Wichtige Begriffe für den Studienstart
Alumni
Absolvent*innen und ehemalige Studierende einer Hochschule
AStA
Steht für Allgemeiner Studierendenausschuss und ist die gewählte Interessensvertretung der Studierenden. Der AStA besteht aus einem Vorstand und mehreren Referaten. Sie werden vom Studierendenparlament gewählt. Die Mitglieder des AStA vertreten die Interessen aller Studierenden gegenüber der Universität, der Öffentlichkeit und der Politik und sind somit ein wichtiger Akteur, den Zielen und Anliegen von vielfältigen Studierenden Gehör zu verschaffen. Außerdem bietet der AStA eine Vielzahl von Beratungsstellen, Veranstaltungen und Austausch an.
Audimax
Das Audimax ist der größte Hörsaal einer Hochschule. Das Audimax der HHU befindet sich in Gebäude 23.01: Es ist Hörsaal 3A.
BAföG
Mit dem BAföG (kurz für Bundesausbildungsförderungsgesetz) fördert der Staat die erste Ausbildung an berufsbildenden Schulen, Kollegs, Akademien und Hochschulen. Seit der BAföG-Novelle 2019 kann auch ein Studium an einer privaten Berufsakademie gefördert werden.
Ob BAföG gewährt werden kann, hängt auch von den persönlichen Voraussetzungen ab: Relevant sind die Staatsangehörigkeit bzw. der aufenthaltsrechtliche Status, das Alter und die Eignung für die gewünschte Ausbildung sowie privates Einkommen und Vermögen.
BAföG-Leistungen müssen schriftlich oder elektronisch beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung beantragt werden.
Blockseminar/Blockveranstaltung
Einzelne Seminare verteilen sich nicht auf die Woche, sondern werden direkt in einem Block angeboten. Die Sitzungen finden dann in der Regel an einem Wochenende oder in den Semesterferien (Vorlesungsfreie Zeit) an mehreren Tagen statt.
BN (Beteiligungsnachweis)
Den Beteiligungsnachweis (oder auch Leistungsnachweis) erhalten Studierende nach erfolgreicher Teilnahme an einer Veranstaltung.
CT (Credit Points)
Die Credit Points dienen im Bachelor/Master-System dazu, Studienabschlüsse vergleichbar zu machen. Ein sechssemestriges Bachelor-Studium umfasst in der Regel 180 CP, da pro Semester 30 CP erbracht werden. Je höher der Arbeitsaufwand für ein Modul, desto mehr CP werden ihm zugeordnet.
Deutschlandstipendium
Das Deutschlandstipendium richtet sich an leistungsstarke Studierende aller Fakultäten der HHU. Es können alle Studierende vom 1. Semester des Bachelors bis zum Abschluss des Masters bzw. bis zum Staatsexamen eine Förderung erhalten. Jede*r Stipendiat*in wird mit 300 Euro im Monat unterstützt.
Dissertation
Die Dissertation, auch Doktorarbeit genannt, ist die wissenschaftliche Arbeit, die angefertigt werden muss, um eine Promotion und damit einen Doktortitel zu erlangen.
Dozent*in
Lehrende Mitarbeiter*innen einer Hochschule. Hierzu zählen Profesor*innen, Doktor*innen, wissenschaftliche Mitarbeitende und Lehrbeauftragte.
ERASMUS
Das European Action Scheme for the Mobility of University Students, kurz ERASMUS, ist ein Austauschprogramm, das Studierenden ermöglicht, im Ausland zu studieren oder ein Praktikum zu absolvieren.
Fachschaft/Fachschaftsrat
Die Fachschaft bezeichnet alle Studierenden eines Fachbereichs. Ist man für einen Studiengang eingeschrieben, gehört man automatisch zur Fachschaft dieses Faches. Häufig wird mit „Fachschaft“ auch der Fachschaftsrat gemeint. Der Fachschaftsrat wird aus der Personen der Fachschaft gewählt und vertritt die Interessen der Studierenden eines Faches.
Fakultät
Eine Fakultät ist eine große organisatorische Einheit an einer Hochschule. In ihr sind thematisch verwandte Fachbereiche, Institute und Studiengänge vereint.
FirstGen
Mit First Generation oder Erstakademiker*innen sind Personen gemeint, die als erste in der Familie studieren bzw. studiert haben, d.h. dass die Eltern der Person nicht studiert haben.
Habitus (siehe auch Klassismus)
Der Habitus ist das Zusammentreffen aus erlernten Normen, Werten und Verhaltensweisen, der durch das soziale Umfeld geprägt wird. Er zeigt sich im Auftreten, Sprechen, Denken und Handeln und wird meist unbewusst angewendet. Im Kontext der Hochschule ist es wichtig zu wissen, dass bestimmte Verhaltensweisen und Ausdrucksformen oft (häufig auch unbewusst) vorausgesetzt werden, die vor allem dem Hintergrund von Akademikerfamilien entsprechen. Studierende ohne akademischen Familienhintergrund bringen häufig einen anderen Habitus an die Uni mit, was zur Verunsicherung führen oder die Entwicklung eines Zugehörigkeitsgefühls erschweren kann.
Härte(fall)antrag
Kann eine Prüfung (die eigentlich nicht wiederholbar ist) aufgrund psychischer Probleme oder anderer gravierender Probleme nicht angetreten werden, kann für diesen Ausnahmefall ein Härtefallantrag gestellt werden, so dass die Prüfung zu einem anderen Zeitpunkt wiederholt werden kann. Der Härtefallantrag muss bei der Studierenden- und Prüfungsverwaltung (SPV) gestellt werden.
International Office (IO)
Das International Office der HHU berät und unterstützt Studierende sowie Beschäftigte, die ins Ausland gehen oder aus dem Ausland an die HHU kommen möchten und fördert damit den internationalen Austausch und die Vernetzung der HHU mit anderen Universitäten weltweit. Das IO betreut u.a. das ERASMUS-Programm, die Personalmobilität und bietet administrative und organisatorische Hilfestellung rund um das Thema Ausland und das Ankommen an der HHU für Studierende.
Klassismus
Zu den Begrifflichkeiten, die Diskriminierung beschreiben, kam in jüngerer Zeit der Klassismus hinzu, in Anlehnung an den Klassenbegriff von Karl Marx. Er beschreibt Abwertung und Unterdrückung aufgrund der realen oder auch nur vermuteten sozialen Herkunft oder Position. Es ist eine Form der Benachteiligung, die Unterprivilegierte trifft. Den Angehörigen einer niedrigeren Klasse ist der soziale Aufstieg nur selten möglich, der berufliche Werdegang gestaltet sich schwierig. Die kulturelle Ausgrenzung beginnt mit Bemerkungen, dass die betroffene Person die falsche Kleidung trage, falsch spreche und sich falsch benehme.
Der Pionier der deutschen Klassismusforschung, der Soziologe Andreas Kemper, verweist als Ursache auf tief in der Gesellschaft verankerte Strukturen. Sie führten dazu, dass Kinder der Unterschicht weniger Bildungschancen haben. Studien bestätigen wiederholt, dass dies oftmals nicht an deren Leistungen liege: „Ein ganz großer Teil hat mit der sozialen Herkunft zu tun.“
Kommiliton*innen
Kommiliton*innen sind Mitstudierende.
Modul
Thematischer Studienblock, oft bündelt ein Modul mehrere Veranstaltungen, zum Teil auch über mehrere Semester
Nachteilsausgleich
Studierende, die durch eine Beeinträchtigung einen Nachteil bei einer Prüfung haben, können einen Antrag zum Nachteilsausgleich beim zuständigen Prüfungsamt stellen. Bei Bewilligung kann z. B. eine Schreibzeitverlängerung bei Klausuren und Hausarbeiten erwirkt werden. Der Ausgleich wird auf die Behinderung angepasst. Um einen Nachteilsausgleich zu erhalten, muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Nähere Informationen gibt es bei der Beratungsstelle der Beauftragten für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung: Mehr Informationen gibt es beim BBST.
Promotion
Zur Erlangung des Doktorgrades bedarf es einer Promotion. Um zu promovieren, muss man beweisen, dass man vertiefte wissenschaftliche Arbeiten vollbringen kann. Die Promotion umfasst in der Regel eine schriftlich angefertigte wissenschaftliche Arbeit (die Dissertation) und eine mündliche Prüfung. Um zu promovieren, braucht man in der Regel einen guten Hochschulabschluss.
Rektorat
Das Rektorat ist für die zentrale Leitung einer Hochschule verwantwortlich uns besteht in der Regel aus Rektor*in, Kanzler*in und Prorektor*innen. Während der/die Rektor*in für die zentrale Leitung verantwortlich ist und die Universität nach außen repräsentiert, ist der/die Kanzler*in Leiter*in der zentralen Universitätsverwaltung. Die Prorektor*innen vertreten den/die Rektor*in und sind für spezielle Aufgabenbereiche zuständig.
Seminar
Eine interaktive Lehrveranstaltung in meist kleineren Gruppen im Vergleich zu einer Vorlesung (siehe unten).
Studentische Hilfskraft
Eine studentische Hilfskraft ist ein*e Student*in, die*der an der Hochschule angestellt ist. Häufig sind sie an Lehrstühlen oder in Forschungsprojekten angestellt, wo sie z. B. bei der Recherche oder Unterrichtsvorbereitung unterstützen. Als studentische Hilfskraft hat man noch keinen akademischen Abschluss, ansonsten gilt man als wissenschaftliche Hilfskraft.
Studierendenakademie
Die Studierendenakademie der HHU bietet Studierenden aller Fakultäten fächerübergreifende Lehrangebote und vermittelt praxisnahe sowie berufsqualifizierende Schlüsselkompetenzen („Future Skills“), die über das eigentliche Fachstudium hinausgehen.
Studierenden Service Center (SSC)
Das SSC betreut Studieninteressierte und Studierende aus dem In- und Ausland, vor, während und zum Ende des Studiums. Es bietet auf dem Campus eine zentrale Anlaufstelle für Service und Beratung rund um die Themen Studieneinstieg, Studienfachwahl, Studiums- und Prüfungsverwaltung sowie internationale Angelegenheiten. Zum SSC gehören unter anderem der Studierendenservice und das International Office.
StuPa
Steht für Studierendenparlament (siehe auch AStA)
SWS
Mit Semesterwochenstunden, kurz SWS, kann man angeben, wie viele Stunden ein Kurs pro Woche hat.
ULB
Steht für Universitäts- und Landesbibliothek und wird neben „Bib“ gerne als Kürzel für die große Unibibliothek genutzt. Neben der Universitätsbibliothek gibt es noch die fachspezifischen Bibliotheken.
Vorlesung
Traditionelle Form der Wissensvermittlung an einer Hochschule, bei der ein*e Dozent*in einen wissenschaftlichen Vortrag vor einer meist großen Gruppe von Studierenden hält. Der Fokus liegt auf dem Zuhören und Mitschreiben, nicht auf Interaktion wie beim Seminar (siehe oben).