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Diversity-Preis 2021

Vielfalt beflügelt: Das zeigt der Diversity-Preis der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), der jetzt zum dritten Mal vergeben wurde. Die Ausgezeichneten stehen für all jene, die sich für Chancengerechtigkeit einsetzen und dafür sorgen, dass alle ihr Potenzial frei entfalten können. Exzellenz durch Vielfalt – diesen Grundsatz der HHU erfüllen sie mit Leben.

Am 19. Mai 2021 wurde der Diversity-Preis verliehen an Prof. Dr. Klaus Pfeffer, ehemaliger Prorektor für Strategisches Management und Chancengerechtigkeit und Leiter des Medizinischen Instituts für Mikrobiologie, an Danielle-Christine Ebers, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Philosophischen Fakultät, sowie an die Medizinstudentin Caroline Ogechukwu Okoli. Die drei Ausgezeichneten wählte ein Komitee aus Vertretungen aller Statusgruppen, Prorektor Prof. Dr. Stefan Marschall und der Leiterin der Section Diversity (ehemals Koordinierungsstelle Diversity) des Heine Centers for Sustainable Development, Dr. Inge Krümpelbeck. Sie betont: „Die Resonanz auf den Diversity-Preis wächst weiter, was mich sehr freut. Trotz Corona wurden 20 Personen nominiert.“ Professor Marschall sieht ebenso die positiven Entwicklungen: „Es ist großartig, dass auch durch diesen Preis das Bewusstsein für die Chancen, die unsere Universität durch ihre Vielfalt hat, größer geworden ist.“

Zu den beiden Preisträgerinnen und zum Preisträger
Prof. Dr. Klaus Pfeffer trug zwischen 2014 und 2020 als Prorektor für Strategisches Management und Chancengerechtigkeit ausschlaggebend dazu bei, an der HHU grundlegende Rahmenbedingungen für Diversität zu schaffen. So setzte er sich 2015 für die Implementierung der Koordinierungsstelle Diversity sowie für einen Diversity-Fonds ein. Auch war er die treibende Kraft bei der Teilnahme der Universität am Audit „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes von 2016 bis 2019. In Folge dessen führte er gemeinsam mit der Koordinierungsstelle zahlreiche Projekte für Studierende, Lehrende und Mitarbeitende durch – was Toleranz, Vielfalt und Chancengerechtigkeit wesentlich förderte. Auch der Raum der Stille, die Handreichung für diversitygerechte Lehre, die Navigations-App „Blindsquare“ sowie zahlreiche weitere Projekte gehen maßgeblich auf sein Wirken zurück. Professor Pfeffer setzt auf den individuellen Einsatz: „Nur durch eigenes Engagement kann jede und jeder Einzelne mithelfen, gesellschaftlichen Fehlentwicklungen entgegenzusteuern und Dinge zu verbessern. Man sollte sich nicht immer auf die Tatkraft der anderen verlassen, sondern selbst mit anfassen.“

Danielle-Christine Ebers ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Bildungsforschung und Bildungsmanagement am Institut für Sozialwissenschaften. Sie studiert gleichzeitig an der HHU im Master Sozialwissenschaften-Gesellschaftliche Strukturen und Demokratisches Regieren. Im Seminar „Flucht, Asyl und Integration“ erarbeitet sie gemeinsam mit Studierenden Projekte, die geflüchteten Kindern und jungen Menschen einen Zugang zu Gesellschaft, Kultur und Sprache bieten. So kreiert sie einerseits eine Brücke zwischen Mehrheitsbevölkerung und Ankommenden und schafft andererseits einen praktischen Ansatz, um sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen und den Erfahrungshorizont zu erweitern. Ehrenamtlich engagiert sie sich für die Integration von Geflüchteten und organisiert im Service-Learning virtuelle Begegnungsräume, in denen Menschen ihre Geschichten teilen. „Jede Stunde, die ich bisher in ehrenamtliche Stunden investiert habe, sehe ich als Lehrstunde auch für mich selbst. Ich habe viele Menschen mit unterschiedlichen Schicksalen kennenlernen dürfen, wodurch ich gelernt habe, dass nichts selbstverständlich ist und ich dankbar sein sollte für das, was ich habe“, beschreibt Danielle-Christine Ebers.

Caroline Ogechukwu Okoli studiert Humanmedizin und wurde 2017 als erste Antidiskriminierungsbeauftragte des Allgemeinen Studierenden Ausschusses an der Universität ehrenamtlich aktiv. In diesem Amt organisierte sie zahlreiche Workshops, Projekte und Veranstaltungen, wie z.B. Workshops mit verschiedenen Themenreihen, den Prototyp eines Diskriminierungsmelders für Studierende und auch den ersten "Hörsaal-Poetry-Slam" gegen Rassismus. Aktuell arbeitet sie neben dem Studium engagiert als studentische Gleichstellungsbeauftragte der Universität, um vor allem Themen der Intersektionalität aufzugreifen. Mit dem Ziel, antirassistische Sensibilität auch als Teil der Lehre innerhalb des Medizinstudiums zu etablieren, arbeitet sie mit der Bundesvertretung Medizinstudierender Deutschland und dem sich in der Neugründung befindenden Verein „Schwarze Mediziner*innen Deutschlands“ (Black in Medicine) daran die Agenda von Menschen zu vertreten, die aktuell über den Tellerrand des Curriculums hinausgehen. „Ich bin eine Person, die Ungerechtigkeiten jeglicher Art keinesfalls hinnehmen kann, sondern vom ersten Moment an einen aktiven Gegenpol bildet. Mein größtes Ziel ist es, eines Tages die Möglichkeiten zu haben, nachhaltig Türen zu öffnen und Menschen an den Tisch zu lassen, die normalerweise gar nicht im Raum sind", macht Caroline Ogechukwu Okoli deutlich.

Weitere Informationen unter diversity.hhu.de/diversity-preis.

 

 

Autor/in: Katrin Koster
Kategorie/n: Diversity-Portal
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