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Geschlecht und Geschlechterrolle

Lehrveranstaltungen zu Geschlecht und Geschlechterrolle

„Das Ende vom Lied“ – eine jiddische Madame Bovary? / "The End of Everything" – A Yiddish Madame Bovary?

Flauberts „Madame Bovary” schildert das Schicksal einer Frau in der französischen Provinzstadt Yonville im 19. Jahrhundert. Was aber, wenn Madame Bovary in einem jüdischen Schtetl in Osteuropa gelebt hätte? In „Das Ende vom Lied” (1911–1913) hat der jiddische Schriftsteller Dowid Bergelson (1884–1952) Flauberts Bovary auf eindringliche Weise weitergeschrieben. Im Seminar lesen wir einzelne Kapitel aus dem Roman, verfolgen die intertextuellen Bezüge zu anderen Literaturen Europas und vergleichen das psychologische Porträt der Protagonistin Mirl Hurvits mit Darstellungen von Frauenschicksalen in jiddischen Filmen, etwa „Mirele Efross” (1939).
Jiddischkenntnisse sind nicht erforderlich.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 30.01.2019)

BFM 2a / MGM 2a/b: Bürgerlicher Realismus

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führen die raschere Industrialisierung Europas und Veränderungen der Sozialstruktur und der Wissenschaftslandschaft in Deutschland zur Dominanz einer literarischen Stilrichtung, die als „Bürgerlicher Realismus” bezeichnet wird. Die Vorlesung gibt einen Epochenüberblick. Sie macht sich zur Aufgabe die literarhistorische Entwicklung von den Vorläufern im Vormärz (Büchner, Heine) über die 1848er Revolution bis zum frühen 20. Jahrhundert nachzuzeichnen, Wechselwirkungen zwischen Politik, wirtschaftlicher Entwicklung, Gesellschaftstheorie, Ästhetik und literarischer Praxis aufzuzeichnen und den Realismus in Deutschland mit Parallelentwicklungen in anderen europäischen Ländern zu vergleichen. Dabei werden Formen der Enttäuschungsverarbeitung und der kompensatorischen Wunscherfüllung in der Ästhetik des Nachmärz aufgezeigt. Der Begriff des „Poetischen Realismus”, wie er nach 1948 in programmatischen Texten entworfen und literarisch umgesetzt wird, wird vorgestellt. Neben den Dorfgeschichten Gotthelfs, Auerbachs und Kellers werden im zweiten Teil Romane und Novellen Annette von Droste-Hülshoffs, Kellers, Stifters, Freytags, Storms, Raabes und Fontanes im Hinblick auf die Darstellung des historischen Wandels von Machtkonstellationen, Standesnormen, Geschlechterverhältnissen und die idyllisierende Verschleierung sozialer Ungerechtigkeit untersucht. Auch wird gezeigt, wie die Selbstkritik des Realismus in den Alterswerken Kellers, Fontanes, Raabes und Hedwig Dohms den Übergang in die ästhetische Moderne vorbereitet.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 31.01.2019) - 2221.HS 2E (Z 181)

BFM 2b: Der Zyniker, der Frauenversteher, die Frau: Wilhelm Raabe, Theodor Fontane, Marie von Ebner-Eschenbach

Literarische Texte des Realismus stehen – wie Hugo Aust es formuliert hat – im Dienste zweier ‚Herrinnen‘: Kunst und Wirklichkeit. Anders als die deutschen Naturalisten streben die Realisten keine mimetische Abbildungskunst, sondern eine künstlerisch geformte Wirklichkeitspoesie an. Ausgehend von der Betrachtung zentraler Prämissen der realistischen Programmatik eröffnet das Seminar seinen TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Werke dreier sehr unterschiedlicher AutorInnen des Realismus zu diskutieren, zu analysieren und zu interpretieren.

 

Der ‚Zyniker‘ Wilhelm Raabe verhüllt in seinen oft bitterbösen Texten unter heimeligen Stubenidyllen und skurrilen Handlungen die problemgeladene Diskrepanz zwischen Tradition und Fortschritt, Altem und Neuem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Zeitaktuelle Themen wie Umweltverschmutzung, Kolonialismus oder Kapitalismus finden ebenso Eingang in seine Texte, wie etwa die phantastischen Motive Teufelsbündner oder Wasserfrau.

Der ‚Frauenversteher‘ Theodor Fontane widmet sich in zahlreichen seiner Texte Problembereichen weiblicher Existenz: Naturkindhafte Landadelige, ehrgeizige Kleinbürgerinnen, gefallene Mädchen, von Blattern entstellte Ex-Schönheiten oder hexenhafte Alte reiben sich an den Konventionen und Erwartungshaltungen ihrer Zeit auf, scheitern oft, erringen gelegentlich aber auch (emanzipatorische) Siege.

Das literarische Lieblingsthema der ‚Frau‘ Marie von Ebner-Eschenbach ist die soziale Frage. Fern von naturalistischer Elendsschilderei stehen Zentrum ihrer Texte oft Figuren aus niederen Ständen, etwa Dienstmägde oder der Gemeinde überantwortete Verbrecherkinder. Das erzählerische Interesse der ‚Grande Dame des österreichischen Realismus‘ gilt aber auch spezifisch emanzipatorischen Themen, wie z.B. weibliche Berufstätigkeit.

 

Folgende Texte werden voraussichtlich im Seminar besprochen:

Wilhelm Raabe:

  • Keltische Knochen
  • Zum wilden Mann
  • Die Innerste

Theodor Fontane:

  • Schach von Wuthenow
  • Unterm Birnbaum
  • Mathilde Möhring

Marie von Ebner-Eschenbach:

  • Lotti, die Uhrmacherin
  • Das Gemeindekind

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 28.01.2019) - 2421.03.82 (Z30)

BFM 2b: Theodor Fontane - Romane und Filme

Theodor Fontane ist der literarische Porträtist des Militärstaats Preußen und ein Meister der Dialogisierung gesellschaftlicher Prozesse. Trotz der topographischen Enge der von ihm entworfenen Welt zählt er zu den bedeutendsten Realisten der europäischen Literatur. Er gilt als Klassiker des Gesellschaftsromans. Sein Figurenspektrum umfasst Menschen – insbesondere Frauen – aller Stände. An den Konflikten, in die sie mit ihrem Umfeld geraten, exemplifiziert er politische Strömungen, kulturelle Tendenzen, die Macht gesellschaftlicher Konventionen und historische Umbrüche. Diese Zusammenhänge werden anhand ausgewählter Erzählungen und Romanen verdeutlicht: an der Novelle „Schach von Wuthenow” (1882), den Berliner Romanen und Ehebruchsgeschichten „L’Adultera” (1882), „Cecile” (1887) und „Effi Briest” (1895), der bürgerlichen Gesellschaftssatire „Frau Jenny Treibel” (1892) und den Spätwerken „Mathilde Möhring” (posthum 1906/1969) und „Der Stechlin” (1898). Am Beispiel der drei „Effi Briest”-Verfilmungen von Gustaf Gründgens („Der Schritt vom Wege”, 1939), Rainer Werner Fassbinder (1974) und Hermine Huntgeburth (2009) können Unterschiede der Filmästhetik und der Textinterpretation durch die Regisseure und die Regisseurin verdeutlicht werden.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 30.01.2019) - 2332.01.41
  • Mittwoch, 18:00 - 21:00 (Einzeltermin, 12.12.2018 - 12.12.2018) - 2332.01.41

BFM 3a/3b Warum Männer in den Wald reiten und Frauen nicht grüßen. 'Das Frauenbuch' Ulrichs von Liechtenstein

Im Frauenbuch Ulrichs von Liechtenstein disputieren eine Dame und ein Ritter über den Verfall der ritterlich-höfischen Kultur und geben sich gegenseitig die Schuld daran. Die Ambiguität des höfischen Zeichensystems zeigt sich schon in der den Dialog eröffnenden Diskussion um den gruoz, der mit Bedeutungen von einem Mittel der höfischen vreude bis hin zur Aufdeckung von leicht herumzukriegenden Frauen aufgeladen wird. Der Streit legt viele der Ideale des höfischen Lebens, wie sie z.B. in den Artusromanen dargestellt werden, in Trümmer, wenn etwa die Ritter als Homosexuelle bezeichnet werden, die den ganzen Tag nur mit ihren Freunden im Wald spielen wollen. 

Im Seminar werden wir uns mit der Minne als einem Bestandteil der höfischen Werte auseinandersetzen, die beispielsweise auch Bereiche von Kommunikation, Mode, Alkoholgenuss sowie (käuflicher) Liebe umfasst, und neben der eigenen Textinterpretation v.a. auch Forschungspositionen diskutieren. Ulrichs zuweilen drastisch humorvolle Inszenierung einer grundlegenden Differenz der Geschlechter wird dabei ebenso Thema sein wie die spezielle Überlieferungslage des Frauenbuchs und Fragen der Edition mittelalterlicher Texte.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 29.01.2019) - 2421.U1.21 (Z50)

Bodies and Embodiment in Anglophone Literature

Discarding Cartesian Dualism thinkers and philosophers from the 19th century on gradually moved towards privileging the body over the mind in order to define the self. Today nobody would negate that we are embodied subjects. Who we are, what we think and what we do is determined by corporal categories like gender, race, desire, age and illness. Like the body itself these categories are, according to scholars like Michel Foucault, Frantz Fanon and Judith Buthler, discursively produced and open to historical and social change.

The seminar will introduce basic theoretical texts dealing with definitions of the embodied self. From the experience of mental illness in Janet Frame's classical novel Faces in the Water to the literally constipating embodiment of a troubling home country in NoViolet Bulowayo's We need new names, and from the disfigured body in Indra Sinha's novel Animal's People to the representations human clones in Kazuo Ishiguro's Never Let Me Go - Anglophone writers from different cultural backgrounds offer a variety of corporal states and sensations that acknowledge varying forms of subjectivity and identify patriarchal, colonial and neo-colonial discourses, thus negotiating and challenging normative worldviews on the body, gender, racial and sexual identity.

Students are expected to purchase the novels. To obtain a BN students must either deliver a presentation of a chosen topic or a short essay on a subject of their choice.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.42

Constructing the Girl

"I hate to think that I've got to grow up and be Miss March, and wear long gowns, and look as prim as a China-aster. It's bad enough to be a girl, any-way, when I like boy's games, and work, and manners. I can't get over my disappointment in not being a boy. . . ." - Jo, Little Women

 

In this class we will be looking at the cultural construction of "the girl" and the time period defined as "girlhood" in American culture. We will consider historical context as well as the way in which (popular) culture has shaped these two concepts over time.

 

We will look at both literary and filmic representations, starting with Louisa May Alcott's novel Little Women (1868) and working our way towards the present day.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.43

Crossing Lines - Narratives of Passing in American Literature and Film

 

! Added on October 9, 2018: There are 2 spots still available to those who send in a response essay. !

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Narratives of passing raise provocative questions about socially-constructed categories such as race and gender by exposing the arbitrariness, artificiality, and permeability of these categories.

 

In the first half of the semester, we will focus on classic narratives of racial passing, that is, narratives about light-skinned African-American characters who can and do pass for white. In order to explore how the genre has developed and why it continues to hold the interest of today’s audiences, we will compare Nella Larsen’s novella Passing, (1929) to excerpts from both the book and the film version of Philip Roth’s The Human Stain (2000) and to Mat Johnson’s and Warren Pleece's graphic novel Incognegro (2008).

 

In the second half of the semester, we will direct our attention to different oppositional categories, such as male vs. female and human vs. monster, in order to investigate if, how, and to what extent non-racial shifts in identity can profit from being analyzed through the lens of ‘passing.’  

 

This course is open to all students wishing to explore narratives of passing. You are expected to attend regularly (no more than two absences), read attentively and participate actively.  

 

Most texts and materials will be made available in the Semesterapparat by the beginning of the semester.  

 

Please buy this edition of Nella Laren’s novella:

Larsen, Nella, and Carla Kaplan. Passing: Authoritative Text, Backgrounds and Contexts, Criticism. New York: W.W. Norton & Co, 2007. Print.

Either the 2008 or the 2018 edition of: 

Mat Johnson and Warren Pleece, Incognegro: A Graphic Mystery

And any edition of: 

Philip Roth, The Human Stain  

 

Students not present on the first day of class will be withdrawn from the list of enrolled students, unless they have made prior arrangements with me.

 

Added on September 19, 2018: 

There are currently 70 students asking to take part in my course ‘Crossing Lines – Narratives Passing in American Literature and Film.’ Unfortunately, I can only give places to 35 of you. 

In order to decide whom to select, I ask you to complete the following task, and then send it to me via email (rond@phil.uni-duesseldorf.de). Those 35 students who are quickest to reply will be admitted to the course. 

Choose and complete one of the following tasks, please: 

A) Comment on how racial passing is represented and/or framed in CNN’s feature, ”‘Most People Think I’m White’”: 

https://www.youtube.com/watch?v=Unu1PhwrD0c
CNN. "'Most People Think I'm White'." YouTube. 03 Mar. 2018. Web. 19 Sept. 2018. 

OR

B) Comment on how different kinds of ‘passing’ are represented/addressed in Langston Hughes short story, ”Passing” (1933): 

https://msdavisflowers.files.wordpress.com/2016/03/passing.pdf 
Hughes, Langston. "Passing." N.p., Mar. 2016. Web. 19 Sept. 2018.

Your response essay (to copied into your email or attached to it as a pdf) should not exceed 450 words. 

I am looking forward to reading your responses. 

Best wishes 
Kathrin Rond 

P.S.: If, for whatever reason, you no longer wish to take part in my course, deregister on the HIS-LSF platform, please.

 

Added on September 24, 2018: 

There are still 18 spots available to those who send in their responses. 

 

Added on September 25, 2018:

There are still 13 spots available to those who send in their responses. 

 

Added on September 27, 2018: 

There are still 11 spots available to those who send in their responses. 

 

Added on September 28, 2018: 

There are 10 spots still available to those who send in a response essay. 

 

Added on October 2, 2018:

There are 9 spots still available to those who send in a response essay.

 

Added on October 6, 2018: 

There are 5 spots still available to those who send in a response essay. 

 

Added on October 9 2018:

There are 2 spots still available to those who send in a response essay. 

 

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.00.52
  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich)

Debating Gender – Analyzing Difference (Dr. Peta Hinton)

When we study gender, can it be separated out from other forms of social and cultural identity? In this course we will consider this question by asking what it means to analyze social phenomena using a gender perspective and what it is this perspective includes. Starting with arguments for the importance of gender as a category for analysis, we will investigate the ways in which gender is said to be implicated with ideas about sexuality, nationality, race, ethnicity, and even what it means to be human. You will put these different gender perspectives to work in identifying, analyzing and understanding problematics in social and cultural difference in context. In the process you will start to develop and articulate a position on a contemporary problem, and consider together what, where and how social transformation may be possible. Each lesson will focus on a case study drawing from current events, debates and issues that influence social relations and opportunities within Europe and further afield. The #metoo campaign, women in leadership, intersexuality, gender equality, trans* identity, DNA ancestry and immigration will be analyzed, along with some other examples, and you are welcome to bring along examples of your own choice/that interest you for discussion.

 

Key objectives:

  • To see how and why a gender perspective matters in analyzing and understanding social phenomena and relations
  • To become familiar with a range of theory and gender perspectives that approach diverse forms of social and cultural difference
  • To apply a gender perspective to a current issue, debate or event
  • To build a position on a current issue, debate, or event using case material and relevant theory

 

Language of instruction is in English

  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 23.11.2018 - 23.11.2018) - 2303.01.70 (Z 16)
  • Samstag, 10:00 - 14:00 (Einzeltermin, 24.11.2018 - 24.11.2018) - 2302.U1.21 (Z 55)
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 30.11.2018 - 30.11.2018) - 2303.01.22 (Z81)
  • Samstag, 10:00 - 14:00 (Einzeltermin, 01.12.2018 - 01.12.2018) - 2302.U1.21 (Z 55)
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 07.12.2018 - 07.12.2018) - 2303.01.22 (Z81)
  • Samstag, 10:00 - 14:00 (Einzeltermin, 08.12.2018 - 08.12.2018) - 2302.U1.21 (Z 55)

Diskurse zu sexualisierter Gewalt und Prostitution im Modernen Japan

In diesem Kurs lesen und diskutieren wir gemeinsam Texte zu sexualisierter Gewalt und Prostitution im Modernen Japan. Dazu gehören sowohl Phänomene des historischen Prostitutionssystems innerhalb Japans als auch das sogenannte "Trostfrauen"-System in den kolonisierten und besetzten Gebieten während des 15-jährigen Krieges, die Prostitutionsdebatten der Nachkriegszeit bis hin zu #MeToo#WeToo#WithYou Bewegungen in der Gegenwart.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 05.02.2019) - 2421.04.61 (Z20)

Diskussionsforum: Medizin und Gesellschaft - Wahlfach Q1/Q2 Klinik Regelstudiengang

Das Wahlfach besteht aus drei Themenblöcken, die in Einzelvorträgen unterschiedlicher Dozenten thematisiert und diskutiert werden.

I.     Gesundheit in Interaktion mit Politik und Wirtschaft

  • Grundlagen der deutschen Gesundheitspolitik
  • Ökonomisierung im Krankenhaus
  • Globale Gesundheitspolitik
  • Einfluss von Pharmaunternehmen
  • Globaler Zugang zu Medikamenten

II.    Medizin als Beruf

  • Abstumpfung von medizinischem Personal
  • Sterbehilfe
  • Rassismus im Krankenhaus
  • Arbeitsbelastung von Ärztinnen und Ärzten

III.   Medizin und Gesellschaft

  • ICAN: International Campaign to Abolish Nuclear Weapons
  • Ebola-Epidemie: Soziale und politische Auswirkungen
  • Female Genital Mutilation
  • Flüchtlingspolitik und ihre juristischen Grundlagen
  • Geflüchtete im deutschen Gesundheitssystem

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 06.02.2019) - 2312.04.24
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 05.12.2018 - 05.12.2018) - 2302.03.22

EInführung in transnationale Queer Studies: Kulturelle Repräsentationen

Queer studies/theory originally emerged in the late 1980s and early 1990s in the US and rapidly spread among Asia in the mid 1990s.

The course provides students with a basic understanding and a critical approach for Queer studies in/about Asia through cultural representations and popular culture. Gender and sexuality are key perspectives to understand cultures and human activities, however, they are often historically used to misrepresent other cultures and people. Through reading classic texts of Queer theory and representative works of Queer studies in/about Asia (mainly Japan but not limited), the course seeks to discuss the following questions:

- How have cultural differences, especially between the West and East, been expressed in Queer studies/theory?

- How did Asian Queer studies adopt Euro-American Queer studies/theory and how did it struggle with Anglophone-centrism/Western-centrism within Queer studies/theory?

- What are the contemporary issues of Queer studies/theory in/about Asia?

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2303.01.22 (Z81)

Feminist/Gender/Queer Theory (Mi 10:30-12:00)

Feminist - Gender – Queer Theory

 

This seminar explores key debates in 20th and 21st-century feminist, gender, and queer theory. Beginning with such foundational feminist writings as Virginia Woolf’s A Room of One’s Own and Simone de Beauvoir’s The Second Sex, we will examine how late twentieth-century and early twenty-first-century feminisms are challenged by, engage, and negotiate issues of race, class, ethnicity and sexuality both in relation to existing academic disciplines and in dialogue with the concerns of diverse constituencies and political agendas. We will pay special attention to the ways in which feminist, gender, and queer theory have influenced the study of literature and culture as well as to how students can work with these paradigms in their own academic projects.

 

Readings are likely include works by Gloria Anzaldua, Adrienne Rich, Audre Lorde, bell hooks, Kimberle Crenshaw, Hélène Cixous, Eve Kosofsky Sedwick, Judith Butler, Gayatri Chakravorty Spivak, Patricia Williams, Hortense Spillers, Donna Haraway, Lee Edelman, R.W. Connell, Maggie Nelson, Chimamanda Ngozi Adichie.

 

You are expected to have read A Room of One’s Own for the first session.

 

Requirements for a BN and/or exam registration include weekly entries in an ILIAS reading journal and a short writing assignment in addition to your active participation in in-class activities. Your participation has to be documented by extra written work if you miss more than 3 sessions.

 

Students are expected to attend a guest workshop on "Pornography" that will take place during the weekend of 1-2 December.  Attendance will be part of the BN requirement for the course, so please organize your schedules accordingly.

 

 

 

 

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.66

Frauen- und Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit

„On ne naît pas femme, on le devient. – Man ist nicht als Frau geboren, man wird es.“ Dieser philosophische Blick auf das weibliche Geschlecht von Simone de Beauvoir aus dem Jahre 1949 umreißt sehr prägnant ein Problem, mit dem sich die Geschichtswissenschaft in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend intensiv auseinandergesetzt hat: die gesellschaftliche Konstruktion von Frauen und – in Erweiterung der Perspektive – auch Männern. Insbesondere die Frühneuzeitforschung hat zu der diesbezüglichen Diskussion entscheidend beigetragen: Wie unterschied sich das Leben von Frauen und Männern in diesem Zeitraum? Welche Rollen wurden den Geschlechtern zugewiesen? Wie wurden diese im Alltag konstruiert und reproduziert? Gab es gegebenenfalls Möglichkeiten, sich vorgefügten Rollenerwartungen zu entziehen?

Die Vorlesung möchte die Geschichte(n) von Frauen und Männern in der Frühen Neuzeit in ihrer wechselseitigen Bezogenheit in den Blick nehmen. Unter den Schlagwörtern Distinktion, Partizipation und Repräsentation wird es 1. um Fragen der Geschlechterdifferenz gehen (Geschlechterdiskurse, Körper und Kleidung, Frauenräume / Männerräume, Stand und Familie), 2. um die Teilhabe von Frauen am öffentlichen Leben (Bildung und Erziehung, Arbeit, Religion und Konfession, Politik und Herrschaft, Recht) sowie 3. um geschlechtsspezifische Repräsentationsformen (Hof und Stadt als „Bühnen“, Kunst, Musik und Theater, Literatur und Publizistik). Die allgemeinen Zusammenhänge sollen soweit möglich anhand von Einzelbefunden und konkreten Beispielen aus dem Rheinland und den angrenzenden Regionen erörtert und vertieft werden.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2221.HS 2E (Z 181)

Geschichte Japans zur Zeit des fünfzehnjährigen Krieges (1931-1945)

Den inhaltlichen Dreh-und Angelpunkt des Seminars bildet die die Geschichte Japans bis heute prägende Periode kriegerischer Konflikte der frühen Shōwa-Zeit, welche aus japanozentrischer Perspektive als Zeit des fünfzehnjährigen Krieges (1931-1945) zusammengefasst wird. Im Anschluss an die Einführungssitzung werden zur Erarbeitung zentraler Stationen und Charakteristika der Epoche zwei inhaltliche Herangehensweisen gewählt: Einen ereignisgeschichtlichen Abriss zentraler historischer Entwicklungen – von der späten Taishō-Demokratie bis in die frühe Nachkriegszeit hinein – bieten die Sitzungen 2 bis 7.

Anschließend werden in den Sitzungen 8 bis 14 schlaglichtartig für das Verständnis der Epoche wichtige Phänomene beleuchtet – neben der ideologischen Ausrichtung Japans das deutsch-japanische Verhältnis und die nachkriegszeitliche Geschichtspolitik und -kultur, einschließlich der „Trostfrauen“-Frage.

Gender als Analysekategorie zur methodischen Erschließung japanischer Propaganda ist ebenfalls eine Sitzung gewidmet.

Im Zentrum der letzten Seminarsitzung stehen formale und inhaltliche Hinweise zur Anfertigung wissenschaftlicher Hausarbeiten

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2421.03.86 (Z34)

Heroism, Masculinities and what happens when they fail: Reading 'Beowulf'

 

Beowulf, said J.R.R. Tolkien, “is a man, and that for him and many is sufficient tragedy.” A monster-battling hero who rises out of tribal conflict to become a king, only to doom his people to disaster when he is killed by a dragon, Beowulf can easily be presented as a quintessential Germanic hero and man. Through its critiques of his actions, and those of a large supporting cast of other men trying to be heroes, the poem has a much more complex vision than is often assumed. During this course, students will read the text of the Old English poem Beowulf closely, to assess how the poem presents men and masculinities, particularly through the related lenses of heroism and failure.

Students will identify the range of examples of male behaviour presented in the poem, explore how the poet invites his audience to judge masculinity, and develop some sense of gendered roles in Anglo-Saxon England. No prior knowledge of Old English is required, because as well as working with the original text, we will look at a range of translations, and some re-presentations, of the text from different places and times to consider the consistency – or not – in terms of how ideal masculinity is presented.

As well as working in detail through a substantial and significant text, the course intends to develop students’ understanding of Old English literary and cultural concerns, how Anglo-Saxon culture has been and continues to be used to explore modern ideas, and of how to analyse the presentation of gender and gendered ideas, with some consideration of current discussions of masculinity.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.48

Japans moderne Gesellschaft verstehen - Theorieansätze in den Cultural Studies

Die LV soll dazu dienen, Theorieansätze, die in den Cultural Studies diskutiert und praktiziert werden, vorzustellen. Über kurze Quellentexte, die wir intensiv gemeinsam lesen und diskutieren, werden wir uns im Verlauf des Seminars mit insbesondere vier Bereichen befassen, die in der Analyse von sozialen und kulturellen Formen moderner Gesellschaften präsent sind:

  1. Soziale Schichtung und Produktion
  2. Haushalt, Konsum und Lebensstil
  3. Geschlecht, Körper und Sexualität
  4. Populärkultur und Massenmedien.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2421.00.94 (Z64)

Konstruktion und Rezeption der Fernsehserie "Star Trek"

Die Fernsehserie 'Star Trek' flimmert in ihren verschiedenen Auflagen seit nunmehr fünf Jahrzehnten über die Bildschirme und ihre Big-Screen-Adaptionen locken Millionenpublika in die Kinosäle.
Von Beginn an war ST mehr als nur ein Unterhaltungsangebot; ihr Schöpfer Roddenberry versuchte - ganz im Sinne der Hippie-Kultur der 60er Jahre - seinen Visionen einer Zukunft ohne Sexismus und Rassismus Ausdruck zu verleihen. Später fanden die Angst vor der sowjetischen Bedrohung genauso Eingang in die ST-Spielhandlung wie die Sorge um eine zunehmend geschädigte Umwelt oder das Unbehagen angesichts 'intelligenter' Technik.
Zusammengefasst lässt sich ST nicht nur als unterhaltsame SciFi-Serie, sondern auch als metaphorische Umsetzung von Themen und Problemen der letzten 50 Jahre verstehen. Eine entsprechende Analyse soll im Rahmen des Kurses durchgeführt werden.

Der zweite Schwerpunkt liegt auf den ST-Fankulturen. Die so genannten Trekkies werden häufig als 'Spinner mit Gummiohren' belächelt, verfolgen jedoch - wie alle Angehörigen populärkultureller Fankulturen - ganz reale und vitale Motive. Welche das sind und inwiefern ST einen Beitrag zur Lebensbewältigung leisten kann, soll im letzten Teil der Kurses erarbeitet werden.

Damit alle Teilnehmer/innen des Kurses im ST-Universum ausreichend orientiert sind, werden zu Beginn die verschiedenen Serien und Filme mit ihren zentralen Figuren und Handlungssträngen vorgestellt.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2303.01.43 (Z 44)

Lesekreis: "Vergessene Schriftsteller/innen - Vergessene Texte"

Zu früh gestorben, ins Irrenhaus verbannt, als schreibende Frau unterschätzt, während der nationalsozialistischen Herrschaft "ausgesondert" Gründe für den Rezeptionsabbruch bestimmter Texte gibt es ebenso zahlreiche, wie es vergessene Schriftstellerinnen und Schriftsteller gibt. Der Lesekreis "Vergessene Schriftsteller/innen Vergessene Texte" widmet sich der Wiederentdeckung und Neuerschließung literarischer Texte, die in der wissenschaftlichen Forschung bislang kaum beachtet wurden und im kulturellen Gedächtnis keinen Standort haben. In einer gleichberechtigten Mischung aus intuitiven und wissenschaftlichen Textzugriffen richtet sich der Lesekreis im Rahmen des fächerübergreifenden Wahlpflichtbereichs an interessierte Studierende aller Fakultäten.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 30.01.2019) - 2332.00.66
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 13.02.2019 - 13.02.2019) - 2453.U1.81
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 27.02.2019 - 27.02.2019) - 2453.U1.81
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 13.03.2019 - 13.03.2019) - 2453.U1.81
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 27.03.2019 - 27.03.2019) - 2453.U1.81

MFM 3a/b Schwerter in Frauenhand. Tabu und Faszination weiblicher Gewalt

Frauen in Waffen sind bis in die Gegenwart ein Skandalon: Erst ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes im Jahr 2000 ermöglichte Frauen in Deutschland den Zugang zu allen militärischen Laufbahnen, auch in der kämpfenden Truppe. Bei der Gründung der Bundeswehr 1955 hieß es noch: Frauen dürfen auf keinen Fall Dienst an der Waffe leisten. Andererseits stellt der weibliche Griff zur Waffe ein Faszinosum dar, wie bereits ein erster Blick in die Kulturgeschichte demonstriert: Zahllose Darstellungen zeigen die biblische Judith mit blutigem Schwert und dem eigenhändig abgeschlagenen Haupt des Holofernes, Jeanne d’Arc ist bis heute ein Begriff und auch in der Literaturgeschichte sind gewalttätige Frauen wie Medea immer wieder präsent. Das Seminar möchte diesem Widerspruch nachgehen: Was sind einerseits die Gründe für das strikte Verbot und warum arbeiten sich Kunst und Literatur immer wieder am Bild der kämpfenden Frau ab, die dem Verbot trotzt? Wir werden uns die berühmten Vorbilder der Bibel und der antiken Mythologie ansehen, wie die genannte Judith oder die Amazonen, und dann die mittelalterliche Texte auf Beispiele für diese Transgression der weiblichen Rolle befragen, wie Brünhild und Kriemhild im Nibelungenlied oder Camilla im Eneasroman, aber auch Fälle, in denen sie im Raum steht, aber letztlich ausbleibt wie bei Isolde im Tristan. Am Ende soll ein Ausblick auf die Gegenwart stehen: Welche Rolle spielen kämpfende Frauen heute und inwiefern haben sich Darstellung und Diskurszusammenhänge im Zuge der Emanzipation und eines gewandelten Bildes von Krieg und Heroentum verändert? Über einen möglichen gemeinsamer Besuch der Ausstellung 'Faszination Schwert' in Landesmuseum Württemberg in Stuttgart werden wir uns im Seminar abstimmen.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 29.01.2019) - 2421.00.90 (Z 23)

Reading American Film: The Screwball Comedy

The screwball comedy emerged in the 1930s and dealt with the problems of wealthy and beautiful people. It was intended to amuse the audience of the Great Depression and give them an escape from their own troubles. In her book on The Art of the Screwball Comedy, Doris Milberg defines the word "screwball" as "an erratic, eccentric and unconventional individual" (5). The male antihero tends to exhibit a childlike nature and has major difficulties in dealing with the dominant screwball female. This seminar will discuss gender as constructed in this highly entertaining genre and will also focus on contemporary movies that combine the screwball comedy with the romantic comedy.

 

Students will be expected to actively participate in class and to read extensively. A course reader will be available by the beginning of the semester.

 

In order to increase our awareness of the impact of cinematic form on the communication of content we will also discuss film analysis in general. Students who are interested in this seminar have to register for my class "Reading American Film: Analysis and Interpretation." In other words, this module on American film will take place from 10:30 a.m. to 02:00 p.m.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 31.01.2019)

Schönheitshandeln

Schönheitshandeln beschäftigt jeden Menschen im alltäglichen Leben, manchen mehr, manchen weniger bewusst, angefangen bei der morgendlichen Rasur des Bartes auf männlicher, dem Schminken oder dem Lackieren der Fingernägel auf weiblicher Seite. Diese und ähnliche Routinehandlungen werden von den meisten Menschen nicht als explizite Schönheitshandlungen, sondern als integraler Bestandteil des Tagesablaufes interpretiert. Dabei haben diese Routinen eine größere Wirkung als in der Alltagswahrnehmung angenommen, denn „Schönheitshandeln […] ist ein Medium der Kommunikation und dient der Inszenierung der eigenen Außenwirkung zum Zweck der Erlangung von Aufmerksamkeit und Sicherung der eigenen Identität“ (Degele 2004, 10). Somit dient das Schminken oder Rasieren nicht nur als Mittel, mit denen sich das Individuum verschönern kann, um auf den verschiedenen Tauschmärkten, vom Heirats- und bis zum Arbeitsmarkt, bessere Renditen zu erlangen. Schönheitshandlungen haben ebenso die Sicherung und (Re-)Präsentation der eigenen Identität und damit der eigenen Individualität zum Ziel. Das Spektrum der Schönheitshandlungen erschöpft sich nicht in den beispielhaft erwähnten alltäglichen und reversiblen Handlungen. Es existiert darüber hinaus eine Reihe von Maßnahmen, die bewusst gewählt werden müssen und wesentlich langlebiger sind; zum Beispiel Tätowierungen, Piercings oder Schönheitsoperationen.

Neben der Erarbeitung der unterschiedlichen Formen des Schönheitshandelns, werden die Studierenden der Frage nachgehen, welche Instanzen und Institutionen einen Einfluss auf die Neigung zu bestimmten Schönheitshandlungen bzw. Schönheitshandeln als Ganzes ausüben. Den theoretischen Rahmen dabei stellen, neben dem Habitus-Konzept von Bourdieu, der Uses-and-Gratifications und/oder der dynamisch-transaktionale Ansatz dar.

Die Studierenden werden sich im Rahmen des Seminars mit Fragen beschäftigen wie z.B.:

  • welche Formen des Schönheitshandelns gibt es?
  • wie wirkt das Individuum im Alltag?
  • warum bearbeitet man das Äußere?
  • welche Vor- und Nachteile bringt Schönheitshandeln mit sich?
  • welche Einflussfaktoren bedingen Schönheitshandeln?
  • wie wirken Medien auf das Schönheitshandeln?
  • können Medien Schönheitsideale konstituieren?

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 31.01.2019) - 2332.01.48

Sprache und Geschlecht (Frz./Ital.)

Das Thema wird sowohl aus linguistischer als auch soziolinguistischer Sicht behandelt. Folgende Aspekte sollen dabei hauptsächlich näher beleuchtet werden:

  • Begriffsbestimmungen, forschungsgeschichtliche und wissenschaftstheoretische Einordnung der Thematik
  • Leistung der Kategorie Genus im Französischen und Italienischen
  • Theorien zur Entstehung von Genus
  • Genus weltweit (World Atlas of Language Structures Online)
  • Kongruenzphänomene und -probleme
  • Gender-Aspekte in der Phraseologie
  • Gender-Aspekte bei Personenbezeichnungen (mehrere Sprachen)
  • Überblicksreferate: Die Anfänge der Debatte über geschlechtergerechte Sprache in Frankreich, Italien und Deutschland
  • Das generische Maskulinum
  • Grundpositionen und -konflikte zum Thema der femininen Berufsbezeichnungen

 

ECTS für Erasmus-Studierende: 2 ECTS (ohne Prüfung) ODER 8 ECTS (mit Prüfung)

 

 

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 30.01.2019) - 2421.04.61 (Z20)

Text und Bild, die Illustrationen der Nonnen von Paradiese/ Soest - Konzeption einer virtuellen Ausstellung

In der ULB Düsseldorf werden Chorbücher aus dem Frauenkloster Paradiese bei Soest verwahrt, die im 14./15. Jahrhundert von den Nonnen selbst geschrieben und reich illustriert wurden. Besonders eindrucksvoll sind die von den Nonnen selbst komponierten Sequenzen, die einzig und allein in diesen Handschriften überliefert sind und zugleich ein Zeugnis der Gelehrsamkeit der Frauen darstellen.

Gemeinsam mit der ULB soll in diesem Seminar eine virtuelle Ausstellung konzipiert werden, die verschiedene Aspekte der Handschriften beleuchtet, eine Transkription und Übersetzung der enthaltenen Texte bietet und Zugang zu weiterführenden Informationen zu den Exponaten, z.B. Handschriftenbeschreibungen, eröffnet. Die virtuelle Ausstellung soll im Rahmen eines Festabends im Mai 2019 freigeschaltet werden.

  • Dienstag, 14:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019)

Theorien und Methoden der kulturwissenschaftlichen Japanforschung

Die Lehrveranstaltung richtet sich an Masterstudierende und bietet eine systematische Einführung in aktuelle und historische kulturwissenschaftliche und kultursoziologische Theorien und Methoden. Dazu werden Texte gelesen, die wir gemeinsam intensiv diskutieren. Im Vordergrund stehen Ansätze und Vertreter/innen folgender kulturwissenschaftlicher Theorien: Kultur als symbolische Praxis, Diskursanalyse,Gendertheorie, Postcolonial Turn und Hybridität, Multikulturalität und Transkulturalität.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2491.01.65

Violence, Jokes and Tears: Chaucer and Masculinity

Heroes, fathers, lovers, brothers, priests, and friends: what does it mean to be male in the late Middle Ages? This course examines constructions of masculinity in the works of Chaucer, focussing on a selection of his texts, including The Knight’s Tale, Troilus and Criseyde, The Book of the Duchess and several of his fabliaux. We will analyse these works in their context, considering a range of medieval texts concerned with definitions of masculinity and prescriptions for ideal male behaviour and bringing these medieval conceptions into conversation with modern gender theory.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.43

Women Writers and the Anglophone Short Story

What is a short story? Defining it merely by its length does not do it justice even if the term alone might suggest such an approach and length has to be taken into account to some extent - most critics, for example, put the typical short story length in a range of 1,000 to 10,000 words. However, the short story's inherent qualities seem to be a much more appropriate way of defining the genre: unity of plot, setting, characters and effect (cf. Edgar Allan Poe), the significance of minute details (cf. Anton Chekhov) and the moment of revelation or epiphany (cf. James Joyce) seem to be prominent contenders for the required elements to make a short story. The fact that all of these characteristics were first established by these writers in particular may already showcase a certain dominance of British or American (with the exception of Chekhov) as well as male writers in short story theory and publishing.

This course aims to look at this already understudied genre by examining the works of (sometimes twice) marginalised writers of short stories: Anglophone women writers, as the course title suggest. Anglophone, in this case, refers to literature from predominantly English-speaking countries or countries with an English literary tradition such as Australia, New Zealand, Canada, various African countries and India, but also to such works which are of more transcultural nature such as Black British Literature by writers like Jackie Kay and Andrea Levy or diasporic writing by Shani Mootoo and others.

We will look into short story theories, select aspects of postcolonial theory and various other issues and themes that predominate in short fiction by Anglophone women writers - for example, ecocriticism, gender studies and queer theory will be a part of our discussions.

Most short stories (a selection that covers both realistic and fantasy writing) will be provided via ILIAS, but students are expected to buy two collections (to be announced) before the beginning of class. Texts are to be read and prepared before each lesson.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2421.00.94 (Z64)

Women, Monsters, Foreigners and Men: What's the Beowulf Manuscript about?

Just less than a thousand years ago, in about 1020 AD, two people sat down together to produce a manuscript, now in the British Library in London. Not all of it survives, but what does still exist is remarkable. It contains two Old English poems: a retelling of the scriptural story of Judith and the only copy of Beowulf, the greatest Old English text. Alongside them are three translations from Latin: a life of Saint Christopher (a giant with the head of a dog); a letter supposedly sent from Alexander the Great to his teacher Aristotle, about the strange people and places he encountered when travelling to India; and list of remarkable sights that can be seen around north Africa and the Middle East which has coloured illustrations.

Quite apart from the pure brilliance of Beowulf, the manuscript’s combination of texts ancient and (at the time) new, and of poetry and prose, and of Christian with ‘heroic’ texts make it exceptional. This course will work with each of the five existing texts to understand them on their own terms. It will then explore what they might be doing together: what ideas they have in common, and what happens when they are read together. We will thereby discuss the Anglo-Saxon culture of translation, as well as the texts’ presentation of monsters, of powerfully anarchic femininity, of exploration and foreignness, and of heroic and destructive masculinity.

Students will be expected to engage with literary expression in different genres, and with cultural and historical ideas.

 

 

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2491.01.21

Verantwortlichkeit: