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Familiäre Situation und Lebensentwurf

Lehrveranstaltungen zur Dimension Familiäre Situation und Lebensentwurf

1937. Die Welt vor 85 Jahren

1937? War das was Besonderes? Dazu fällt mir erst mal nichts ein …

Völlig legitim, so zu reagieren. Tatsächlich scheint das Jahr 1937 ein eher weniger wichtiges gewesen zu sein, auf den ersten Blick jedenfalls. 1936, ja, da kommt gleich die Wiederbesetzung des Rheinlandes durch die Wehrmacht auf Befehl Hitlers in den Sinn, also die endgültige und einseitige, von den einstigen Siegermächten einfach hingenommene Beseitigung der Schranken des Versailler Vertrages durch Deutschland. Oder auch an die propagandistisch hochaufgeladenen Olympischen Spiele in Berlin erinnert man sich. 1938, na klar, der sogenannte „Anschluß“, also die Annektion Österreichs im Frühjahr, die „Sudetenkrise“ und das unselige Münchner Abkommen im Herbst, Höhepunkt der „Appeasement-Politik“, wenig später das Novemberpogrom als vorläufiger Höhepunkt der antisemitischen Verfolgung in Deutschland. Aber 1937?

Genauer besehen handelt es sich gleichwohl um ein äußerst spannendes Jahr: Vieles ist nämlich noch nicht entschieden, was uns rückschauend als Nachlebenden so klar zu sein scheint. Der seit dem Sommer 1936 tobende, brutale Bürgerkrieg in Spanien etwa kennt noch keinen Sieger – die putschenden rechten Generäle um Francisco Franco haben die Republik noch nicht niedergerungen. Spanien ist das erste Schlachtfeld, auf dem das faschistische Italien und auch NS-Deutschland militärisch intervenieren, aber auch für die Republik und gegen den Faschismus ziehen viele Freiwillige aus der ganzen Welt ins Feld – deutsche Kommunisten zu Tausenden etwa, aber auch ein Mann wie George Orwell, der in Spanien politische Lehren erfahren wird, die sich später in „Animal farm“ und „1984“ niederschlagen. Spanien ist der Testfall: Kann der Faschismus geschlagen werden? Und wie halten es die demokratischen Westmächte mit der Unterstützung der Republik?

Und auch in anderen Teilen der Welt ist vieles offen: Anfang 1937 tritt Franklin D. Roosevelt seine zweite Amtszeit als US-Präsident an. Sein großes Reformprogramm des „New Deal“, mit dem er die USA aus der Weltwirtschaftskrise herausführen will, ist noch nicht über den Berg – und wird von Roosevelts Gegnern auf das Schärfste attackiert. Niemand hätte damals wohl dem im Rollstuhl sitzenden demokratischen Präsidenten prophezeit, dass er noch zwei weitere Wiederwahlen bestehen wird und kurz nach Beginn seiner vierten Amtszeit sterben wird – unerreichter und unerreichbarer Rekordhalter unter allen US-Präsidenten.

Und in der Sowjetunion treibt der kommunistische Diktator Stalin 1937 die brutalen „Säuberungen“ auf die Spitze, Tausende werden „liquidiert“, Hunderttausende werden ins das Zwangsarbeitslagersystem des „Gulag“ deportiert. Und der Sowjetunion, dem Land mit der größten Armee der Welt, werden bald die erfahrenen Generäle fehlen, die 1937 den Genickschuß bekommen haben, weil Stalin jede mögliche Machtkonkurrenz fürchtete, bevor sie überhaupt da war.

Und Japan etabliert sich als Großmacht auf dem chinesischen Festland – das Massaker von Nanjing ist noch immer eines der fürchterlichsten Massenverbrechen im an derartigen Untaten wahrhaft schauderhaft reichen 20. Jahrhundert und belastet bis heute die chinesisch-japanischen Beziehungen. Und Papst Pius XI. versetzt den Nationalsozialisten und ihrer christentumsfeindlichen Politik mit der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ eine schallende – öffentliche – Ohrfeige. Und Amelia Earhart versucht als erste Frau um die Welt zu fliegen. Und in Zürich wird Alban Bergs Oper „Lulu“ uraufgeführt, in Deutschland kann dergleichen „Entartetes“ keinesfalls gehört werden. Und der Oxforder Englisch-Professor J. R. R. Tolkien veröffentlicht mit „Der Hobbit“ sein erstes Fantasy-Buch. Und, und, und …

1937? Ein uninteressantes Jahr?

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 14.10.2022 - 25.11.2022) - 2221.HS 2E (Z 181)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.12.2022 - 23.12.2022) - 2221.HS 2E (Z 181)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 13.01.2023 - 20.01.2023) - 2321.HS 3F (Z 135)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 02.12.2022 - 02.12.2022) - 2321.HS 3F (Z 135)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 27.01.2023 - 03.02.2023) - 2421.U1.82

After Empire: A Brief Introduction to Postcolonial Histories and Presents

British imperialism has left its mark on the world for centuries to come: Communities were uprooted and broken apart through the transatlantic slave trade and native cultures, infrastructures and ecologies were destroyed through colonization. English as a language was imposed across the colonies and, along with European and British art and literature, it was used as a didactic tool in what Ngugi wa Thiong’o called the colonization of the mind (cf. 1986). Especially after World War II, many people migrated from the British colonies to Britain, hoping to find a better life there. These (post)colonial subjects, the so-called Windrush Generation, and their descendants have a deep impact on postcolonial British literatures and cultures. And they are not the only ones: The violence of English as an imperial language and the imposition of British culture have been met with creative appropriations of the language and of British art forms by (formerly) colonized cultures, giving rise to the vast field of postcolonial literatures in English. In this context, poetry plays a vital role: While Caribbean-British poets like Louise Bennett and John Agard explicitly wrote back to the imperial power, contemporary postcolonial poetry, for instance by Fatimah Asghar, may not even pay that much attention to the former empire, focusing on broader issues such as identity, gender and race instead. In this seminar, we will read scintillating postcolonial poetry and explore its form and content with an eye to how it negotiates power structures of many kinds, articulating and performing a broad range of postcolonial histories and presents. We will further read key texts from postcolonial theory to supplement our analyses with critical concepts. As regards competences, you will learn how to analyze poetry, how to conduct research and how to write papers in an academic context.

  • Freitag, 10:30 - 18:00 (Einzeltermin, 13.01.2023 - 13.01.2023) - 2502.00.034 (Z37)
  • Samstag, 10:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.01.2023 - 14.01.2023) - 2321.00.44
  • Freitag, 10:30 - 18:00 (Einzeltermin, 20.01.2023 - 20.01.2023) - 2502.00.034 (Z37)
  • Samstag, 10:30 - 14:30 (Einzeltermin, 21.01.2023 - 21.01.2023) - 2321.00.44

Animals, Clones and Creatures in Postcolonial Literatures: The Planet beyond the Human

Animals, Clones and Creatures in Anglophone Literatures: The Planet beyond the Human

This seminar explores central concerns of postcolonial literatures by focusing on figurations of ‘animals’, ‘creatures’ and ‘clones’. Broadly speaking, the engagement with animals, creatures and clones yields an opportunity to imagine the planet beyond the human and to map the culturally fraught borderline between humans and non-humans. We will discuss how literary texts mobilize animals, creatures and clones to reflect on ethical questions concerning (post-)humanisms and to challenge the privileged status of humans. The seminar will introduce students to the theories and methods of postcolonial ecocriticism as well as posthumanism. It will provide the critical categories and vocabulary necessary to describe the dependencies and interconnections between humans and non-humans. J.M. Coetzee’s Disgrace (1999), Tania James, “What To Do With Henry” (2012), Alexis Wright’s The Swan Book (2013), and Kazuo Ishiguro’s Never Let Me Go (2005) are some of the texts that we will read and discuss.

Additional course material will be made available via ILIAS. A detailed bibliography will be circulated at the beginning of the seminar.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich) - 2321.02.22 (Z 34)

Antisemitismus in sozialen Bewegungen

Antisemitismus ist ein weit verbreitetes Phänomen, dem in allen gesellschaftlichen Teilen begegnet werden kann: Die extreme Rechte sieht beispielsweise die Volksgemeinschaft durch ihr Bild „des Juden“ existenziell bedroht. Im politischen Islam werden „Juden“ und der „Zionismus“ als Exponenten einer säkularen Moderne dämonisiert. Verschwörungstheoretische Querdenker vermuten wiederum „den Juden“ hinter den sinisteren Machenschaften einer globalen Kabale. Nicht zuletzt wähnt sich auch so manche linke Bewegung im Kampf gegen plutokratische Cliquen gieriger Kapitalisten oder die zionistische Kolonialverbrecher in Israel – Vorstellungen, die schnell klassische antisemitische Stereotype reproduzieren. Kurz gesagt: Antisemitismus tritt in verschiedenen Gestalten auf und verbindet Vorstellung verschiedener sozialer Bewegungen.

Vor dem Hintergrund dieser Situation stellen wir uns im Seminar zentral zwei Fragen: Wie können wir als Sozialwissenschaftler:innen Antisemitismus theoretisch begreifen und wie äußert sich dieser konkret in unterschiedlichen Bewegungen?

Folglich gliedert sich das Seminar in zwei Blöcke. Im ersten Block diskutieren wir anhand der Theorien von Moishe Postone, Theodor W. Adorno & Max Horkheimer, Jean-Paul Sartre sowie Klaus Holz wie Antisemitismus sozialen Wandel deutet und die kapitalistische Moderne vermeintlich verständlich macht, negative Selbstanteile projektiv externalisiert und kollektive Identitäten konstruiert. Im zweiten Teil der Veranstaltung werden wir uns aufbauend auf die theoretische Diskussion mit Erscheinungsformen des Antisemitismus in verschiedenen sozialen Bewegungen auseinandersetzen. Ziel ist es einen Einstieg in das breite Feld Antisemitismusforschung zu geben, wobei der Schwerpunkt des Seminars auf der Funktionsweise antisemitischer Semantiken in verschiedenen Kontexten liegen wird.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 10.10.2022 - 30.01.2023) - 2303.01.43 (Z 44)

Auschwitz

Auschwitz ist Referenzpunkt für das Menschheitsverbrechen des Holocaust und für den NS-Vernichtungskrieg. Es ist Gedenkstätte, Museum, Archiv, und es ist Friedhof für mindestens 1,1 Millionen Menschen jüdischer Herkunft sowie viele andere national, politisch, religiös und weltanschaulich Verfolgte. Auschwitz war damit das größte Konzentrations- und Vernichtungslager des „Dritten Reiches”. Anders als die im Osten des besetzten Polens, an der damaligen Grenze zur Sowjetunion gelegenen Vernichtungslager der „Aktion Reinhardt” gilt es als gut erforscht, auch dank einer umfänglichen Überlieferung von Quellen, v.a. Egodokumenten.

Ziel des Seminars ist es, zunächst die Realgeschichte des Lagerkomplexes und seiner Bedeutung nachzugehen. In einem zweiten Schritt soll versucht werden, sich der komplexen zeitgenössischen wie retrospektiven Wahrnehmung anhand ausgewählter Themen zu nähern. Dabei sollen neben textlichen auch visuelle Quellen untersucht werden.

Es kann ein Leistungsnachweis für Osteuropäische Geschichte oder Neuere Geschichte erworben werden; die Veranstaltung ist auch anrechenbar im Studiengang Transkulturalität. Für eine AP ist die Erstellung eines Referates und einer Hausarbeit erforderlich. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind willkommen, aber keine Bedingung für die Teilnahme.

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung beginnt am 18. Oktober 2022.

 

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.10.2022 - ) - 2321.00.46

BVM 2b/BBM 2d: Flucht, Exil, Migration in der Literatur

Flucht, Exil und Migration gehören nicht erst in der Gegenwart zu zentralen Bestandteilen menschlicher Erfahrung und prägen maßgeblich die Lebensgeschichten der Betroffenen. Literatur ist an der narrativen Bearbeitung dieser Erfahrungen beteiligt und leistet damit einen Beitrag zur Codierung und Semantisierung von Flucht, Exil und Migration. Im Seminar werden wir an literarischen Beispielen von Johann Wolfgang Goethe, Franz Kafka, Anna Seghers, W.G. Sebald und Sasha Marianna Salzmann sowie einem Film diskutieren, wie von Flucht, Exil und Migration erzählt wird.   

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 13.10.2022 - 20.10.2022) - 2421.03.62
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 27.10.2022 - ) - 2302.U1.21 (Z 55)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 08.12.2022 - 08.12.2022) - 2453.01.81

BVM 2c / BBM 2c - "Hier, ihr Unmenschlichen, hier bin ich!" Interkulturalität und koloniale Diskurse seit 1800

Kolonialismus spielt in der deutschsprachigenLiteratur nicht erst seit dem Erwerb deutscher Kolonien 1884 eine Rolle; seine Spuren lassen sich bis zu den Kreuzzügen des Mittelalters zurückverfolgen. Dieliterarische Auseinandersetzung mit dem Thema beschränkt sich jedoch bis ins20. Jahrhundert hinein auf einzelne Autor*innen und Werke. In derdeutschsprachigen Germanistik etablieren sich seit dem cultural turn zusehends postkoloniale Forschungsperspektiven, beidenen es einerseits um die Aufarbeitung kolonialer Diskurse in Werkenkanonischer Autor*innen wie Kleist, Keller, Raabe u.a., andererseits um postkolonialeRe-Lektüren (im Sinne Saids ,kontrapunktischer Lektüre') geht.Im Rahmen der wissenschaftlichen Beschäftigung hatsich eine Einteilung in eine präkoloniale, eine koloniale und einepostkoloniale Phase etabliert, an der sich unser Seminar orientieren wird. Darinwollen wir literarische Texte diskutieren, die koloniale Diskurse aufeinschlägige Weise verhandeln. Aufbauend auf Inhalten der Vorlesung "BVM 2a/BBM2c: Literaturtheorien" sollen postkoloniale Ansätze (nach Said, Bhabha, Spivak u.a.)erarbeitet, jeweils auf Potenzial, Grenzen und Praktikabilität hin kritischdiskutiert und exemplarisch erprobt werden. Abhängig von IhrenForschungsinteressen perspektivieren wir unsere Zugriffe im Kontext derDiskurstheorie, Interkulturalität, Gender Studies und Memory Studies. Optional kann auch der in unserem Kontext äußerstlohnenswerte Film "Fitzcarraldo" von Werner Herzog vorgeführt und diskutiertwerden.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2022 - 01.02.2023) - 2453.01.81
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.12.2022 - 14.12.2022) - 2453.01.81
  • Mittwoch, 18:30 - 20:00 (Einzeltermin, 14.12.2022 - 14.12.2022) - 2453.01.81

Critical Outer Space Studies (Mo 10:30)

Our course “Critical Outer Space Studies: Seminar and Lecture Series” takes as its cue the increasing prevalence and visibility of both public (NASA, ESA, Artemis Accords) and private (SpaceX Blue Origins, etc.) endeavours that seek to explore, exploit, settle, and own outer space and its celestial bodies. Our course will pay particular attention to how, in recent years, the exploration of outer space has been invigorated via its role as a potential remedy for the challenges of the Anthropocene (via resource extractivism, resettlement, off-world heavy industry, observation of impacts of climate change on a global scale).

Using as a point of departure the notion that outer space is a social construct (Stefanie Dunning) and as such entangled in terrestrial discourses such as colonialism, capitalism, territoriality, militourism, (among others), this class will engage the complex field of study that is the science and exploration of outer space through a variety of disciplinary lenses—particularly, but not exclusively, from the humanities—such as environmentalism, posthuman studies, mobility studies, astroethics, critical legal studies, discard studies, and postcolonial studies.

Participating students will have the unique opportunity to engage with the work of leading scholars and scientists in all of these fields through seminar sessions and their discussion of texts, films, reports and other material.

The seminars will also prepare the accompanying guest lectures, which allow the students to directly engage with leading scholars and scientists from diverse disciplinary backgrounds in the humanities, social sciences, legal studies, and the natural sciences (among others) to explore the ethics and cultural discourses that surround the exploration of human space.Regular classes and lectures will be conducted in a hybrid format.

For the first and final session of class, a joint on-site and in-person class will be conducted at HHU Düsseldorf and Université de Toulouse 2 Jean Jaurès, Toulouse, respectively.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich) - 2421.03.62
  • Montag, 18:00 - 20:00 (Einzeltermin, 21.11.2022 - 21.11.2022) - 2321.02.22 (Z 34)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 24.10.2022 - 14.11.2022) - 2302.U1.21 (Z 55)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 05.12.2022 - 05.12.2022) - 2321.U1.46 (Z 109)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 21.11.2022 - 21.11.2022) - 2321.U1.46 (Z 109)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 28.11.2022 - 28.11.2022) - 2321.U1.46 (Z 109)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 29.11.2022 - 29.11.2022) - 2321.01.22 (Z 48)

Das Mediensystem in Deutschland

Der Kurs behandelt Presse, Hörfunk, Fernsehen und interaktive Medien in Deutschland. Betrachtet werden jeweils organisatorische Strukturen, inhaltliche Leistungen, Nutzungsweisen und Funktionen. Darüber hinaus kommen öffentliche Kommunikationsprozesse wie zum Beispiel Public Relations zur Sprache. Auch einzelne Teilsysteme wie Rundfunkanstalten, Verlage, Redaktionen etc. werden bekannt gemacht. Zudem werden die politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Grundlagen des Mediensystems dargestellt.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2022 - 30.01.2023) - 2302.U1.23 (Z 40)
  • Montag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 10.10.2022 - 30.01.2023) - 2302.U1.23 (Z 40)
  • Dienstag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 11.10.2022 - 31.01.2023) - 2321.U1.95 (Z 44)
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2022 - 31.01.2023) - 2321.U1.95 (Z 44)
  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.10.2022 - 31.01.2023) - 2321.U1.95 (Z 44)
  • Mittwoch, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 12.10.2022 - 01.02.2023) - 2331.U1.66 (Z 46)
  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 12.10.2022 - 01.02.2023) - 2331.U1.66 (Z 46)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2022 - 01.02.2023) - 2331.U1.66 (Z 46)
  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2022 - 30.01.2023) - 2302.U1.23 (Z 40)

Diaspora, Post-Coloniality, Exile: Comparing Jewish and African Literatures

Class Calendar

Week 1: 12 October

Course Introduction: What Is Diaspora? What is the Postcolonial? Who Are African? Who Is Jewish?

Week 2: 19 October

Mendele Moykher-Sforim, The Mare (Introduction and Chapters 1-12: 555-610

Week 3: 26 October

The Mare, Chapters 13-24: 610-673

Week 4: 2 November

Amos Tutuola, The Palm-Wine Drinkard: 177-307

Week 5: 9 November

The Palm-Wine Drinkard

Week 6: 16 November

Sholem Aleichem, Tevye the Dairyman: translator’s introduction, ix-xxxi, 3-52

Week 7: 23 November

Tevye the Dairyman: 53-97

Week 8: 30 November

Tevye the Dairyman, 97-131

Week 9: 7 December

Ken Saro-Wiwa, Sozaboy: 1-91

Week 10: 14 December

Sozaboy: 92-181

Week 11: 21 December (No Class: Make up Session to be arranged)

Students Should Begin to Read Ama Ata Aidoo’s Our Sister Killjoy over the break to be prepared to discuss it in our make-up session

Week 12: 28 December (No Class: Enjoy the Holiday!)

Week 13: 4 January (No Class: Happy New Year!)

Week 14: 11 January

Ama Ata Aidoo, Our Sister Killjoy (continued)

Week 15: 18 January

Ory Castel-Bloom, Dolly City

Week 16: 25 January

Dolly City

Week 17: 1 February

Sayed Kashua, Track Changes

 

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 12.10.2022 - 01.02.2023) - 2453.U1.81

Die Vermessung des Menschen

 

Heutzutage gibt es kaum einen Lebensbereich, der nicht nachgehalten und in Zahlen gefasst wird. Diese Entwicklung ist jedoch keinesfalls neu, sondern reicht weit in die Geschichte zurück. Volkszählungen finden sich bereits in der Antike, moderne Berechnungen der Lebenserwartung erfolgten im 16. und 17. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert versuchte die Nationalökonomie den Wert des Menschen zu beziffern. Im 20. Jahrhundert quantifizierten Anthropologie, Biologie und die moderne naturwissenschaftlich orientierte Medizin zahlreiche Aspekte des menschlichen Körpers: Gewicht und Größe des Säuglings wurden akribisch festgehalten, Fieber wurde gemessen, Herztöne erfasst, der Body Mass Index ermittelt. Dabei waren die gültigen Normen ständigem Wandel unterworfen. Noch in den 1970er Jahren galt ein hoher Blutdruck im Alter als förderlich für die Durchblutung des Gehirns und somit als Prävention gegen Altersdemenz. Heute schließlich ist die Überwachung des eigenen Körpers mittels Selftracking populär, künftig sollen immer weitere biometrische Daten per Datenübertragung  direkt den Ärzten oder Krankenkassen zur Verfügung gestellt werden. Im Seminar sollen diese Entwicklungen anhand exemplarischer Beispiele (vorwiegend aus dem Gesundheitswesen und der amtlichen Statistik) nachgezeichnet und analysiert werden.

 

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 13.10.2022 - 02.02.2023) - 2321.00.46

Early Modern Worlds

In the Early Modern Period, here generously taken to extend from about 1500-1800, new worlds were discovered, and certainties about the old world began to be called into doubt. Increasing travel and trade activities made distant places seem closer while the experience of foreign lands and ways of life redefined and set in motion what had seemed familiar and fixed. The world as it was known expanded and multiplied, prompting many people to reconceive their position within it.

These developments are variously reflected and anticipated in the imaginary and alternative worlds of the period's literary productions. In this course, we will study ”ways of worldmaking” (Goodman) in a number of texts by early modern authors, ranging from William Shakespeare through Margaret Cavendish to Jonathan Swift. In addition, we will engage with selected theories about actual and possible worlds.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich) - 2332.U1.47

Einführung in die Soziologie der Emotionen

Was sind Emotionen? Durch was werden sie geprägt und reguliert? Welche Bedeutung haben sie für das Soziale und warum spielen sie auch innerhalb der (spät)modernen kapitalistischen Gesellschaft eine so zentrale Rolle?

Das Seminar nähert sich diese zentralen Fragen der Emotionssoziologie anhand der Lektüre zweier grundlegender emotionssoziologischer Werke: „Das gekaufte Herz“ (1990) von Arlies R. Hochschild befasst sich mit der „Emotionsarbeit“ und den „Gefühlsnormen“ im modernen Arbeitsleben. Hochschild macht unter anderem deutlich, wie vor allem weibliche Arbeitskräfte dazu angehalten werden, ihre Emotionen zu kontrollieren und positive Emotionen bei den Kunden auszulösen, wodurch sie in besonderer Weise dem Risiko „emotionaler Entfremdung“ ausgesetzt sind. „Gefühle im Zeitalter des Kapitalismus“ (2006) von Eva Illouz diagnostiziert einen „emotionalen Kapitalismus“, bei dem die Fortentwicklung des Kapitalismus mit einer Intensivierung und Vermarktlichung von Emotionen einhergeht. Die „Emotionalisierung der Ökonomie“ geht dabei für Illouz mit einer Fixierung auf Selbstverwirklichung, positive Emotionen und Romantik einher, wobei gleichzeitig eine Ökonomisierung der Emotionen" auf Partnermärkten wie Tinder & Co. stattfindet.

Das Seminar erfordert von den Teilnehmenden eine hohe Lesebereitschaft.

 

 

 

 

 

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.10.2022 - 08.02.2023) - 2624.HS 6K (Z 76)

Einführung in die internationale Umweltpolitik

Dieser Kernkurs richtet sich an alle Studierenden mit Interesse für umweltpolitische Themen von internationaler Dimension. Umfangreiche umweltpolitische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, allerdings ist ein solides Grundwissen im Bereich der internationalen Politik von Vorteil.

Der Schutz der Umwelt als natürliche Lebensgrundlage ist ein äußerst komplexes, weil interdependentes Unterfangen. Tagtäglich nutzen wir alle die Umwelt, so dass Einschränkungen zum Schutz unumgänglich auf Kritik und widerstrebende Interessen stoßen. Solange Umweltprobleme im nationalstaatlichen Kontext behandelt werden, sind zumindest klar erkennbare Strukturen und Entscheidungsprozesse zum Konfliktaustrag vorhanden. Schwieriger gestaltet sich die Lösung von Umweltproblemen allerdings, wenn die Ursachen grenzüberschreitend sind und eine zufrieden stellende Bearbeitung nur auf internationaler oder gar globaler Eben

Im Rahmen dieses Kurses soll daher eine Bestandsaufnahme gegenwärtiger Umweltprobleme erarbeitet werden, um im Anschluss daran Ansätze und Mechanismen der internationalen Gemeinschaft zur Lösung dieser Probleme zu analysieren und zukünftige Herausforderungen zu definieren. Gegenstand des Seminars sind demzufolge sowohl theoretische Grundüberlegungen als auch die tatsächliche internationale Umweltpolitik und die mit ihr verbundenen Steuerungsprobleme, beispielsweise im Kontext der Europäischen Union oder der Vereinten Nationen.

Die Kurssitzungen gliedern sich jeweils in eine allgemeine Einführung, ein Kurzreferat und eine Diskussion bzw. Fragerunde. Ein ausführlicher Verlaufsplan mit entsprechenden Literaturhinweisen wird in Kürze nachgereicht. Die Pflichtlektüre wird per Online-Reader bereitgestellt werden.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.10.2022 - 30.01.2023) - 2624.U1.043 Bio Neubau

Ethik des Klimawandels

In diesem Seminar werden wir uns mit ethischen Fragen, die durch den Klimawandel aufgeworfen werden, beschäftigen. Das Seminar orientiert sich dabei an vier Kernfragen:

  1. Müssen wir überhaupt etwas gegen den Klimawandel tun?Hier betrachten hier verschiedene Argumente, die angeführt werden, um eine Verpflichtung zum Klimaschutz zu leugnen.
  2. Wie viel müssen wir tun?Nachdem im ersten Teil geklärt wurde, dass sich ein Handlungsbedarf angesichts des Klimawandels moralisch begründen lässt, widmen wir uns in diesem Teil der Frage danach, wie viel Klimaschutz wir künftigen Generationen schulden. Sollen sie im Vergleich zu uns genauso viel haben oder mehr? Oder sollen sie ausreichend viel haben?
  3. Wie lassen sich die Pflichten zum Klimaschutz global gerecht verteilen?Hier betrachten wir verschiedene Prinzipien, die eine Verteilung der Klimaschutzpflichten leiten können. Sollen die Pflichten bspw. auf alle gleich verteilt werden oder mehr auf die Verursacher?
  4. Wie lässt sich Klimaschutz in der politischen Praxis umsetzen?Hier diskutieren wir konkrete politische Maßnahmen zur Emissionsreduktion und die Frage, wie man damit umgeht, wenn nicht alle ihren Beitragen leisten.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich) - 2453.U1.81
  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 14.02.2023 - 14.02.2023) - 2321.00.48 (Z 30)
  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.02.2023 - 14.02.2023) - 2453.01.81
  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 16.02.2023 - 16.02.2023) - 2321.U1.73 (Z 28)

Exil und Flucht in Europa, 1789-1945

Auch wenn aus heutiger Sicht Flucht häufig als ein außereuropäisches Phänomen und Europa selbst rein als Fluchtziel wahrgenommen wird, waren seit der französischen Revolution Flüchtlinge und Exilant*innen aus verschiedensten europäischen Staaten auf dem ganzen Kontinent anzutreffen. Dabei handelte es sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowohl um politische Flüchtlinge, deren Einstellungen von den pro-monarchistischen Émigrés aus Frankreich bis zu Revolutionären wie Karl Marx oder Giuseppe Mazzini reichten als auch um Personen, die aufgrund ihrer Religion oder ihrer Nationalität verfolgt und vertrieben wurden. Diese verschiedenen Fluchtursachen wurden bereits zeitgenössisch diskutiert und die Frage nach dem Umgang der aufnehmenden Staaten mit den geflüchteten Personen bildet eine Kontinuität, die auch in aktuellen Debatten stets präsent ist.
Im Verlauf des Kurses werden diese Debatten und die Asylpolitik verschiedener europäischer Staaten im Zeitraum zwischen 1789 und 1945 anhand verschiedener Fluchtbewegungen innerhalb Europas untersucht, um Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Kooperationsstrategien zu identifizieren. Neben der staatlichen Perspektive werden auch die Erfahrungen von Personen auf der Flucht selbst untersucht, um deren Handlungsmöglichkeiten zu beleuchten sowie die Interaktion zwischen staatlichen Zielen in der Asylpolitik und ihren tatsächlichen Effekten auf die Betroffenen zu beleuchten. Hinzu kommen ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht-staatliche Organisationen und internationale Organisationen, die sich ebenfalls an der Unterstützung für Flüchtlinge beteiligten und den politischen Prozess in diesem Politikfeld durch ihr Handeln beeinflussten.

Hauptgegenstand dieser Übung sind die Analyse, Diskussion und Kontextualisierung von Quellen und Literatur von bzw. über Flüchtlinge und Exilant*innen zwischen 1789 und 1945. Neben der aktiven Teilnahme an der Veranstaltung ist ein Kurzvortrag zu den Quellen eines im Kurs betrachteten Prozesses für die erfolgreiche Teilnahme an der Übung erforderlich.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich) - 2332.U1.21

Flucht, Migration und Integration - Projektseminar für bedarfsgerechte Hilfsangebote

Wie kann der Weg der Geflüchteten in die neue Kultur und Gesellschaft begleitend unterstützt werden? Mit diesen Fragen werden sich die Studierenden des praxisorientierten Kurskonzepts „Service-Learning” beschäftigen. Sie bekommen die Möglichkeit eigene Projekte für und mit Geflüchteten zu entwickeln oder in bereits etablierten Projekten mitzuwirken. Die Projektphasen werden begleitet von inhaltlichen Sitzungen zu den Themen Fluchtursachen, Asylrecht, Migration und Integration. Das erlernte akademische Wissen soll während des Seminarverlaufs in die praktische Umsetzung von Projektideen einfließen. Die Kooperationspartner des Seminars, wie das Flüchtlingsbüro Düsseldorf, die Diakonie, die Flüchtlingsorganisation Stay, das Zakk und viele weitere werden den Kurs mit Gastvorträgen oder in Zusammenarbeit mit den Projektgruppen begleiten und die Brücke zwischen Universität und Zivilgesellschaft bilden.

Die Covid-19-Pandemie stellt die Integrationsarbeit vor neue Herausforderungen. Organisationen müssen sich der Frage widmen, wie sie in solchen Situationen handlungsfähig bleiben und geflüchtete Menschen trotzdem bei dem Integrationsprozess unterstützen können. Digitale Problemlösungen sind im Vergleich zu Präsenzprojekten nicht gleichermaßen effektiv und es ist schwieriger Chancengleichheit bei der Teilnahme zu ermöglichen. Teilnehmende des Projektseminars werden sich diesen Hürden stellen und versuchen konstruktive Projektlösungen zu konzipieren. 

 

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 14.10.2022 - 03.02.2023)

Geschichte und Gedächtnis. Philosophische Aspekte einer (inter)nationalen Erinnerungskultur

Durch Erinnerung gestaltet man in der Gegenwart Zukunft:"Zukunft braucht Herkunft".  Der Satz gilt nicht nur für den Einzelnen,sondern auch für Gesellschaften. In ständiger Gedächtnisarbeit versichert sichder individuelle Mensch seines Erfahrungshorizontes als Orientierungsdimension.Aber auch Gruppen, Gesellschaften, Nationen und Staaten reflektieren ihrenZusammenhalt durch Erinnerung an ihre kulturellen, historischen und sozialenPrägungen. Nicht nur Einzelpersonen besitzen ein Gedächtnis. Auch Gruppen,Gesellschaften und Staaten haben ein Gedächtnis, ein kollektivesGedächtnis.  Es gehört zur kulturellen Identität dieser Gruppen,Gesellschaften oder Staaten. Es drückt sich aus in Ritualen, Symbolen undNarrativen. Aleida Assmann stellt fest: "Ein kollektives Gedächtnis ermöglichtes den Mitgliedern einer Gesellschaft, über räumliche und zeitliche Entfernungenhinweg Bezugspunkte in der Vergangenheit festzuhalten und gemeinsameOrientierungsformen aufzubauen." Erinnerungskultur ist in diesem Sinn einegesamtgesellschaftliche Aufgabe. Umso mehr stellt sich allerdings die Frage, wie sich einegesamtgesellschaftlich relevante Erinnerungsarbeit gestalten lässt? Zur Geschichte des "Vaterlandes" bemerktKant: "Die Geschichte nutzt gar nichts ohne einen Grad von Philosophie, wenn esauch nur die moralische wäre."  Diese These Kants verbindet sich mitseiner Einsicht, dass Kultur immer auch eine moralische Dimension besitzt.Erinnerungsarbeit trägt zur kulturellen Identität einer Gruppe, einerGesellschaft, eines Volkes, eines Staates, einer Nation bei. Sie lässt sich alsVergegenwärtigung von geschichtlichen Ereignissen begreifen. Aufarbeitung vonGeschichte ist dann aber im Sinne Kants immer schon moralisch orientiert, dennnur dann besitzt diese Erinnerungsarbeit für ihn Bedeutung, ansonsten ist sie,nutzlos'.

Im Seminar sollen diese Zusammenhänge anhand von ausgewähltenTexten untersucht und erörtert werden.

  • Donnerstag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich) - 2321.U1.73 (Z 28)

Jura für Nichtjuristen III: Familien- und Erbrecht / Law for legal laymen III: Family and Inheritance Law- Klausur

Mit dem Belegen dieser Veranstaltung meldet man sich verbindlich zur Abschlussprüfung der entsprechenden Vorlesung an.

Der Anmeldezeitraum ist vom 07.11.2022 - 17.01.2023.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 02.02.2023 - 02.02.2023) - 2801.00.Hörsaal Sport (Z96)

Klimabewegungen: Fortschritt durch Radikalität?

Soziale Bewegungen stellen informelle Organisationen dar, die sich dem Ziel des sozialen Wandels verschreiben. In den letzten Jahren hat sich eine international organisierte Klimabewegung entwickelt, die maßgeblich dazu beigetragen hat, dem Klimawandel eine hohe mediale und politische Aufmerksamkeit zuzuweisen. Gibt es hinsichtlich der Ziele Einigkeit zwischen den einzelnen Klimabewegungen, unterscheiden sie sich auch stark, etwa hinsichtlich der Organisations- und Protestformen. Berufen sich bestimmte Bewegungen mit spektakulären Aktionen auf das Recht auf zivilen Widerstand, versuchen andere auf Basis wissenschaftlicher Fakten konkrete politische Maßnahmen zu initiieren. Nicht selten wird den Umweltbewegungen eine Form von Radikalität attestiert, man denke an Zuschreibungen der Angstkommunikation, des Aktionismus oder auch der Abgehobenheit.

Im Seminar werden Theorien und empirische Befunde zu sozialen Bewegungen vorgestellt, mit dem Forschungsfeld der Klimakommunikation kontextualisiert und mit Blick auf aktuelle Entwicklungen reflektiert. Dies betrifft zum einen Prozesse innerhalb der Bewegungen selbst, etwa hinsichtlich der Entscheidungsfindung und des Umgangs mit Konflikten, zum anderen ihre externen Kommunikationsstrategien, einschließlich ihrer gesellschaftlichen Rezeption. Diese Perspektiven eröffnen dann Raum für weiterführende Überlegungen: In welchem Wechselverhältnis stehen Klimabewegungen und der soziale Wandel? Was bedeutet das in der Konsequenz für den gesellschaftspolitischen Umgang mit dem Klimawandel?

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 12.10.2022 - 01.02.2023) - 2321.U1.44 (Z 89)

Koloniale Spuren im Bergischen Land (unter besonderer Berücksichtigung von Leverkusen)

Seit mehreren Jahrzehnten boomt ein Forschungsfeld, das sich mit kolonialen Spuren vor Ort beschäftigt. Waren es zunächst Städte, in denen Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen auf eine solche Spurensuche gegangen sind (Hamburg, Berlin, Freiburg, Köln), kommen neuerdings auch ganze Bundesländer in den Blick (Baden-Württemberg, NRW...). Der ländliche Raum und Kleinstädte machen bisher weitgehend eine Leerstelle in der Forschung aus und wurden oft nur kursorisch untersucht. Anhand des "Bergischen Landes" werden wir in diesem Projektseminar eine Region in den Blick nehmen und systematisch der Frage nachgehen, wie sich diese Region in Beziehung zur kolonialen Welt setzte. Themen können u.a. sein: Mission/Missionare; Kolonialbewegung und -vereine; Soldaten als Teilnehmer in kolonialen Kriegen; Kolonialwarenläden; Straßennamen; Industrie und Handwerk

Die Teilnehmer*innen können hier eigene Schwerpunkte setzen (räumlich, thematisch) und Themen eigenständig erarbeiten. 

Das Ziel des Projektseminares ist es, eine forschungsnahe Publikation zu erstellen (je Beitrag ca. 5 Seiten).

Das Seminar findet in Kooperation mit dem Bergischen Geschichtsverein (Abteilung Niederwupper) und dem Stadtarchiv Leverkusen statt. Blocktermine werden in diesen Institutionen stattfinden.

Zu den wöchentlichen Sitzung an der HHU wird von den Studierenden die eigenständige Recherche in relevanten Archiven (Stadtarchive, Archiv der Vereinigten Evangelischen Mission, Wuppertal, Wirtschaftsarchiv Köln, Archiv der Bayer AG) erwartet.

Abgabetermin für die fertigen Texte wird der 30.03.2023 sein.

Ein Blocktermin in Leverkusen (Villa Römer, Stadtarchiv) findet am 13.10. (Do) von 10-16 Uhr statt. Die Teilnahme hieran ist verbindlich. Die Adresse ist: 

  • Villa Römer - Haus der Stadtgeschichte
    Haus-Vorster Str. 6
    51379 Leverkusen

Busverbindung: Linien 202, 231, 232, 244, 253, 255, Haltestelle "Wupperbrücke"

 

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich) - 2321.U1.93 (Z 18)

Kolonialismus und Orientalismus in der deutschsprachigen und französischen Literatur des 19. Jahrhunderts

Die koloniale Unterwerfung weiter Teile der Erde durch die europäischen Mächte vollzog sich vor allem im ‚langen‘ 19. Jahrhundert zwischen der Französischen Revolution und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Während Frankreich neben Spanien und England schon früh zu den führenden Kolonialmächten zählte, artikulierte das ‚verspätete‘ Zweite Deutsche Kaiserreich erst in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg seinen imperialistischen Anspruch. Die Untersuchungen des Literaturwissenschaftler Edward Said zum Orientalismus haben den Blick dafür geschärft, dass diese geopolitische Entwicklung mit der Ausbildung eines hochgradig asymmetrischen Diskurses über das ‚Eigene‘ und ‚Fremde‘ einherging, in dem die kolonialisierten Völker zum Objekt eines westlich-europäischen Beschreibungssystem wurden. Die westliche Perspektive auf den Orient wird von einer komplexen Mischung aus Faszination und Abscheu vor dem Fremden bestimmt, zu dem der eigene Anspruch hinzutritt, den Fortschritt in wissenschaftlich-technologischer, kultureller und sogar moralischer Hinsicht zu verkörpern. Diesen Diskurs affirmiert, kritisiert und subvertiert die französische und deutschsprachige Literatur des 19. Jahrhundert, wie im Seminar anhand einer Auswahl von Texten gezeigt werden soll. Für die Analysen eigenen sich insbesondere Victor Hugo (Les orientales), Théophile Gautier (Le roman de la momie), Gérard de Nerval (Voyage en Orient), Pierre Loti (Aziyadé), Heinrich Kleist (Die Verlobung in St. Domingo), Heinrich Heine (Der weiße Elefant, Das Sklavenschiff) und Gottfried Keller (Pankraz, der Schmoller). Der Blick in die Literatur soll ergänzt werden durch die Besprechung von Orientdarstellungen in der Malerei und Fotographie. Da nicht alle französischen Texte in Übersetzung vorliegen, sollten Studierende der Germanistik im Idealfall über Basiskenntnisse des Französischen verfügen.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2022 - 30.01.2023) - 2523.U1.25

Lektürekurs "Leben im Netz"

Sherry Turkles Buch zählt zu den Klassikern der Internetliteratur; die Süddeutsche Zeitung bezeichnete es gar als „Bibel der Computergeneration“.  In ihrer Schrift von 1995 (Deutsch 1998) beschäftigt sich Turkle mit den Veränderungen der Welt- und vor allem der Selbstwahrnehmung, welche die Internetnutzung ihrer Meinung nach hervorruft: „Wir beginnen uns mit anderen Augen zu sehen, sobald wir unser Bild im Spiegel des Computers erblicken“ lauten die berühmt gewordenen ersten Zeilen.

Im Rahmen dieses Lektürekurses soll versucht werden, sich Turkles Argumentation im Gesamtzusammenhang zu nähern und sie auf aktuelle Phänomene wie das Web 2.0 zu beziehen.

 

Leider ist Turkles Buch derzeit vergriffen. Es wird jedoch Sorge getragen, dass allen Teilnehmer/inne/n des Kurses die Texte zur Verfügung stehen werden.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 13.10.2022 - 02.02.2023) - 2302.U1.22 (Z 24)

Literary Climates (or how to write and read the Anthropocene) (Mi 14:30)

*******  durchgeführt von der Dozentin FRANZISKA WOLF     ****************************

 

In times that won’t let us forget the myriad ways in which – for better or for worse – everything on
this planet (and beyond) is interconnected; times that enforce an acknowledgement of the fact that
thinking and being human necessarily implies the thinking and being of the nonhuman, too, naturally
(we will discuss how natural a “naturally”), literature will reflect the upheaval and the crises, the
anxieties and the challenges implicated. The growing number of publications thusly engaged is
considered a distinct literary genre by many: ‘Climate Change Fiction’ or ‘Anthropocene Fiction’
deals with human-made environmental alterations, damage, and loss, juggling difficult questions of
injustice, blame, human arrogance and failure while satisfying the whole spectrum of possible
settings and framings that reaches from catastrophe and despair to hope and belief in human
potential for change and reconciliation. In this seminar, we will read Barbara Kingsolver’s Flight
Behavior (2012), Amitav Ghosh’s Gun Island (2019), and Richard Powers’s The Overstory (2018), which
will admit the confrontation of many of these questions, challenges, and scenarios. Drawing on
different ecocritical approaches, we will consider the potential and limitations of literature, reflecting
– among others – upon matters of narratability and reader engagement.
By the end of this course, you will know basic premises of ecocriticism and their position toward
fictions about climate change and/or the Anthropocene. You will have deepened your knowledge
about narrative analysis using different theoretical approaches and be able to develop your own
research questions and thesis statements to further pursue in an oral exam or term paper. During the
semester you will be asked to prepare short presentations and response papers.

 

Requirements for BN:

2 credit points. All participants are required to attend regularly, read extensively, and should be willing to actively engage in critical debate, both in-class and in form of written assignments

 

 

 

 

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich) - 2321.02.24 (Z 30)

MA Postcolonial and Transcultural Studies

MA Colloquium: Postcolonial and Transcultural Studies

In this colloquium, we will discuss central research in the fields of postcolonial, transcultural and cosmopolitan studies and examine how these studies challenge us towards new understandings of Anglophone literatures. The colloquium will offer an overview of recent, cutting-edge theories of transcultural exchange and provide students with a systematic framework to place and understand the diversified traditions of Anglophone literatures. The colloquium also offers students a platform for the discussion of their MA-theses.

 

  • (wöchentlich)

MW58: Sustainability Management Instruments & Theories

Please watch the introductory video to the course: https://mediathek.hhu.de/watch/62e03959-8153-421a-a379-163df7fc64b6

  • Montag, 14:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.10.2022 - 30.01.2023) - 2321.HS 3F (Z 135)
  • Montag, 14:30 - 18:00 (wöchentlich, 10.10.2022 - 10.10.2022) - 2531.HS 5K (Z 218)

Medizinische Begleitung von geflüchteten Menschen

Kurzbeschreibung: Das Wahlfach ermöglicht den Studierenden über die betreute praktische Zusammenarbeit mit Geflüchteten eine kompetenzorientierte frühe Einbindung in Praxis- und Patientenbezug.

Es ist in drei Phasen (ca. 28 UE) gegliedert: Vorbereitende Seminare (10 UE) Die Seminare sind aufeinander abgestimmt und dienen als Vorbereitung auf die Begegnung und die Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft. Dabei werden u.a. folgende Themen besprochen: - Ablauf des Wahlfachs - Medizinische Versorgung nach dem AsylbLG - Interkulturelle Kompetenz im medizinischen Kontext - Grundlagen zum Asylverfahren - Rahmenbedingungen für Aufnahme, Unterbringung, soziale Versorgung und Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen in NRW Drei Patientenbegleitungen (insg. 15 UE)

In der zweiten Phase finden dolmetschergestützte Begleitungen von Bewohnern der Düsseldorfer Flüchtlingsunterkünfte zu Arztterminen statt. Die Studierenden haben dabei die Möglichkeit, die medizinische Versorgung der Flüchtlinge in der Realität zu erleben und erleichtern den Flüchtlingen zugleich mit ihrer Unterstützung den Zugang zum deutschen Gesundheitssystem. Reflexionsseminar (3 UE)

In der Nachbereitungsphase werden die Patientenbegleitungen aufgegriffen und im persönlichen Gespräch reflektiert und aufgearbeitet. In diesen Reflexionsseminaren werden die schriftlichen Prozessberichte als Gesprächsgrundlage verwendet.

  • Mittwoch, 13:00 - 15:00 (Einzeltermin, 12.10.2022 - 12.10.2022)
  • Mittwoch, 13:00 - 15:00 (Einzeltermin, 19.10.2022 - 19.10.2022)
  • Mittwoch, 13:00 - 15:00 (Einzeltermin, 26.10.2022 - 26.10.2022)

Ostidentität und gesellschaftliche Transformationen

Die Menschen in Ostdeutschland haben Erfahrungsvorsprung beim Umgang mit fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungen, Herausforderungen und Chancen für die Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft, der genutzt werden müsse. Mit dieser Lehrveranstaltung will ich gemeinsam mit Studierenden anhand von Dokumenten, Medienberichten und authentischen Archiven die Wandlungen der Ostidentität in Umbruch- und Krisenzeiten analysieren, einen Vergleich mit der DDR-Vergangenheit wagen um die Frage wie haben die gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen uns und unser Wertesystem wirklich verändert um den sozialen Wert des Daseins von heute realitätsnah, generationsübergreifend und vorurteilsfrei schätzen zu können. Ein wichtiges Ziel ist eine Erklärung für die Eigenartigkeit der Ostidentität nahzubringen und viele unbeantworteten Fragen des kontroversen Ost-West-Verhältnis zu beantworten. Wir müssen nicht auf morgen warten um die Zukunft in einer Umbruchs- oder Krisenzeit flexibel zu gestalten – wer die Zukunft im Blick hat muss die Gegenwart und sich selbst verstehen, dazu die Vergangenheit nicht vergessen. Alltags- und Sozialkompetenzen, berufliche und persönliche Kompetenzen sind vier wichtigen Säulen der inhaltlichen Thematisierung des sozialen Daseins und der Dimensionen der Zeit - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die ich im Rahmen dieses Vorhabens näher analysieren möchte. Es ist eine nachhaltige Auseinandersetzung mit unserer Ost-Identitätsdynamik, mit den Mitmenschen um uns und mit einem sehr subjektiv geprägten und kontroversen Wertesystem angestrebt. Dazu würde ich die Auseinandersetzung mit dem West-Ost-Verhältnis als Forschungsziel setzen. Wie werden die Ossis im Westen verstanden, akzeptiert und gesehen?

  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 03.11.2022 - 03.11.2022) - 2303.U1.25
  • Freitag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 04.11.2022 - 04.11.2022) - 2321.01.22 (Z 48)
  • Samstag, 10:00 - 13:30 (Einzeltermin, 05.11.2022 - 05.11.2022) - 2321.01.22 (Z 48)
  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 10.11.2022 - 10.11.2022) - 2421.04.61 (Z20)
  • Freitag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 11.11.2022 - 11.11.2022) - 2321.02.22 (Z 34)
  • Samstag, 10:00 - 13:30 (Einzeltermin, 12.11.2022 - 12.11.2022) - 2321.02.22 (Z 34)
  • Montag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.11.2022 - 14.11.2022) - 2332.U1.44
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 15.11.2022 - 15.11.2022) - 2321.01.22 (Z 48)

Panafricanism as transcultural concept: Key intellectual works and their multiple legacies

Pan-Africanism has its roots in the 19th and early 20th century and became an international movement throughout much of the 20th century. It countered a racist world order, white supremacy and colonial oppression by fostering Black solidarity and African unity. Key texts and protagonists, like Kwame Nkrumah, W.E.B. Dubois or Aimé Cesaire remain important reference points for African and black intellectual thought on both sides of the Atlantic, informing and inspiring thought, literature and the arts. Importantly, panafricanism was never a uniform movement but characterised by a range of profoundly different approaches. Neither was it an all-male movement.

In this seminar we will read some key texts emerging from three continents comparatively, exploring their historical place and their complex and multiple legacies in and for decolonial and antiracist thought and praxis.

The seminar is co-taught with Dr. Eva Ulrike Pirker (English studies) and open to students from English studies. 

TKU students are especially welcome.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich) - 2303.01.63 (Z 26)

Post-Kolonialismus. Die Postkarte und die Post als Agenten der Globalisierung in der Kolonialzeit

Trotz der Widerstände gegen die offene Form der Postkarte, setzte sie sich in den 1870er Jahren rasant als Massenkommunikationsmittel durch. In den 1890er Jahren folgte dann die Ansichtskarte den zuvor noch bildlosen Correspondenzkarten mit nicht weniger großem Erfolg. So können Ansichtskarten als das erste visuelle Massenmedium bezeichnet werden. Das Seminar betrachtet die verschiedenen Funktionen dieses Massenkommunikationsmittels, von der Demokratisierung und Standardisierung des Postversands, dem Versenden persönlicher Nachrichten und der Verbreitung öffentlicher Nachrichten. Der Fokus der Veranstaltung liegt jedoch auf der Unterstützung und Normalisierung imperialistischer und rassistischer Diskurse zur Rechtfertigung des Kolonialismus.

Zum Erlangen eines Beteiligungsnachweises (BN) ist regelmäßige aktive Mitarbeit notwendig, die durch das Anfertigen eines Lesetagebuchs, Beteiligung an den Seminarsitzungen nachgewiesen und einen Kurzvortrag nachgewiesen wird.

Abschlussprüfung (AP): Portfolio oder mündliche Prüfung.

 

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2022 - ) - 2302.U1.24 (Z 28)

Reproduktion und Mutterschaft in der japanischen Literatur

Das Seminar setzt sich mit Konzeptionen von Reproduktion und Mutterschaft in Japan auseinander und untersucht deren Verhandlungen in der japanischen Literatur der Gegenwart. Die Veranstaltung setzt die Bereitschaft zu einer kontinuierlichen Textlektüre voraus, wobei sowohl englisch- als auch deutschsprachige Texte gelesen werden. Von den Teilnehmer*innen wird eine kontinuierliche, aktive Mitarbeit erwartet.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich) - 2303.01.61 (Z 36)
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 23.11.2022 - 23.11.2022) - 2303.01.61 (Z 36)

Soziologie des Zusammenlebens: Haushalts- und Familienstrukturen

Gegenstand des Seminars sind klassische und aktuelle Texte zu Haushalts- und Familienstrukturen. Es geht um Familiendefinitionen, Partnerwahl und Heiratsmuster, nichteheliche und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, "living apart together", die Arbeitsteilung in Partnerschaften sowie um wichtige Aspekte von Ehescheidungen und Verwitwung.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 26.10.2022 - 02.11.2022) - 2801.00.011
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.11.2022 - 01.02.2023) - 2801.00.Hörsaal Sport (Z96)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 19.10.2022 - 19.10.2022) - 2801.00.Hörsaal Sport (Z96)

Student heute. Aufgeschreckt? Abgeschreckt?

Der Titel dieser Veranstaltung greift den Titel eines berühmten Buches von Peter Glotz und Wolfgang Malanowski aus den frühen 1980er Jahren auf, der seinerseits auf den noch berühmteren Band "Student und Politik" (Habermas et al.) aus den 1960er Jahren rekurriert. Ging es in diesen Studien vornehmlich um die Einstellungen der damaligen Studentengeneration zu Gesellschaft, Politik und Demokratie, so möchte dieses Forschungsseminar die Haltungen und Einschätzugen der heutigen Studierendenschaft zur Wissenschaft selbst und ihrer öffentlichen Rolle ergründen. Das Projekt geht von der Annahme aus, dass die (weitgehend medial vermittelte) Rolle der Wissenschaft während der Corona-Pandemie zu einer grundsätzlichen Neubewertung des Verhältnisses von Wissenschaft und Öffentlichkeit in weiten Teilen der Bevölkerung geführt hat. Es gilt zu ermitteln, ob und in welcher Weise davon auch die nachwachsende akademische Elite selbst betroffen ist.

  • Mittwoch, 14:30 - 18:00 (wöchentlich, 12.10.2022 - 01.02.2023) - 2303.01.70 (Z 16)

Vertrauen und Skepsis gegenüber Medien

Populistische Gruppierungen skandieren „Lügenpresse”, Journalisten werden in Online-Kommentaren beschimpft, die Berichterstattung nicht nur über politische Ereignisse und Konflikte wird zum Teil harsch kritisiert. Dies alles sind deutliche Anzeichen dafür, dass journalistische Leistungen von einem Teil des Publikums sehr kritisch gesehen werden, ein großes Vertrauen in Medien und Journalismus also keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Dieses Vertrauen bzw. die Skepsis gegenüber Medien steht im Kern der Veranstaltung: Wie stark ist das Vertrauen des Publikums? Steigt die Skepsis gegenüber Medien an? Wie entsteht Misstrauen, was wird insbesondere dem politischen Journalismus vorgeworfen? Inwiefern verändern sich Qualitätsmaßstäbe im Onlinezeitalter? Wie lässt sich verlorene Glaubwürdigkeit wiedergewinnen? Und welche Konsequenzen hat es, wenn das Vertrauen in den Journalismus innerhalb spezifischer Publikumsgruppen kaum noch vorhanden ist? Die Fragen werden zunächst mit Blick auf theoretische Ansätze und den Forschungsstand beantwortet. Darauf aufbauend steht die Frage im Mittelpunkt, wie Vertrauen in die Medien sowie Gründe, Ausdrucksformen und Konsequenzen von Skepsis gegenüber Medien gemessen werden können. Dazu sollen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Konzepte für empirische Untersuchungen (inkl. Entwicklung von Erhebungsinstrumenten) ausgearbeitet werden.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2022 - 18.10.2022) - 2421.03.22
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 25.10.2022 - 31.01.2023) - 2302.U1.61 (Z 24)

Visuelle Quellen zur Geschichte des Antisemitismus (Blockseminar mit Tagesexkursion)

Die Diskussion um die Documenta 15 hat einmal mehr gezeigt, dass antisemitische Bildcodes auch mehr als sieben Jahrzehnte nach dem Ende des „Dritten Reiches“ in Deutschland noch wirkmächtig sind. Zuletzt hat Meron Mendel anlässlich einer Befragung von Documenta-Besuchern auf eine „große Leerstelle“ verwiesen, die zu füllen sei: Es überrasche ihn, wieviel Unkenntnis darüber herrsche, was antisemitische Bildsprache überhaupt sei.

Die Veranstaltung wird diesen Gedanken aufnehmen und nach der historischen Wirkmächtigkeit und Kontinuität judenfeindlicher Codes anhand von Bildquellen fragen. Es werden Fallbeispiele aus dem westlichen wie östlichen Europa herangezogen. Darüber hinaus soll ein Instrumentarium für den Umgang mit antisemitischen Bildquellen erarbeitet werden. Eine aktive Teilnahme ist ebenso erwünscht wie die Bereitschaft, ein kleineres Thema vorzubereiten. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind willkommen, aber nicht Voraussetzung. Das Blockseminar schließt mit einer Tagesexkursion ab.

  • Montag, 12:30 - 13:30 (Einzeltermin, 19.12.2022 - 19.12.2022) - 2321.04.22
  • 08:30 - 18:00 (Blockveranstaltung, 13.02.2023 - 14.02.2023) - 2321.02.22 (Z 34)
  • Mittwoch, 08:30 - 18:00 (Einzeltermin, 15.02.2023 - 15.02.2023)

Widerstand gegen deutsche Kolonialherrschaft. Das Beispiel Rudolf Duala Manga Bells

Anhand der aktuellen Ausstellung: "Hey Hamburg, kennt Ihr Rudolf Duala Manga Bell" am MARKK (Museum am Rothenbaum für Kunst und Kultur Hamburg) gehen wir der Frage nach politischen Widerstandsformen in Kamerun gegen die deutsche Kolonialherrschaft und ihrer Repräsentation in der deutschen und kamerunischen Historiografie nach. Das Seminar findet gemeinsam mit der Universität Bielefeld unter der Leitung von Dr. Caroline Authaler statt.

Rudolf Duala Manga Bell wurde am 8.8.1914 von der deutschen Kolonialverwaltung in Duala (Kamerun) gemeinsam mit Ngoso Din hingerichtet. Er hatte sich gegen die Segregationspläne seiner Heimatstadt und die Enteignungen eingesetzt und dafür Unterstützer in Deutschland gefunden. Duala Manga Bell war als Jugendlicher in Deutschland in einer Gastfamilie und hatte die Schule besucht. Er verfügte über ein breites Netzwerk in Deutschland. Er stammte aus einer der einflussreichsten Familien in Duala - sein Großvater hatte den sogenannten Schutzvertrag mit den deutschen Kaufleuten 1884 unterschrieben, wodurch Deutschland das Gebiet als Kolonie beanspruchten. 1908 folgte er seinem Vater als politisches Oberhaupt nach und kam in dieser Funktion zunehmend in Konflikte gegen die deutschen Enteignungspläne. Bereits seine Vorgänger waren mit vielen kolonialen Praktiken unzufrieden und protestierten - in Form von schriftlichen Petitionen und diplomatischen Besuchen in Deutschland.

In Duala findet jedes Jahr am 8.8. eine öffentliche Erinnerungsveranstaltung an die beiden Hingerichteten statt. Seine Urenkelin, Princesse Maryline Douala Manga Bell, forderte 2022 die Rehabilitierung und wurde in dieser Sache im deutschen Auswärtigen Amt vorstellig. Die Ausstellung im MARKK wurde von Princesse Maryline Douala Manga Bell mit konzipiert. In der Übung vollziehen wir den Fall historisch nach und nähern uns anhand der Forschungsliteratur dem Thema an. Vor Ort überprüfen wir, wie die Geschichte repräsentiert wird (Szenografie, Objekte, Narrativ, Bilder, Texte, Quellen). Wie verortet sich eine historische Ausstellung in einem ehemaligen Völkerkundemusem im Kontext aktueller Debatten über die (deutsche) Kolonialgeschichte?

Die Studierenden nähern sich anhand eigener Themensetzung diesen Aspekten. Für einen Beteiligungsnachweis wird die aktive Übernahme eines Themas aus der Ausstellung und die schriftliche Ausarbeitung (2-3 Seiten) mit Vortrag bei der Nachbereitung erwartet. 

Einführungssitzung: 7.10. von 12 - 14 Uhr Uhr (Präsenz) (die Teilnahme an dieser Sitzung ist obligatorisch!!!)

Vorbereitungssitzung: 11.11. von 9-12 Uhr (Zoom mit Uni Bielefeld)

Exkursion nach Hamburg: 25./26.11. (Selbstbeteiligung, unter 50 Euro)

Nachbereitung: 16.12. von 9 bis 14 Uhr (Zoom mit Uni Bielefeld)

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  • Freitag, 09:00 - 14:00 (Einzeltermin, 07.10.2022 - 07.10.2022) - 2321.U1.93 (Z 18)

Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Ohne die Wirtschaftsgeschichte ist weder die Gesellschaftsgeschichte noch die politische Geschichte der Bundesrepublik Deutschland verständlich. Die Vorlesung möchte daher einen wirtschafts- und sozialhistorischen Überblick über die ökonomischen Vorbedingungen und wirtschaftspolitischen Weichenstellungen vor 1949 geben, die Jahre der Prosperität und die krisenhaften Jahre der Ernüchterung beleuchten, die Entstehung der bundesdeutschen Massenkonsumgesellschaft ebenso wie die Rolle der Unternehmen in diesen Jahrzehnten untersuchen. Die Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik ist wiederum ohne ihre Einbindung in die westeuropäische Wirtschaftsgemeinschaft nicht verständlich, die daher ebenfalls behandelt wird. Schließlich wird die Vorlesung auch einen Blick auf die Wirtschaftsgeschichte der DDR werfen und so versuchen, die ökonomischen Vorbedingungen für den Vereinigungsprozess der beiden deutschen Staaten zu erhellen.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich) - 2221.HS 2E (Z 181)

Zwischen Flächentarif, Mindestlohn und Hartz IV: Zur Regulierung v. Arbeit in Deutschland u. Europa

 

 

Für Studierende der PO 2016 im Studiengang "Gesellschaftliche Strukturen und demokratisches Regieren" wird die Veranstaltung dem Modul "Transnationale Gesellschaft und Europäische Politik" angerechnet.

Gegenstand des Seminars sind Strukturen und Akteure der Arbeitsbeziehungen in Deutschland unter der Perspektive von Kontinuitäten und Diskontinuitäten im gesellschaftlichen Umbruch. Das duale System aus betrieblicher und überbetrieblicher Regulierung der Arbeitsbeziehungen, das im Kern auf Flächentarifverträgen und betrieblicher Mitbestimmung durch Betriebsräte beruht, galt lange unumstritten als Eckpfeiler des deutschen (Erfolgs-)Modells einer sozialen Marktwirtschaft. Aktuelle Initiativen zur Stärkung staatlicher Einflussnahme (Mindestlöhne, Allgemeinverbindlichkeit), d. h. nach staatlicher Normierung im bisherigen Kernbereich der Tarifautonomie ist nur ein, wenn auch besonders gravierendes Symptom dafür, dass dieses System seit dem Auslaufen der fordistischen Vollbeschäftigungsökonomie gravierenden Umbruchs-, wenn nicht gar Erosionstendenzen unterliegt. Dem Seminarprogramm liegt die Annahme zugrunde, dass dieser Institutionenwandel nicht als schlichter Verfall oder als Angleichung an ein angelsächsisches Standardmodell begriffen werden kann, unter dem Druck allgemeiner Tendenzen wie Globalisierung, Finanzialisierung etc. Es wird im Sinne von Theorien der Varieties of Capitalism vielmehr davon ausgegangen, dass das Wirksamwerden dieser allgemeinen Tendenzen in konkreten wirtschaftlichen und sozialen Kontexten von den institutionellen und Akteurskonstellationen vor Ort maßgeblich mitbestimmt wird. Im Mittelpunkt des Seminars stehen damit die unterschiedlichen Ebenen der Regulierung von Arbeitsbeziehungen - Betrieb, Tarifpolitik, Staat und Rechtsprechung - unter der doppelten Perspektive des Veränderungsdrucks, mit dem sie konfrontiert sind, und der Einflussnahme darauf, wie dieser Veränderungsdruck bei ArbeitnehmerInnen und Betrieben tatsächlich aufgenommen und verarbeitet wird.

 

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 13.10.2022 - 02.02.2023) - 2331.U1.66 (Z 46)

Verantwortlichkeit: