gestaltung neuer digitaler Technologien bedient und unterschiedlichste Aufnahme-, Übertragungs- und Wiedergabemedien in ihr Kunstschaffen integriert. Hieraus ergeben sich neue und vielfältige Möglichkeiten, den Rezipienten zu erreichen, zu integrieren, neue Präsentationsformen zu konzipieren.

Anhand von Künstlerpositionen wie z.B. dem Künstler Nam June Paik und seinem Fernsehgarten „Global Groove“ sollen die zeitbasierenden Medien vorgestellt und diskutiert werden. In Verbindung mit Besuchen von renommierten Kunstinstitutionen Düsseldorfs sollen aufkommende Fragen besprochen werden. Warum wurde die Medienkunst als Kunstform so rasant institutionalisiert? Wo sind die Grenzen zwischen Kunst und Technik? Wo bleibt das Original bei einer Technik, die immer reproduzierbar ist?

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 19.10.2022 - ) - 2421.03.26

Meinungsklimawahrnehmung - Die Theorie der öffentlichen Meinung in Zeiten von Social Media und die Frage nach Meinungsführerschaft

Thema und Kursstruktur

 

Innerhalb der Medienwirkungsforschung nimmt die „Theorie der öffentlichen Meinung“ (Noelle-Neumann 1974) eine Sonderrolle ein, da sie, entgegen dem Trend im Forschungsfeld, für eine erneute Hinwendung des Fachs zu einer Idee starker Medienwirkungen steht.

Das Aufbauseminar zeichnet den Forschungsstand zur Theorie der Schweigespirale nach und befasst sich mit der Frage, inwiefern sich die vermuteten Zusammenhänge auch in Medienumgebungen zeigen, die zunehmend durch Online-Kommunikation geprägt sind.

Warum ist es so schwer, empirische Belege für die postulierten Zusammenhänge der Schweigespirale zu erbringen und weshalb werden die einzelnen Zusammenhangshypothesen der Theorie noch immer intensiv erforscht?

 

Neben einem Überblick über das Konzept und den aktuellen Forschungsstand, wollen wir uns auch mit Fragen befassen, die sich aus der Konvergenz von Massen- und Interpersonaler Kommunikation (Newsfeeds; Re-Posting; Influencer:innen auf Social Media) ergeben.

 

Welche Rolle spielen Meinungsfüher:innen in einer vernetzten (Online-)Welt?

Und: Wenn wir uns alle in Filterblasen befinden, wie können sich dann (dennoch) Mehrheitsverhältnisse ändern?

Diesen und weiteren Fragen werden wir uns gemeinsam stellen.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2022 - 30.01.2023) - 2321.U1.76 (Z 69)

Musikwissenschaft: Eine junge akademische Disziplin und ihre Geschichtlichkeit

Die Musikwissenschaft als junge akademische Disziplin blickt bis in die Antike auf Entwicklungsstränge zurück, die als 'abendländisch', im engeren Sinne europäisch zentriert zu verstehen sind, wobei der Begriff des Abendlandes ideologisch ebenso kontaminiert ist wie ein Verständnis von (historischer) Musikwissenschaft als eurozentrische 'Werk'-Apologie.
Bewegt man sich mit der Teildisziplin der Musikethnologie (Ethnomusikologie) aus Europa heraus, ist zu fragen, wie sehr wiederum eine europäische Perspektive zur (wertenden) Vergleichsfolie anfangs gewählt wurde. Auch die Teildisziplinen der systematischen Musikwissenschaft (etwa Musikpsychologie und -soziologie) können diesen ursprünglichen Fokus nicht verleugnen.
In dem Bewusstsein, dass die Akademisierung von Musikwissenschaft im Verlauf des 19. Jahrhunderts und bis ins 20. Jahrhundert hinein also eine stark kulturperspektivische Komponente hatte, ist neben dem eigentlichen Akademisierungsprozess zur differenzierten universitären Disziplin zu klären, welche historischen 'Zulieferer' relevant sind: etwa der Musikjournalismus seit dem 18. Jahrhundert, mittelalterliche Traktate oder die begriffsdefinitorisch, mathematisch und gesellschaftstheoretisch basierten Selbstvergewisserungen über den Gegenstand der Musik und seine Wissenschaft bereits in der Antike.


Ziel der gemeinsamen Arbeit im Seminar ist es, eine Vorstellung von Geschichte und Geschichtlichkeit der Musikwissenschaft, ihrer differenzierten Systematik und Funktion bis heute vor dem Hintergrund der Herausforderungen spezifischer (ggf. ideologischer) Narrative zu gewinnen. Denn insofern von voraussetzungsvoller vergangener Musikschöpfung und -praxis die Rede ist, tritt mit dem Begriff 'Geschichte' auch der darin enthaltene Teilaspekt 'Geschichten' in den Fokus: Es gibt nicht nur die verschriftlichte Musik, Traktate etc., sondern perspektivierende Geschichten über deren Produktion bzw. Produktionsumstände.
Das, was passiert ist bzw. als 'Taten' gelten kann (res gestae), wurde berichtet (historia rerum gestarum), so dass jeder Geschichte auch immer ein eigener Blickwinkel des Erzählens dieser Taten und Ereignisse innewohnt. Es gibt also - auch in Bezug auf die Musikwissenschaft - nicht die Geschichte, wie sie war, sondern als perspektivisch-lebendige Geschichtlichkeit ein 'Narrativ' von Geschichte vor dem Hintergrund der Verfügbarkeit von Quellen, von deren Auswahl und Interpretation.

  • Donnerstag, 17:00 - 19:00 (wöchentlich, 20.10.2022 - )

Ort | Identität: Öffentlicher und privater Raum

Die Covid19-Pandemie machte schmerzlich sichtbar, welche Räume wir nutzen - nämlich indem wir sie entzogen bekamen. Im Seminar (und im Seminarraum) soll untersucht werden, wie Räume und Orte performativ und durch soziale Praktiken produziert werden, welche Bedeutung sie haben und welche ihr Verlust. Raum wird als Medium verstanden, als Fläche, auf der Begegnung und Aktivität stattfinden, aus welcher wiederum Wissen entsteht und zirkuliert. Unter Rückgriff auf "space theory", medienwissenschaftliche Positionen und politische Philosophie werden unterschiedliche Räume durchdrungen (und teilweise auch besucht): Universität/Seminarraum, Museum, Kino, Club, S-Bahn, Hallenbad, Restaurant, Hotel, Einkaufszentrum, Supermarkt, Zoom-Room und Telegram-Kanal.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 19.10.2022 - ) - 2303.01.22 (Z81)

Pan-Africanism as transcultural concept: Key intellectual works and their multiple legacies

Pan-Africanism has its roots in the 19th and early 20th century and became an international movement throughout much of the 20th century. It countered a racist world order, white supremacy and colonial oppression by fostering Black solidarity and African unity. Key texts and protagonists like Kwame Nkrumah, W.E.B. Dubois or Aimé Cesaire remain important reference points for African and black intellectual thought on both sides of the Atlantic, informing and inspiring not only critical/political discourse, but also literature and the arts. Importantly, Pan-Africanism was never a uniform movement but characterised by a range of profoundly different approaches. Neither was it an all-male movement.

In this seminar we will read some key texts emerging from three continents comparatively, exploring their historical place and their complex and multiple legacies in and for decolonial and antiracist throught and praxis.

Transcultural movements such as Pan-Africanist thought have been studied across disciplines and require multidisciplinary approaches. This seminar is co-taught by Prof. Dr. Stefanie Michels (History) and is open to students of History. The seminar language will be English. 

 

 

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich) - 2522.U1.55 (Z 42)

Panafricanism as transcultural concept: Key intellectual works and their multiple legacies

Pan-Africanism has its roots in the 19th and early 20th century and became an international movement throughout much of the 20th century. It countered a racist world order, white supremacy and colonial oppression by fostering Black solidarity and African unity. Key texts and protagonists, like Kwame Nkrumah, W.E.B. Dubois or Aimé Cesaire remain important reference points for African and black intellectual thought on both sides of the Atlantic, informing and inspiring thought, literature and the arts. Importantly, panafricanism was never a uniform movement but characterised by a range of profoundly different approaches. Neither was it an all-male movement.

In this seminar we will read some key texts emerging from three continents comparatively, exploring their historical place and their complex and multiple legacies in and for decolonial and antiracist thought and praxis.

The seminar is co-taught with Dr. Eva Ulrike Pirker (English studies) and open to students from English studies. 

TKU students are especially welcome.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich) - 2303.01.63 (Z 26)

Physische Attraktivität und soziale Ungleichheit

Die Attraktivitätsforschung zeigt, dass schöne Menschen in verschiedenen Lebensbereichen Vorteile gegenüber ihren weniger attraktiven Mitmenschen genießen. Dabei ist bemerkenswert wie vielfältig die Situationen sind, in denen attraktive Personen von ihrem Äußeren profitieren und welches Ausmaß dieser Einfluss annehmen kann. Das macht die äußere Erscheinung letztendlich zu einem Faktor sozialer Ungleichheit. In diesem Seminar sollen deshalb unterschiedliche Einflussgebiete der physischen Attraktivität beleuchtet werden. Nach einer kurzen Einleitung zu sozialer Ungleichheit werden die Grundlagen der Attraktivitätsforschung darlegt – Definition physischer Attraktivität, Wirkmechanismen und Schönheitshandeln – bevor die einzelnen Bereiche betrachtet werden.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 13.10.2022 - 02.02.2023) - 2331.U1.66 (Z 46)

Politik und Unterhaltung

Dass Politik und Unterhaltung immer stärker miteinander verschmelzen, gehört seit Jahren zu den Beobachtungen der populären und wissenschaftlichen Medienkritik. Die Forschung zu politischer Kommunikation hat dabei die Gefährdung informierter Wahlentscheidungen im Blick. In dieser Perspektive bedarf es neutraler und sachlicher Information, um die BürgerInnen in die Lage zu versetzen, sich zu den aktuellen Politikoptionen zu verhalten. Entsprechend werden Mischformen zwischen Politik und Unterhaltung, also etwa die politische Talkshow oder die late-night-comedy in Bezug auf Wissensvermittlung und Meinungsbildung als problematisch betrachtet. Die Forschung zur Unterhaltung hat sich innerhalb der Sozialwissenschaft v.a. auf die Verarbeitung von unterhaltenden Medieninhalten konzentriert, nicht so sehr auf die Inhalte selbst. Unterhaltende Inhalte gelten als nützliche Unterstützung, wenn es darum geht, pro-soziale Kampagnen zu gestalten oder Wissen zu verbreiten. Allerdings gilt ein Zuviel an Unterhaltung als hinderlich für das Lernen neuer Inhalte. Das Seminar wird sich mit den „pros“ und „contras“ von Unterhaltung im politischen Kontext befassen und dabei auch die zugrundeliegenden Ansätze und Befunde aufarbeiten. Es wird auch diskutiert, inwiefern Politik in Unterhaltungskontexten auftaucht, also etwa in Form von Politikern in Quizshows oder in Form von Krimis im Politikermilieu, und welche Konsequenzen das für das Publikum und die politischen Akteure haben kann. Ziel des Seminars ist es, Problembewusstsein für die Vermischung von Politik und Unterhaltung zu entwickeln, aber auch die Potenziale der Mischformen für die Reichweiten der jeweiligen Botschaften zu erkennen. Abschließend werden offene Fragen identifiziert, der Bedarf an theoretischen Weiterentwicklungen skizziert und verschiedene Untersuchungsdesign und Methoden diskutiert, mit denen die einschlägigen Phänomene analysiert werden können.

 

Der Kurs beginnt mit einer Annäherung an das Phänomen der Unterhaltung in populären Debatten und befasst sich dann mit der Relevanz von Unterhaltung in politischen Kontexten. Nachdem zentrale Begriffe definiert und wesentliche Theoriekonzepte diskutiert wurden, geht es um die Systematisierung der Erscheinungsformen einer Vermischung von Unterhaltung und Politik. Abschließend werden Verarbeitung und Wirkung von Unterhaltung in den Blick genommen.

Im Einzelnen werden folgende Fragen in verschiedenen Präsentationen, Leseaufgaben und Diskussionen in den Blick genommen:

 

Bestandsaufnahme:

Wo finden Politik und Unterhaltung in den Medien statt? Wo erwarten wir Unterhaltung und Politik in Reinform? Welche Gattungen, welche Formate, in Bezug auf welche Inhalte?

 

Definitionen:

Welcher Politikbegriff soll in Anschlag gebracht werden, was wollen wir unter Unterhaltung verstehen? Was fassen wir als Politainment, was fassen wir als Infotainment, wo ist die Grenze zwischen politischer Unterhaltung und unterhaltender Politik? Wer verantwortet die Vermischung, wer treibt sie voran: Medien oder Politik?

 

Forschungsstand:

Was wissen wir über die Vermischung von Politik und Unterhaltung in Bezug auf Inhalte und Formate?

Wie kann man diese Mischformen klassifizieren? Welche Typologien liegen vor?

Was wissen wir über die Rezeption von Unterhaltung und Politik? Was wissen wir über die Rezeption von Infotainment und Politainment? Wie einschlägig sind Kultivierungsforschung, Lerntheorien, edutainment, Videomalaise?

Was wissen wir über die Wirkungen von Politainment und Infotainment?

Wie könnte die Wirkung von Politainment auf die Anschlusskommunikation aussehen?

 

Designs:

Wie kann man Rezeption und Wirkungen erfassen?

Wie kann ich Politainment messen?

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 13.10.2022 - 26.01.2023) - 2321.00.44

Populistische Parteien in Europa

Populismus ist eines der meistbeachteten politischen Phänomene der Gegenwart. In der Politikwissenschaft zählt die Populismusforschung zu den am stärksten gewachsenen Disziplinen der vergangenen Jahrzehnte. Um Kenntnisse über dieses mäandernde Forschungsfeld zu gewinnen, soll dieses Seminar einen ersten Überblick in die europäische Forschung zu populistischen Parteien bieten. Hierzu werden wir uns im ersten Teil des Seminars zentralen konzeptuellen Fragen widmen: Was ist Populismus? Wie entsteht Populismus in Parteien? Wie lässt sich Populismus messen? In einem zweiten Teil werden wir die Position populistischer Parteien im Parteien- und Wahlwettbewerb beleuchten und auf die Binnenperspektive populistischer Parteien eingehen. Im dritten Teil des Seminars werden wir uns schließlich mit den Auswirkungen beschäftigen, die populistische Parteien auf die Parteiensysteme, Regierungshandlungen und demokratischen Systeme im Allgemeinen haben.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 20.10.2022 - 02.02.2023) - 2502.00.034 (Z37)

Social Campaigning

Was ist Social Campaigning? Wie ist der Begriff abgegrenzt gegen ähnliche Phänomene wie CSR (Corporate Social
Responsibility), Social Entrepreneurship, Fundraising und Sponsoring? Inwieweit unterscheiden sich soziale Kampagnen von kommerziellen Werbekampagnen? Wie geht man vor, um eine erfolgreiche soziale Kampagne zu planen, durchzuführen und zu evaluieren? Welche kommunikations- und medienwissenschaftlichen Theorien und Modelle können dabei hilfreich sein? Was muss bei der Konzeption von Kampagnen zu Themen des Gemeinwohls beachtet werden? Welche besondere Problematik hat man zu beachten? Wo stößt man an ethische Grenzen der Verhaltensbeeinflussung durch Kampagnen?
Diese und ähnliche Fragen sollen im Seminar durch Referate und Diskussionen geklärt werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Kombination von Theorie und Praxis gelegt. Die Studenten lernen vielfältige Kampagnen zu Themen wie Umwelt, Gesundheit und gesellschaftliches Zusammenleben kennen und analysieren Aufbau, Durchführung und Wirkungsweise.
Lernziele:
• Einordnung sozialer Kampagnen in die Kommunikations- und Medienwissenschaft
• Konzeption sozialer Kampagnen
• Praxis der Kampagnen-Umsetzung im Vergleich zur Theorie

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.10.2022 - 31.01.2023) - 2321.U1.44 (Z 89)

Terrorismus und Medien

In diesem Seminar behandeln wir die Beziehung zwischen Medien und Terrorismus. Nachdem wir uns mit der Definition von Terrorismus und mit verschiedenen Terrororganisationen befasst haben, wird es vor allem um die folgenden Fragen gehen: Warum sind Terroristen auf Medien angewiesen und wie nutzen sie diese strategisch für sich? Wie wird über Terrorismus in den Massenmedien berichtet und was sind die Gründe für diese Art der Berichterstattung? Welche problematischen Effekte hat diese Art der Berichterstattung? Welchen ethischen Richtlinien sollte bei der Berichterstattung über Terrorismus gefolgt werden?

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage dienen, um das Verhältnis von Medien und Terrorismus bei Terroranschlägen detailliert analysieren zu können.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2022 - 30.01.2023) - 2522.U1.52 (Z 48)

Visuelle Quellen zur Geschichte des Antisemitismus (Blockseminar mit Tagesexkursion)

Die Diskussion um die Documenta 15 hat einmal mehr gezeigt, dass antisemitische Bildcodes auch mehr als sieben Jahrzehnte nach dem Ende des „Dritten Reiches“ in Deutschland noch wirkmächtig sind. Zuletzt hat Meron Mendel anlässlich einer Befragung von Documenta-Besuchern auf eine „große Leerstelle“ verwiesen, die zu füllen sei: Es überrasche ihn, wieviel Unkenntnis darüber herrsche, was antisemitische Bildsprache überhaupt sei.

Die Veranstaltung wird diesen Gedanken aufnehmen und nach der historischen Wirkmächtigkeit und Kontinuität judenfeindlicher Codes anhand von Bildquellen fragen. Es werden Fallbeispiele aus dem westlichen wie östlichen Europa herangezogen. Darüber hinaus soll ein Instrumentarium für den Umgang mit antisemitischen Bildquellen erarbeitet werden. Eine aktive Teilnahme ist ebenso erwünscht wie die Bereitschaft, ein kleineres Thema vorzubereiten. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind willkommen, aber nicht Voraussetzung. Das Blockseminar schließt mit einer Tagesexkursion ab.

  • Montag, 12:30 - 13:30 (Einzeltermin, 19.12.2022 - 19.12.2022) - 2321.04.22
  • 08:30 - 18:00 (Blockveranstaltung, 13.02.2023 - 14.02.2023) - 2321.02.22 (Z 34)
  • Mittwoch, 08:30 - 18:00 (Einzeltermin, 15.02.2023 - 15.02.2023)

Vortrag über Antimuslimicher Rassismus

  • Freitag, 18:30 - 20:00 (Einzeltermin, 21.10.2022 - 21.10.2022) - 2321.HS 3H (Z 388)

Wer bin ich? Grundfragen der Migrationslinguistik (Französisch)

Das Seminar befasst sich mit den Phänomen der Migration unter romanistischem Blickwinkel. Ein besonderes Augenmerk soll auf die französischsprachigen Migrant*innen gelegt werden, die sich unmittelbar in unserer Nähe hier in Düsseldorf befinden. Es soll untersucht werden, welche Funktion Mehrsprachigkeit im Leben der Migrant*innen hat, wie diese Deutsch erlernen und welche Auswirkung diese Mehrsprachigkeit für sie birgt. 

Das Seminar findet in Präsenz statt. Zudem wir es kurze Exkursionen geben, um Experteninterviews zu führen und in Düsseldorf zu forschen.

Das Seminar der französischen Sprachwissenschaft richtet sich an Studierende mit guten einschlägigen Sprachkenntnissen. Der Beteiligungsnachweis wird durch ein Referat im Seminar erlangt.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 12.10.2022 - 01.02.2023) - 2321.01.27 (Z 48)

Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Ohne die Wirtschaftsgeschichte ist weder die Gesellschaftsgeschichte noch die politische Geschichte der Bundesrepublik Deutschland verständlich. Die Vorlesung möchte daher einen wirtschafts- und sozialhistorischen Überblick über die ökonomischen Vorbedingungen und wirtschaftspolitischen Weichenstellungen vor 1949 geben, die Jahre der Prosperität und die krisenhaften Jahre der Ernüchterung beleuchten, die Entstehung der bundesdeutschen Massenkonsumgesellschaft ebenso wie die Rolle der Unternehmen in diesen Jahrzehnten untersuchen. Die Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik ist wiederum ohne ihre Einbindung in die westeuropäische Wirtschaftsgemeinschaft nicht verständlich, die daher ebenfalls behandelt wird. Schließlich wird die Vorlesung auch einen Blick auf die Wirtschaftsgeschichte der DDR werfen und so versuchen, die ökonomischen Vorbedingungen für den Vereinigungsprozess der beiden deutschen Staaten zu erhellen.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich) - 2221.HS 2E (Z 181)

Wissenschaftler und Nationalsozialismus

Das Verhältnis von Nationalsozialismus und Wissenschaftlern war nie einfach. Es wurde einerseits belastet durch den antiintellektuellen Habitus der NS-Bewegung und deren Versuche, die Wissenschaft und ihre Institutionen im Sinn der nationalsozialistischen Ideologie zu lenken. Andererseits eröffneten Vertreibung oder Flucht jüdischer und politisch missliebiger Kollegen vielen Wissenschaftlern, die nach 1933 in Deutschland blieben, ungeahnte Aufstiegschancen. Dasselbe galt oft für die „Gleichschaltung“ der Institutionen. Die Haltung der Wissenschaftler soll im Seminar anhand biographischer Beispiele aus verschiedenen Disziplinen untersucht werden.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich) - 2321.U1.97 (Z 25)

Verantwortlichkeit: