Zum Inhalt springenZur Suche springen

Alter und Generation

Lehrveranstaltungen zu Alter und Generation

Aktuelle Probleme der Demografie

Demografie ist eine andere Bezeichnung für Bevölkerungswissenschaft. In der Demografie geht es um die Entwicklung der Bevölkerungszahlen. Untersucht werden typischerweise Geburten- und Todeszahlen sowie Zu- und Abwanderung. Weiterhin befasst sich die Demografie mit Fragen der Haushaltsbildung und Haushaltsstrukturen. So untersucht man Eheschließungen, Ehescheidungen und diverse Formen von Lebensgemeinschaften.

Die Demografie steht als Wissenschaft im Schnittfeld von Ökonomie, Geographie, Biologie und Soziologie, wobei in starkem Maße mathematische und auch statistische Modelle genutzt werden. Weiterhin beschäftigen sich die Bevölkerungsgeschichte mit historischen Aspekten demografischer Strukturen und Prozesse. Während sich die klassische Demografie vor allem mit formalen Modellen der Bevölkerungsentwicklung befasst, werden in der Bevölkerungssoziologie soziale Determinanten von Bevölkerungswachstum, Migration und von Haushalts- und Familienformen thematisiert. Damit steht die Bevölkerungssoziologie auch in einer engen Beziehung zur Familiensoziologie.

In diesem Vertiefungsseminar werden in inhaltlicher Gliederung zentrale Bereiche der Bevölkerungssoziologie auf Basis aktueller empirischer Studien diskutiert. Das Seminar ist geeignet für Studierende mit Interesse an aktuellen demografischen Fragestellungen; dabei werden auch die methodisch-statistischen Aspekte der jeweiligen Studien ausführlich besprochen.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 30.01.2019) - 2303.U1.25

Bodies and Embodiment in Anglophone Literature

Discarding Cartesian Dualism thinkers and philosophers from the 19th century on gradually moved towards privileging the body over the mind in order to define the self. Today nobody would negate that we are embodied subjects. Who we are, what we think and what we do is determined by corporal categories like gender, race, desire, age and illness. Like the body itself these categories are, according to scholars like Michel Foucault, Frantz Fanon and Judith Buthler, discursively produced and open to historical and social change.

The seminar will introduce basic theoretical texts dealing with definitions of the embodied self. From the experience of mental illness in Janet Frame's classical novel Faces in the Water to the literally constipating embodiment of a troubling home country in NoViolet Bulowayo's We need new names, and from the disfigured body in Indra Sinha's novel Animal's People to the representations human clones in Kazuo Ishiguro's Never Let Me Go - Anglophone writers from different cultural backgrounds offer a variety of corporal states and sensations that acknowledge varying forms of subjectivity and identify patriarchal, colonial and neo-colonial discourses, thus negotiating and challenging normative worldviews on the body, gender, racial and sexual identity.

Students are expected to purchase the novels. To obtain a BN students must either deliver a presentation of a chosen topic or a short essay on a subject of their choice.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.42

Ethik digitaler Medien

Der Prozess der Digitalisierung stellt die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts im Bereich der Alltagskommunikation und des Wissens vor große Herausforderungen. Digitale Geräte wie Smartphone und PC prägen unsere Gewohnheiten, unsere Alltagsorganisation und Beziehungen, digitale Medien verändern Praktiken, Eigentumsverhältnisse und Erwartungen im Bereich von Wissenschaft und Bildung. Die bloße Tatsache, dass Studierende und Schüler_innen heute als "digital natives" aufwachsen, bedeutet nicht automatisch, dass sie die mit digitalem Mediengebrauch verbundenen Prozesse in ihren Auswirkungen und Möglichkeiten auch reflektieren und bewusst mitgestalten. Ihre Ausbildung zu kompetenten und kritischen Nutzer_innen digitaler Medien ist eine entscheidende Voraussetzung für das gute Leben der Gesellschaft. Das Service-Learning-Lehrprojekt zur Ethik digitaler Medien, das im Rahmen der Förderlinie "Die Bürgeruniversität in der Lehre" durch das Rektorat der HHU gefördert wird, richtet sich in erster Linie an Studierende, darüber hinaus an Schüler_innen und die interessierte Öffentlichkeit. Das Projekt ist auf drei Ebenen angelegt: wöchentliche Seminarsitzungen, eine öffentliche Vortragsreihe und durch einen Blocktag vorbereitete Workshops mit Schüler_innen, die von Studierenden durchgeführt werden.

Im Seminar (montags 16.30-18 Uhr) wird gemeinsam einschlägige Forschungsliteratur diskutiert. Auf der Grundlage dieser Diskussionen arbeiten die Teilnehmenden des Lehrprojekts in Kleingruppen Konzepte für Workshops aus, die sie an einem Unterrichtstag im Februar mit Schüler_innen der 10. Klasse eines Gymnasiums durchführen. Zur weiteren Vorbereitung dient ein Blocktermin im Februar, der zu Beginn des WS bekannt gegeben wird. Zusätzlich gibt eine öffentliche interdisziplinäre Vortragsreihe an insgesamt sechs Montagen (18.30-20 Uhr) in allgemein verständlicher Form Einblicke in die aktuelle wissenschaftliche Forschung zu Problemfeldern der digitalen Alltagspraxis.

Seminar, Vortragsreihe und Workshops richten sich auf sechs thematische Schwerpunkte, bezeichnet durch folgende Stichworte:

.    Personen (Persönlichkeitsrechte, Privatsphäre und Öffentlichkeit in digitaler Kommunikation; Wo beginnen Mobbing, Hassreden, unzulässiges Leaking persönlicher Bilder?)
.    Eigentum (Urheberrechte im digitalen Raum; Warum noch bezahlen? Was passiert mit meinen kreativen Produkten?)
.    Interessen (Internetspezifische Werbeformate, insbesondere Influencer; Wer entscheidet, was cool ist und warum? Sind Kennzeichnungsvorschriften für Werbung im Internet sinnvoll?)
.    Wahrheit (Zuverlässigkeit und Prüfbarkeit von Informationen in digitalen Medien, Gerüchte und Falschmeldungen, professionelle und andere Medien)
.    Freiheit (Können wir ,social media' noch frei wählen? Warum sehen wir so oft auf unsere Handys? Wie autonom sind wir als Nutzer digitaler Medien?)
.    Kontrolle (Welche Bedeutung hat Datenschutz im Alltag? Was habe ich außer Werbung zu befürchten? Kann ich die Möglichkeiten der digitalen Welt nutzen ohne meine Daten auszuliefern?)

  • Montag, 16:30 - 20:00 (wöchentlich, 15.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.00.52
  • Montag, 10:30 - 18:30 (Einzeltermin, 04.02.2019 - 04.02.2019) - 2332.00.52
  • Montag, 10:30 - 18:30 (Einzeltermin, 04.02.2019 - 04.02.2019) - 2332.04.22 (Z 16)
  • Montag, 10:30 - 18:30 (Einzeltermin, 04.02.2019 - 04.02.2019) - 2332.U1.21
  • Montag, 10:30 - 18:30 (Einzeltermin, 04.02.2019 - 04.02.2019) - 2331.U1.66 (Z 46)

Lebensphasen, Lebensformen, Lebensprojektionen

Von der Antike bis zur Neuzeit und Gegenwart wurden Lebensaltersmodelle entwickelt, die vorgeben, wer unter welchen Voraussetzungen als jung oder alt anzusehen ist. Kierkegaard als früher Hauptvertreter der Existenzphilosophie bestimmt den Menschen als dasjenige Wesen, das sich auf künftige Möglichkeiten hin entwirft. Doch in welchem Sinn kann von alten Menschen erwartet werden, sich auf künftige Möglichkeiten hin zu entwerfen? Sind andererseits junge Menschen nicht zu gegenwartsorientiert, um sich auf weitreichende Lebensprojektionen einzulassen? Bereits die klassische Frage nach der besten Lebensform stellt sich hinsichtlich später Lebensphasen in besonderer Weise. Manche Autoren nehmen Verfallssymptome, Vergänglichkeitserfahrungen und Verlustängste zum Anlass für Alterspessimismus, andere würdigen die Reife des Alters und seine spezifischen kognitiven und emotionalen Bedingungen. Wie kann ein adäquates Bild von Lebensalter und Lebensentwurf aus philosophischer Perspektive aussehen, und wie korrelieren die unterschiedlichen Lebensphasen, Lebensformen und Lebensprojektionen?
In dem Seminar sollen entsprechende Probleme und Fragen anhand ausgewählter Texte philosophischer Klassiker diskutiert werden. Bedingungen für AP und BN werden zu Beginn des Seminars besprochen.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.00.52

SB/PB Lebensphasen - Pharmakotherapie während Schwangerschaft und Stillzeit / im Alter

  • Donnerstag, 09:00 - 10:00 (Einzeltermin, 11.10.2018 - 11.10.2018)
  • Donnerstag, 09:00 - 10:00 (Einzeltermin, 06.12.2018 - 06.12.2018)
  • Freitag, 09:00 - 10:00 (Einzeltermin, 12.10.2018 - 12.10.2018)
  • Freitag, 09:00 - 10:00 (Einzeltermin, 07.12.2018 - 07.12.2018)

Stories of Crime - Japanologische Perspektiven auf Kriminalität, Kriminalitätstheorien und (narrative) Kriminologie

Dieses Seminar beschäftigt sich mit Kriminalität und abweichendem Verhalten in Japan. Neben der Vermittlung von theoretischen Grundkenntnissen und der Analyse (und kritischen Einschätzung) statistischer Daten soll fundiertes Fachwissen über die Kriminalitätssituation in Japan erarbeitet werden. Dies soll unter dem Blickwinkel der narrativen Kriminologie geschehen: Ursachenzusammenhänge oder Präventionsmodelle (wie sie üblicherweise in der Kriminologie erforscht werden) geraten in den Hintergrund; wir richten unser Augenmerk vielmehr auf Erzählungen, die in diesen Zusammenhängen auftauchen, und konzentrieren uns auf Definitionen, Zuschreibungen und Deutungen, die in Bezug auf Kriminalität geleistet werden. Themen werden unter anderem sein: Theoretische Grundlagen, Statistiken, Narrative Kriminologie, Jugendkriminalität, Kriminalität von Ausländern, Kriminalität von Alten, Nachbarschaftsvereinigungen zur Kriminalitätskontrolle.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 31.01.2019) - 2332.U1.47
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 09.10.2018 - 09.10.2018) - 2421.03.26

Verantwortlichkeit: